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Hafenschiffer/in

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Du bewegst Schiffe und schwimmende Geräte im Hafen, hilfst beim Festmachen und kümmerst dich um Transport-, Sicherheits- und Wartungsaufgaben. Wasser, Funk, Maschinen und Hafenbetrieb bestimmen den Alltag.

Hafen, Schiffe & Logistik

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ab 724 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Hafenfahrzeuge und Arbeitsgeräte vorbereiten

  • Schiffe schleppen, verholen und an- oder ablegen

  • Leinen, Poller und Festmacheeinrichtungen bedienen

  • Funk- und Sicherheitsmeldungen austauschen

  • Motoren, Decksausrüstung und Rettungsmittel kontrollieren

  • bei Umschlag, Peilung und Hafenarbeiten unterstützen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Du prüfst Wetter, Hafenverkehr, Auftrag und Fahrzeug und kontrollierst Maschine und Sicherheitsausrüstung. Auf dem Wasser fährst du zu einem Schiff, übernimmst Leinen oder unterstützt ein Manöver. Funkmeldungen und klare Handzeichen koordinieren Fahrzeug, Kai und Schiffsbesatzung. Zwischen Einsätzen pflegst du Deck, Motor und Ausrüstung. Jede Fahrt und Auffälligkeit wird dokumentiert.

Wo du arbeitest

Du arbeitest bei Hafenbetrieben, Hafenverwaltungen, Schlepp- und Bugsierunternehmen, Werften oder Logistikunternehmen. Arbeitsorte sind Hafenbecken, Fahrzeuge, Kaianlagen und Werkstätten.

Ein Tag als Hafenschiffer/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:00 Uhr

    Fahrzeug übernehmen, Maschine und Ausrüstung prüfen.

  2. 6:45 Uhr

    Schute an den Liegeplatz verholen, Leinen ausbringen.

  3. 9:00 Uhr

    Umschlag begleiten: Kran belädt, Trimm und Tiefgang beobachten.

  4. 11:30 Uhr

    Assistenz beim Anlegen eines Seeschiffs, Kommandos über Funk.

  5. 14:00 Uhr

    Decksarbeiten: Leinen spleißen, Rost entfernen, Konservierung.

  6. 15:30 Uhr

    Übergabe an die Spätschicht, Vorkommnisse melden.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Industrie und Handel

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Physik, Geografie.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Hafen und Betrieb bestimmen Schlepp-, Festmache-, Transport-, Peil- oder Wartungsaufgaben.

  • Hafenfahrzeuge führen und manövrieren
  • Schiffe festmachen, schleppen und verholen
  • Funk und betriebliche Kommunikation anwenden
  • Motoren und Decksausrüstung kontrollieren
  • Rettungs-, Umwelt- und Gefahrgutregeln beachten
  • Hafenbecken, Tiefen und Verkehrslage beurteilen
  • Wartungs- und Logistikaufgaben durchführen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

ab 724 €

2. Ausbildungsjahr

ab 854 €

3. Ausbildungsjahr

ab 977 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat

Mit Patent oder im Schleppdienst

ca. 3.500–4.600 € brutto im Monat

Die großen Hafenbetriebe sind tarifgebunden und zahlen Schicht- und Wochenendzuschläge. Frag im Bewerbungsgespräch nach Schichtmodell und Tarif.

Gesetzliche Untergrenze 2026 bei fehlender belastbarer typischer Spanne

Für diesen seltenen Beruf liegt keine belastbare bundesweite typische Spanne vor. Ausbildungsbetriebe und hafen-tarifwerke unterscheiden sich stark und es fehlt eine belastbare bundesweite typische spanne. Tarifgebundene oder öffentliche Betriebe können höher vergüten.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Wind, Nässe und Kälte auf offenem Deck.
  • Schichtdienst, weil der Hafen nicht schläft.
  • Arbeit mit Leinen und Lasten ist gefährlich, wenn man unaufmerksam ist.
  • Ein sehr kleiner Beruf: Ausbildungsplätze gibt es nur in wenigen Häfen.

Besser als sein Ruf

  • Seemännische Arbeit mit Feierabend an Land.
  • Tarifgebundene Hafenbetriebe zahlen gut und sicher.
  • Der Weg zum Patent ist klar beschrieben.
  • Du arbeitest dort, wo Weltverkehr auf Alltag trifft.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne auf dem Wasser und draußen arbeitest
  • du Fahrzeuge, Motoren und praktische Arbeit magst
  • du bei Manövern ruhig und klar kommunizierst
  • du Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit akzeptierst
  • Maschinen
  • Körperliche Arbeit
  • Arbeiten draußen
  • Räumliches Denken

Nicht sicher?

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Schiffsführerpatent für Hafenfahrzeuge

    Mit Fahrzeit und Prüfung führst du selbst Schuten, Schlepper oder Barkassen.

  • Schlepp- und Bugsierdienst

    Große Seeschiffe an die Kaje zu bringen ist Spezialarbeit mit hoher Verantwortung.

  • Hafenbetrieb und Umschlag

    Wer an Land wechselt, arbeitet in Umschlag, Disposition oder Terminalbetrieb.

  • Binnenschifffahrt

    Der Wechsel auf die Binnenschifffahrt steht offen und erweitert das Fahrtgebiet.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Große Seeschiffe legen nicht aus eigener Kraft an: Schlepper drücken und ziehen sie zentimeterweise an die Kaje, gesteuert über Funk vom Lotsen. Der Hafenschiffer sitzt dabei auf dem Fahrzeug, das die eigentliche Kraft ausübt.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Hafenschiffer/in?

Du bewegst Fahrzeuge im Hafen: Schuten und Leichter verholen, Schlepper und Barkassen bedienen, Leinen und Anschlagmittel handhaben, Ladung übernehmen, Decksarbeiten und Wartung ausführen.

Wie viel verdient man als Hafenschiffer/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei mindestens rund 724 € im ersten Jahr, bei tarifgebundenen Betrieben deutlich darüber. Nach der Ausbildung ist der Verdienst in den Hafenbetrieben tariflich geregelt, mit Schichtzuschlägen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Hafenschiffer?

Drei Jahre.

Was ist der Unterschied zum Binnenschiffer?

Der Binnenschiffer fährt über weite Strecken auf Flüssen und Kanälen. Der Hafenschiffer arbeitet im Hafengebiet, mit Feierabend zu Hause.

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