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Binnenschiffer/in

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Du arbeitest auf Frachtschiffen, Fahrgastschiffen oder Fähren. Du hilfst beim Steuern, bedienst Ausrüstung, sicherst Ladung und hältst Schiff, Motoren und technische Anlagen instand. Arbeitsplatz und Wohnort können für mehrere Tage oder Wochen dasselbe Schiff sein.

Schifffahrt, Technik & Transport

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.085 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • beim Steuern und Navigieren des Schiffes unterstützen

  • Leinen bedienen und bei An- und Ablegemanövern mitarbeiten

  • Güter be- und entladen oder Fahrgäste betreuen

  • Schiffskörper, Deck, Motoren, Hydraulik und technische Anlagen pflegen

  • Störungen erkennen und kleinere Instandsetzungen durchführen

  • bei Notfällen und Sicherheitsübungen richtig handeln

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Je nach Fahrt übernimmst du eine Wache, kontrollierst Ausrüstung und hilfst bei Navigation und Manövern. Beim Anlegen bedienst du Leinen und arbeitest nach klaren Kommandos. Im Frachtschwerpunkt bereitest du Laderäume vor und kontrollierst die Ladung. In der Personenschifffahrt kommen Fahrgastbereiche und Service dazu. Zwischen den Manövern pflegst du Deck und Schiffskörper, kontrollierst Motoren, Pumpen und Hydraulik und führst kleinere Reparaturen aus. Auch Kochen, Ordnung und das Zusammenleben gehören zur Bordgemeinschaft.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Güter- und Personenschifffahrt, auf Fähren, bei Hafenbetrieben, Wasserstraßenverwaltungen oder Wasserbauunternehmen. Der Arbeitsplatz wechselt zwischen Steuerhaus, Deck, Maschinenraum, Laderaum und Fahrgastbereich.

Ein Tag als Binnenschiffer/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 5:00 Uhr

    Wachwechsel.

    Position, Wetter und Verkehrslage übernehmen.

  2. 6:00 Uhr

    Fahrt auf dem Strom, Fahrrinne und Radar im Blick.

  3. 9:00 Uhr

    Schleuse: anlegen, Leinen führen, Höhenunterschied abwarten.

  4. 12:00 Uhr

    Maschinenkontrolle, Ölstände und Filter prüfen.

  5. 15:00 Uhr

    Löschen im Hafen, Ladung überwachen, Papiere führen.

  6. 19:00 Uhr

    Liegeplatz aufsuchen, Wache übergeben.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Binnenschifffahrt

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Häufig werden Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss erwartet. Physik, Technik, Mathematik und Geografie helfen dir bei Schiff, Navigation, Ladung und Wasserstraße.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Wichtig sind außerdem gesundheitliche Eignung, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und die Bereitschaft, längere Zeit an Bord zu leben.

  • Schwerpunkte

    In der Frachtschifffahrt stehen Ladung, Laderäume und Gütertransport stärker im Mittelpunkt. In der Personenschifffahrt arbeitest du zusätzlich intensiver mit Fahrgästen und deren Sicherheit.

    – Frachtschifffahrt

    – Personenschifffahrt

  • Schiffe unter Anleitung steuern und Navigationsmittel nutzen
  • An- und Ablegemanöver sowie Schleusenfahrten unterstützen
  • Güter sicher laden oder Fahrgäste betreuen
  • Schiffskörper, Motoren, Hydraulik und technische Anlagen instand halten
  • Leinen, Anker, Rettungs- und Sicherheitsausrüstung bedienen
  • bei Brand, Havarie und weiteren Notfällen richtig handeln
  • digitale Informations- und Kommunikationssysteme einsetzen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

ca. 1.085 €

2. Ausbildungsjahr

ca. 1.242 €

3. Ausbildungsjahr

ca. 1.401 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.600–3.100 € brutto im Monat

Mit Patent als Schiffsführer

ca. 3.800–5.000 € brutto im Monat

Dazu kommt Verpflegung an Bord, die den verfügbaren Teil des Gehalts spürbar erhöht. Frag im Bewerbungsgespräch nach Törnrhythmus und Fahrtgebiet.

Beispielwerte der Binnenschifffahrt, brutto pro Monat

Tarifvertrag, Reederei und öffentlicher Arbeitgeber können zu anderen Beträgen führen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Wochenlang weg von Familie und Freunden.
  • Wachdienst auch nachts und bei schlechtem Wetter.
  • Der Arbeitsplatz ist zugleich die Wohnung, mit wenig Rückzug.
  • Enge Fahrrinnen und Brücken verlangen dauerhafte Konzentration.

Besser als sein Ruf

  • Kost und Logis an Bord lassen vom Gehalt viel übrig.
  • Ein sehr seltener Beruf mit ausgezeichneten Aussichten.
  • Nach dem Törn hast du am Stück frei, nicht nur ein Wochenende.
  • Binnenschiffe transportieren Massengut so sparsam wie kein Lkw.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Wasser, Schiffe und Technik magst
  • du für längere Zeit mit derselben Besatzung an Bord leben kannst
  • du bei Manövern und Sicherheitsaufgaben konzentriert bleibst
  • du draußen, körperlich und zu wechselnden Zeiten arbeiten möchtest
  • Maschinen
  • Körperliche Arbeit
  • Arbeiten draußen

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Schiffsführerpatent

    Nach Fahrzeit und Prüfung führst du selbst ein Schiff. Das Patent ist der entscheidende Schritt im Beruf.

  • Binnenschifffahrtskapitän

    Die weiterführende Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und schließt die Schiffsführung ein.

  • Hafen und Umschlag

    Wer an Land wechselt, arbeitet in Umschlag, Disposition oder Hafenbetrieb.

  • Eigenes Schiff

    Die Partikuliere sind ein fester Teil der Branche: selbstständige Schiffseigner, die auf eigene Rechnung fahren.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Ein einziges großes Binnenschiff ersetzt weit über hundert Lkw-Ladungen. Deshalb wandern Massengüter wie Kies, Kohle und Getreide über den Fluss und nicht über die Autobahn, und deshalb hängt an einem Niedrigwasser gleich eine ganze Lieferkette.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Binnenschiffer/in?

Du arbeitest an Bord von Güter- oder Fahrgastschiffen: Wache gehen, Schiff führen und manövrieren, Schleusen bedienen, laden und löschen, Maschinen überwachen, Leinen und Ausrüstung instand halten.

Wie viel verdient man als Binnenschiffer/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.085 € im ersten Jahr, dazu kommt in der Regel freie Kost und Logis an Bord. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer technischer Berufe, mit Patent deutlich darüber.

Wie lange ist man am Stück unterwegs?

Üblich sind Törns von ein bis zwei Wochen mit anschließender Freizeit an Land. Die genaue Regelung hängt vom Fahrtgebiet und vom Betrieb ab.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Binnenschiffer?

Drei Jahre.

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