Gymnastiklehrer/in
Sport, Bewegung & Anleitung
- Dauer
- 3 Jahre
- Finanzierung
- Meist ohne Vergütung
- Ausbildungsart
- Schulische Ausbildung
- Berufsfeld
- Gesundheit & Medizin
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Teilnehmer und Leistungsstand einschätzen
-
Übungs- und Bewegungsangebote vorbereiten
-
Bewegungen erklären, zeigen und korrigieren
-
Gruppen und Trainingsabläufe organisieren
-
Sicherheit und Belastung beobachten
-
Fortschritte und Angebote dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Bewegung, Körperbildung und gesundheitsorientierte Gruppenangebote, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Sportvereinen, Fitness-, Gesundheits-, Reha-, Freizeit- oder Bildungseinrichtungen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
8:30 Uhr
Rückenkurs in der Klinik: Übungen an die Gruppe anpassen.
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10:00 Uhr
Einzelanleitung: Haltung korrigieren, Übungsplan besprechen.
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12:00 Uhr
Kursplanung für das nächste Quartal.
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14:00 Uhr
Betriebliche Bewegungspause in einem Unternehmen.
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16:00 Uhr
Präventionskurs in der Volkshochschule.
-
18:00 Uhr
Teilnehmerlisten und Abrechnung führen.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
landesrechtlich geregelt
vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
landesabhängig meist 24–36 Monate
Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen
Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig
-
Zugang und Voraussetzungen
Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Dazu kommt der Nachweis, dass du sportlich und gesundheitlich geeignet bist.
Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.
Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt
-
Ausbildungsvarianten
Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.
- Anatomie und Trainingslehre verstehen
- Bewegungen fachgerecht ausführen
- Gruppen und Einzelpersonen anleiten
- Übungsprogramme entwickeln
- Sicherheit und Erste Hilfe beachten
- Motivation und Kommunikation gestalten
- Veranstaltungen und Organisation unterstützen
Was die Ausbildung kostet
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.300–2.700 € brutto im Monat
In der Klinik nach Tarif oder selbstständig mit Kursen
ca. 2.900–3.800 € brutto im Monat
Viele arbeiten in einer Mischung aus Anstellung und Honorarkursen. Von Krankenkassen anerkannte Präventionskurse sind dabei die verlässlichste Einnahme.
Modell: schulische Ausbildung; öffentliche und private Anbieter Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung Schulgeld: private Schulen können erhebliche Gebühren verlangen; öffentliche Angebote sind häufig günstiger oder schulgeldfrei Förderung: Schüler-BAföG oder weitere Förderung kann abhängig von Schule und Anerkennung möglich sein
Vor Vertragsabschluss Kosten, staatliche Anerkennung und Förderfähigkeit genau prüfen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Keine Vergütung während der Ausbildung, oft Schulgeld.
- Arbeitszeiten liegen häufig abends, wenn Kurse stattfinden.
- Honorartätigkeit bedeutet unsichere Auslastung.
- Der Beruf ist wenig bekannt und wird oft mit Fitnesstrainer verwechselt.
Besser als sein Ruf
- Du arbeitest mit Menschen, die freiwillig kommen und etwas verändern wollen.
- Prävention wird von Krankenkassen gefördert und wächst.
- Sehr vielseitig zwischen Klinik, Verein und Unternehmen.
- Ein guter Startpunkt für ein Sport- oder Gesundheitsstudium.
Passt zu dir, wenn …
- du selbst gerne aktiv bist
- du Menschen verständlich anleitest
- du Gruppen motivieren kannst
- du flexible Zeiten akzeptierst
- Menschenkontakt
- Körperliche Arbeit
- Kommunikation
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Prävention und Gesundheitskurse
Von Krankenkassen anerkannte Kurse zu leiten ist ein verlässliches Standbein.
-
Rehabilitationssport
Übungsleiterqualifikationen für den Reha-Sport erweitern die Einsatzmöglichkeiten.
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Betriebliche Gesundheitsförderung
Unternehmen buchen Bewegungsangebote für ihre Beschäftigten.
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Studium
Sportwissenschaft oder Gesundheitsförderung bauen darauf auf.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Damit eine Krankenkasse einen Präventionskurs bezuschusst, muss er zertifiziert sein: Konzept, Umfang und Qualifikation der Leitung werden geprüft. Deshalb entscheidet die Anerkennung darüber und nicht die Nachfrage, ob ein Kurs wirtschaftlich läuft.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Gymnastiklehrer/in?
Du leitest Bewegungsangebote an: Kurse planen und durchführen, Gruppen anleiten, Übungen an Teilnehmende anpassen, Haltung und Bewegung korrigieren, Präventionsangebote gestalten.
Wie wird man Gymnastiklehrer/in?
Über eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule, meist zwei bis drei Jahre. Zugang und Bezeichnung sind Ländersache.
Gibt es eine Ausbildungsvergütung?
In der Regel nicht. Schüler-BAföG kann helfen; private Schulen erheben Schulgeld.
Wo arbeitet man?
In Rehakliniken, Praxen, Fitness- und Gesundheitszentren, Vereinen, Volkshochschulen und in der betrieblichen Gesundheitsförderung.
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