Gießereimechaniker/in
Metall, Guss & Industrie
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.175 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Metall & Maschinenbau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Gussmodelle, Formen und Kerne vorbereiten
-
Schmelzöfen beschicken und Legierungen herstellen
-
Temperatur und Zusammensetzung des Metalls prüfen
-
Schmelze sicher in Formen einbringen
-
Gussteile ausformen, reinigen und nachbearbeiten
-
Fehlerbilder, Maße und Werkstoffqualität kontrollieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du prüfst Fertigungsauftrag, Werkstoff und Formverfahren und bereitest Modell, Form oder Kern vor. Im Schmelzbetrieb werden Legierungen zusammengestellt, Öfen beschickt und Temperaturen kontrolliert. Der eigentliche Guss folgt einem genau geplanten und gesicherten Ablauf. Nach dem Erstarren entfernst du Formstoff und Angüsse und prüfst das Bauteil. Fehler werden ausgewertet und Prozesswerte für den nächsten Guss angepasst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Eisen-, Stahl-, Leichtmetall- oder Nichteisenmetallgießereien, bei Automobilzulieferern, Maschinenbauern oder spezialisierten Gussunternehmen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Schichtübergabe, Ofenzustand und Formanlage prüfen.
-
6:30 Uhr
Formen herstellen, Kerne einlegen, Formkasten schließen.
-
9:00 Uhr
Schmelze kontrollieren: Temperatur und Analyse.
-
11:00 Uhr
Abguss, Formen füllen, Erstarrung abwarten.
-
13:30 Uhr
Ausformen und Putzen: Grate abtrennen, Angüsse entfernen.
-
15:30 Uhr
Teile prüfen und dokumentieren, Übergabe schreiben.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Industrie
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Physik, Chemie, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Schwerpunkte
Der Schwerpunkt bestimmt, ob Formen, Kerne, Schmelze oder ein bestimmtes Gießverfahren im Mittelpunkt stehen.
– Handformguss
– Maschinenformguss
– Druck- und Kokillenguss
– Feinguss
– Schmelzbetrieb
– Kernherstellung
- Formstoffe, Modelle und Kerne herstellen
- Schmelzöfen und Gießanlagen bedienen
- Legierungen und Schmelzen prüfen
- Gussverfahren sicher durchführen
- Gussteile ausformen und nachbearbeiten
- Werkstoff-, Maß- und Fehlerprüfungen anwenden
- einen von sechs Schwerpunkten vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1175 €
2. Ausbildungsjahr
1230 €
3. Ausbildungsjahr
1313 €
4. Ausbildungsjahr
1394 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat
Mit Schicht oder Anlagenverantwortung
ca. 3.600–4.700 € brutto im Monat
Zulagen für Hitze, Schicht und Nacht machen einen spürbaren Teil aus. Gießereien sind meist tarifgebunden.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Hitze, Rauch und Lärm sind der Arbeitsplatz.
- Schichtbetrieb, weil Öfen nicht einfach ausgeschaltet werden.
- Schwere körperliche Arbeit beim Formen und Putzen.
- Flüssiges Metall verzeiht keinen Leichtsinn.
Besser als sein Ruf
- Gute Bezahlung mit Zulagen, die es anderswo nicht gibt.
- Moderne Gießereien sind hochautomatisiert und technisch anspruchsvoll.
- Gussteile stecken in jedem Fahrzeug und jeder Maschine.
- Sehr gute Übernahmechancen, weil der Beruf wenig bekannt ist.
Passt zu dir, wenn …
- du große Industrieanlagen und Werkstoffe spannend findest
- du Hitze, Lärm und Schichtarbeit akzeptieren kannst
- du Prozesswerte und Qualität genau beobachtest
- du im Team sicher und nach festen Abläufen arbeitest
- Maschinen
- Körperliche Arbeit
Nicht sicher?
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Fachrichtung Handformguss
Einzelstücke und Kleinserien von Hand formen. Facharbeit mit hohem Anteil an Erfahrung.
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Fachrichtung Maschinenformguss
Formanlagen bedienen und Serien fahren.
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Fachrichtung Druck- und Kokillenguss
Automatisierte Verfahren mit hoher Stückzahl und enger Toleranz.
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Industriemeister Gießerei
Die Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Betriebsleitung.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Ein Gussteil erstarrt von außen nach innen, und die letzte flüssige Stelle zieht sich zusammen. Damit dort kein Loch entsteht, wird ein zusätzlicher Materialvorrat angegossen. Der Speiser. Er wird später abgetrennt und wieder eingeschmolzen.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Gießereimechaniker/in?
Du stellst Gussteile her: Formen und Kerne fertigen, Metall schmelzen und legieren, abgießen, Gussteile ausformen und putzen, Qualität prüfen, Anlagen bedienen.
Wie viel verdient man als Gießereimechaniker/in?
In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.175 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt, mit Schicht- und Hitzezulagen darüber.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre.
Wie heiß ist es in einer Gießerei?
An der Schmelze sehr heiß. Deshalb gehören Schutzkleidung, Pausenregelungen und arbeitsmedizinische Vorsorge fest zum Betrieb.
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