Fischwirt/in
Fische, Gewässer & Aquakultur
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ab 724 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Landwirtschaft, Natur & Tiere
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Fischbestände, Wasserqualität und Lebensräume kontrollieren
-
Fische füttern, sortieren, umsetzen und gesundheitlich beobachten
-
Teiche, Becken, Netze und technische Anlagen pflegen
-
Fanggeräte vorbereiten und Fänge fachgerecht behandeln
-
Fische verarbeiten, kühlen und vermarkten
-
Umwelt-, Tierwohl- und Sicherheitsregeln dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
In Aquakultur kontrollierst du Wasserwerte, Fütterung, Verhalten und Wachstum und pflegst Becken, Teiche oder Kreislaufanlagen. Bei der Binnenfischerei setzt und kontrollierst du Fanggeräte und bewirtschaftest Gewässer. In der Küstenfischerei bereitest du Boot, Netze und Sicherheitsausrüstung vor und arbeitest beim Fang auf See. Fänge werden sortiert, gekühlt, dokumentiert und je nach Betrieb direkt verarbeitet oder vermarktet.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Fischzucht- und Aquakulturbetrieben, Teichwirtschaft, Binnenfischerei, Küstenfischerei, Forschungs- oder Naturschutzbetrieben. Arbeitsorte sind Gewässer, Beckenanlagen, Boote, Verarbeitungsräume und Freigelände.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:30 Uhr
Wasserwerte messen: Sauerstoff, Temperatur, pH.
Sie entscheiden über den ganzen Tag.
-
7:30 Uhr
Füttern und Bestände beobachten.
Wie Fische fressen, sagt viel über ihre Gesundheit.
-
10:00 Uhr
Teichanlage kontrollieren: Zuläufe, Mönche, Dämme, Fraßschäden.
-
12:30 Uhr
Sortieren und Umsetzen, je nach Größe und Besatzplan.
-
14:30 Uhr
Technik warten: Belüfter, Pumpen, Filter.
-
16:00 Uhr
Dokumentation: Besatz, Futter, Verluste, Behandlungen.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Fischwirtschaft
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Geografie, Chemie.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Die Fachrichtungen unterscheiden sich stark bei Arbeitsort, Technik und Alltag. Für die Plattform sind eigene Child-Seiten sinnvoll.
– Aquakultur und Binnenfischerei
– Küstenfischerei und Kleine Hochseefischerei
- Fischarten, Lebensräume und Wasserqualität beurteilen
- Fische züchten, füttern und gesund erhalten
- Teiche, Becken, Kreislauf- und Versorgungstechnik betreiben
- Gewässer bewirtschaften und Fanggeräte einsetzen
- Boote, Netze und Sicherheitsausrüstung handhaben
- Fänge behandeln, verarbeiten und vermarkten
- eine der beiden Fachrichtungen vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
mind. 724 €
2. Ausbildungsjahr
mind. 854 €
3. Ausbildungsjahr
mind. 977 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder eigenem Betrieb
ca. 3.000–4.000 € brutto im Monat
Die Betriebe sind klein und selten tarifgebunden; belastbare Durchschnittswerte gibt es kaum. In Kreislaufanlagen und größeren Aquakulturbetrieben liegt der Verdienst höher. Frag im Bewerbungsgespräch konkret nach.
Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat
Tarifverträge und betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Draußen bei jedem Wetter, im Wasser und im Schlamm, oft in Wathose.
- Beim Abfischen sind es lange, nasse und kalte Tage.
- Der Beruf ist sehr klein: wenige Ausbildungsbetriebe, wenige Stellen, wenig Auswahl.
- Fischsterben durch Sauerstoffmangel oder Hitze passiert schnell und trifft hart.
Besser als sein Ruf
- Du arbeitest draußen, an Gewässern, mit Tieren und Technik zugleich.
- Aquakultur ist ein Wachstumsfeld, weil Wildbestände nicht mehr hergeben.
- Direktvermarktung macht kleine Betriebe wirtschaftlich, und der Markt dafür wächst.
- Wer den Abschluss hat, gehört zu einer sehr kleinen Gruppe von Fachleuten.
Passt zu dir, wenn …
- du Fische, Wasser und praktische Naturarbeit magst
- du draußen und zu saisonalen Zeiten arbeiten kannst
- du Tiergesundheit und Wasserwerte genau beobachtest
- du körperliche Arbeit und Technik nicht scheust
- Natur
- Körperliche Arbeit
- Arbeiten draußen
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Meister/in der Fischwirtschaft
Die Aufstiegsfortbildung des Berufs. Danach führst du einen Betrieb, bildest aus und verantwortest Bestände und Nachweise.
-
Kreislaufanlagen und Aquakultur
Fisch in geschlossenen Kreisläufen zu halten ist Verfahrenstechnik: Filter, Sauerstoff, Wasserwerte. Ein wachsendes Feld mit hohem Investitionsbedarf.
-
Gewässerbewirtschaftung und Fischereiaufsicht
Verbände, Kommunen und Behörden brauchen Leute, die Bestände beurteilen und Gewässer bewirtschaften.
-
Eigener Betrieb mit Direktvermarktung
Teichwirtschaften verkaufen zunehmend selbst: Räucherei, Hofladen, Gastronomie. Das hebt die Marge deutlich.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Der Sauerstoffgehalt im Teich fällt nachts am tiefsten, weil auch Pflanzen dann atmen statt Sauerstoff zu bilden. Deshalb wird früh gemessen und im Sommer nachts belüftet.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Fischwirt/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb meist zwischen rund 720 und 1.050 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich der grünen Berufe; belastbare Durchschnittswerte gibt es kaum, weil der Beruf sehr klein ist.
Welche Fachrichtungen gibt es bei Fischwirt/in?
Zwei: Aquakultur und Binnenfischerei sowie Seen- und Flussfischerei. Der Betrieb legt sie fest, und die Arbeitsplätze unterscheiden sich stark.
Was macht ein/e Fischwirt/in?
Du hältst und vermehrst Fische, bewirtschaftest Teiche und Gewässer, fütterst und sortierst, überwachst Wasserwerte, fängst ab, verarbeitest und vermarktest.
Ist der Beruf saisonal?
Sehr. Abfischen im Herbst, Besatz im Frühjahr, Laichzeit im Winter: Jede Jahreszeit hat ihre eigene Arbeit, und ausgleichen lässt sich das kaum.
Ähnliche Berufe
-
Landwirtschaft, Natur & Tiere
Tierwirt/in
-
Landwirtschaft, Natur & Tiere
Landwirt/in
-
Umwelttechnologe/-technologin für Wasserversorgung
Probier es einfach aus
Fünf Minuten, und du hast eine Richtung. Du kannst es so oft machen, wie du willst, und wir speichern nichts, was auf dich zurückführt.
Passenden Beruf findenIhr Unternehmen bildet Fischwirt/in aus?
Zeigen Sie sich hier den passenden Bewerbern aus Ihrer Region, kostenlos.