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Fachkraft für Wasserwirtschaft

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Du unterstützt Planung, Überwachung und Schutz von Gewässern, Wasser- und Abwasseranlagen sowie Hochwasser- und Küstenschutz. Du misst, nimmst Proben, arbeitest mit CAD und Geodaten und prüfst Bau- und Genehmigungsunterlagen.

Wasser, Planung & Umwelt

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.368 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Wasserstände, Durchfluss und Gelände vermessen

  • Wasser- und Bodenproben nehmen und Ergebnisse dokumentieren

  • Gewässer, Kanäle und wasserwirtschaftliche Anlagen zeichnen

  • Hochwasser-, Küsten- und Gewässerschutzmaßnahmen vorbereiten

  • Genehmigungs-, Ausschreibungs- und Kostenunterlagen bearbeiten

  • Baustellen und Anlagen auf Ausführung und Zustand kontrollieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Du fährst zu einem Gewässer oder einer Anlage, misst Wasserstand und Durchfluss und nimmst eine Probe. Im Büro überträgst du Daten in Fachsysteme, erstellst Pläne oder wertest Messreihen aus. Für ein Projekt unterstützt du die Planung von Rückhaltebecken, Kanälen oder Ufersicherung und bereitest Unterlagen vor. Bei einer Baustellenkontrolle vergleichst du Plan und Ausführung und dokumentierst Abweichungen.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Wasserwirtschafts-, Umwelt- und Tiefbauverwaltungen, Kommunen, Wasserverbänden, Ingenieurbüros oder Versorgungsunternehmen. Arbeitsorte sind Büro, Gewässer, Anlagen und Baustellen.

Ein Tag als Fachkraft für Wasserwirtschaft

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:00 Uhr

    Wetter- und Pegellage prüfen.

    Sie bestimmt, was heute möglich ist.

  2. 8:00 Uhr

    Gewässerschau: Ufer, Sohle, Bauwerke, Abflusshindernisse aufnehmen.

  3. 10:30 Uhr

    Bewuchs abschnittsweise entfernen, nur so viel wie nötig, der Rest bleibt für die Ökologie.

  4. 12:30 Uhr

    Pegel warten und Messwerte auslesen.

  5. 14:00 Uhr

    Probenahme und Übergabe ans Labor.

  6. 15:30 Uhr

    Dokumentation und Planung der nächsten Abschnitte.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in öffentlichem Dienst und Ingenieurwesen

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Mathematik, Geografie, Biologie.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Arbeitgeber und Region prägen Gewässer, Abwasser, Hochwasser, Küste oder Anlagenplanung.

  • Gewässer und wasserwirtschaftliche Anlagen erfassen
  • Vermessung, Probenahme und Messung durchführen
  • CAD, Geoinformation und Datenbanken nutzen
  • Wasser-, Abwasser- und Hochwasserschutz planen
  • Umwelt-, Wasser- und Genehmigungsrecht anwenden
  • Kosten, Ausschreibung und Vergabe vorbereiten
  • Bauausführung und Anlagenzustand kontrollieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.368,26 €

2. Ausbildungsjahr

1.418,20 €

3. Ausbildungsjahr

1.464,02 €

Nach der Ausbildung

Einstieg im öffentlichen Dienst

ca. 3.000–3.400 € brutto im Monat

Mit Meisterbrief oder Techniker

ca. 3.800–4.700 € brutto im Monat

Fast alle Arbeitgeber sind Länder, Kreise oder Wasserverbände, deshalb ist die Bezahlung tariflich geregelt und planbar. Bei Hochwasser fallen Zulagen und Bereitschaft an.

TVAöD-BT BBiG ab Mai 2026, brutto pro Monat

Private oder anders tarifgebundene Arbeitgeber können andere Beträge zahlen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Draußen bei jedem Wetter, im Gelände, oft im Wasser und im Schlamm.
  • Bei Hochwasser gibt es Einsätze, auch nachts.
  • Körperlich fordernd, und der Zugang zu Gewässerabschnitten ist selten bequem.
  • Der Beruf ist kaum bekannt und wird oft mit dem Wasserbauer verwechselt.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung gehört zu den höchsten in ganz Deutschland.
  • Der öffentliche Dienst bietet Tarif, Zusatzversorgung und sichere Stellen.
  • Renaturierung und Hochwasserschutz sind Felder mit Arbeit auf Jahrzehnte.
  • Du arbeitest an Natur und Technik zugleich und siehst über Jahre, wie sich ein Gewässer entwickelt.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Umwelt und technische Planung verbinden möchtest
  • du Messdaten, Karten und CAD genau bearbeitest
  • du draußen Proben nimmst und danach am Computer auswertest
  • du langfristige Infrastrukturprojekte interessant findest
  • Natur
  • Körperliche Arbeit
  • Arbeiten draußen

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Gewässerunterhaltung und Renaturierung

    Bäche zurückbauen, Durchgängigkeit herstellen, Auen entwickeln: ein Feld, das durch die Wasserrahmenrichtlinie auf Jahre Arbeit hat.

  • Messwesen und Gewässerkunde

    Pegel, Abflüsse, Grundwasserstände: Wer misst und auswertet, liefert die Zahlen, auf denen Hochwasserschutz und Planung beruhen.

  • Meister/in oder Techniker/in

    Beide Wege führen in Bauleitung, Betriebsführung und Planung bei Verbänden und Behörden.

  • Wasserwirtschaftsverwaltung

    Länder, Kreise und Verbände stellen fest ein, tarifgebunden und mit Zusatzversorgung.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Bei der Gewässerunterhaltung wird Bewuchs bewusst nur abschnittsweise entfernt. Ein Bach, der auf ganzer Länge freigeräumt wird, fließt schneller ab, und verschärft damit genau das Hochwasser, das er verhindern soll.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Fachkraft für Wasserwirtschaft?

In der Ausbildung liegt die Vergütung im öffentlichen Dienst bei rund 1.370 € im ersten Jahr und damit an der Spitze aller Ausbildungsberufe. Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt nach dem TVöD.

Was macht eine Fachkraft für Wasserwirtschaft?

Du unterhältst Gewässer und wasserwirtschaftliche Anlagen: Ufer und Sohle pflegen, Bauwerke prüfen und warten, Pegel und Messstellen betreuen, Proben nehmen und Anlagen bedienen.

Was ist der Unterschied zum Wasserbauer?

Der Wasserbauer baut und unterhält Bauwerke, oft an Wasserstraßen. Du arbeitest stärker an Gewässern selbst, mit Messwesen, Ökologie und Unterhaltung.

Arbeite ich draußen?

Überwiegend ja, bei jedem Wetter, im Gelände und am Wasser. Auswertung und Dokumentation kommen im Büro dazu.

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