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Fachkraft für Metalltechnik

Arbeitssituation im Beruf Fachkraft für Metalltechnik
Du bearbeitest Metall, fertigst Bauteile und montierst Baugruppen. Welche Aufgaben dominieren, hängt von einer der vier Fachrichtungen ab: Konstruktion, Montage, Umformung und Draht oder Zerspanung.

Metall, Fertigung & Montage

Dauer
2 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 724–1.373 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Metallwerkstoffe prüfen, messen und vorbereiten

  • Bauteile trennen, formen, bohren oder spanend bearbeiten

  • Maschinen und Werkzeuge einrichten und bedienen

  • Bauteile verbinden und Baugruppen montieren

  • Maße, Oberflächen und Funktionen prüfen

  • Arbeitsabläufe und Produktionsdaten dokumentieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Du erhältst Zeichnung, Material und Arbeitsauftrag und richtest deinen Arbeitsplatz ein. In der Konstruktionstechnik schneidest und verbindest du Profile und Bleche, in Montagetechnik setzt du Baugruppen zusammen. Umform- und Drahttechnik sowie Zerspanung arbeiten stärker an Produktionsmaschinen. Während der Fertigung misst du regelmäßig nach, korrigierst Einstellungen und kontrollierst das Ergebnis. Maschinen werden gereinigt und einfache Störungen gemeldet oder behoben.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Metallbau, Maschinenbau, Fahrzeugbau, Elektroindustrie, Draht- und Umformbetrieben oder Zerspanungsunternehmen. Arbeitsorte sind Werkstatt und Produktionshalle.

Ein Tag als Fachkraft für Metalltechnik

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:00 Uhr

    Schichtübergabe und Auftrag prüfen.

  2. 6:30 Uhr

    Teile anreißen, trennen und entgraten.

  3. 9:00 Uhr

    Baugruppen fügen: schrauben, nieten, heften.

  4. 11:30 Uhr

    Maschine bedienen, Stichproben messen.

  5. 13:30 Uhr

    Nacharbeiten und Oberflächen vorbereiten.

  6. 15:00 Uhr

    Teile prüfen, kennzeichnen und weitergeben.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Industrie

    2 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Fachrichtungen

    Die Fachrichtung verändert Arbeitsmittel und Tätigkeiten deutlich. Für die Berufsseiten sind später eigene Child-Profile sinnvoll.

    – Konstruktionstechnik

    – Montagetechnik

    – Umform- und Drahttechnik

    – Zerspanungstechnik

  • technische Unterlagen lesen und Werkstücke messen
  • Metalle manuell und maschinell bearbeiten
  • Maschinen einrichten und Fertigung überwachen
  • Bauteile verbinden und Baugruppen montieren
  • Qualität und Funktion prüfen
  • Arbeitssicherheit und Materialfluss beachten
  • eine der vier Fachrichtungen vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

724–1.373 €

2. Ausbildungsjahr

854–1.408 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.600–3.100 € brutto im Monat

Nach Aufbauausbildung oder mit Schichtzulagen

ca. 3.200–4.200 € brutto im Monat

Tarifgebundene Betriebe der Metall- und Elektroindustrie zahlen deutlich mehr als kleine Zulieferer.

Beispielhafte Gesamtspanne 2026, brutto pro Monat

Die große Spanne entsteht durch unterschiedliche Branchen, Tarifgebiete und nicht tarifgebundene Betriebe. Tarifgebundene Metall- und Elektroindustrie liegt meist deutlich über der gesetzlichen Untergrenze.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Zwei Jahre sind ein Grundberuf, kein Endpunkt.
  • Schichtbetrieb und Taktvorgaben sind üblich.
  • Lärm, Späne und Öl gehören zum Arbeitsplatz.
  • Ohne Aufbauausbildung bleibt der Verdienst unter dem der Vollberufe.

Besser als sein Ruf

  • Ein schneller Einstieg in die Metallindustrie mit anerkanntem Abschluss.
  • Der Weg ins dritte und vierte Jahr steht offen und wird oft angeboten.
  • Metallfachkräfte werden in jeder Region gesucht.
  • Schon in der Grundstufe verdient man in der Industrie ordentlich.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du praktisch mit Metall und Maschinen arbeiten möchtest
  • du bei Maßen und Arbeitsschritten genau bleibst
  • du einen anerkannten zweijährigen Einstieg suchst
  • du wiederkehrende Fertigung und Teamarbeit akzeptieren kannst
  • Handwerk
  • Körperliche Arbeit

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Drittes und viertes Ausbildungsjahr

    Der Beruf dauert zwei Jahre. Wer weitermacht, wird Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker oder Konstruktionsmechaniker.

  • Schweißnachweise

    Geprüfte Verfahren sind eine Qualifikation mit sofortiger Wirkung auf den Lohn.

  • Maschinen- und Anlagenführung

    Anlagen selbstständig zu fahren ist ein realistischer nächster Schritt.

  • Vorarbeiter

    Wer eine Gruppe führt, verteilt Aufgaben und verantwortet die Qualität.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Angerissen wird bis heute mit Reißnadel und Höhenreißer, obwohl Maschinen längst digital messen. Der Grund ist einfach: Wer ein Teil selbst anreißt, sieht sofort, ob die Zeichnung mit dem Rohteil überhaupt zusammenpasst.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht eine Fachkraft für Metalltechnik?

Du fertigst und montierst Metallteile: Werkstücke messen und anreißen, umformen, trennen, fügen, Maschinen bedienen, Baugruppen montieren, Qualität prüfen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Zwei Jahre. Sie ist als Grundstufe angelegt und lässt sich in einem dritten und vierten Jahr zu einem vollen Metallberuf ausbauen.

Wie viel verdient man als Fachkraft für Metalltechnik?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Branche bei rund 724 bis 1.373 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst etwas unter dem der dreieinhalbjährigen Metallberufe.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Konstruktionstechnik, Montagetechnik, Zerspanungstechnik und Umform- und Drahttechnik.

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