Elektroniker/in (Handwerk)
Elektrohandwerk, Gebäude & Systeme
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 900–930 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Elektro
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Kundenanforderungen aufnehmen und elektrische Systeme planen
-
Leitungen, Verteilungen, Geräte, Sensoren und Steuerungen installieren
-
Gebäude-, Energie-, Kommunikations- oder Automatisierungssysteme vernetzen
-
Software, Parameter und Funktionen einstellen
-
Messungen und Sicherheitsprüfungen durchführen
-
Störungen beheben, Anlagen warten und Kunden in die Bedienung einweisen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du startest im Betrieb oder direkt beim Kunden und prüfst Auftrag, Plan und Material. Dann verlegst du Leitungen, montierst Verteilungen, Sensoren oder Geräte und stellst Verbindungen her. Je nach Fachrichtung geht es um Gebäudeenergie, Beleuchtung, Sicherheit, Bussysteme oder Automatisierung. Nach der Montage misst und prüfst du die Anlage und konfigurierst Funktionen per Software. Bei einer Störung vergleichst du Schaltplan, Messwerte und Systemmeldungen. Zum Schluss dokumentierst du die Arbeit und erklärst dem Kunden die Bedienung.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Elektroinstallations-, Gebäude-, Energie-, Automatisierungs- oder Systemtechnikbetrieben. Arbeitsorte sind Werkstatt, Baustelle, Wohn- und Gewerbegebäude, technische Anlagen und Kundendienst.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
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7:00 Uhr
Material laden und zur Baustelle fahren.
Was du vergisst, holst du nicht nach.
-
8:00 Uhr
Rohinstallation im Neubau: Dosen setzen, Leitungen ziehen, Verteiler vorbereiten.
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11:00 Uhr
Kundendienst dazwischen: Ein Fehlerstromschutzschalter löst aus, und niemand weiß warum.
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13:30 Uhr
Photovoltaikanlage: Module anschließen, Wechselrichter setzen, Messkonzept prüfen.
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15:30 Uhr
Prüfen und Messen nach Vorschrift, Protokoll ausfüllen.
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16:30 Uhr
Baustelle aufräumen und den nächsten Tag vorbereiten.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung im Elektrohandwerk
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
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Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Handwerksbetriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Physik, Mathematik, Werken/Technik und Informatik helfen dir besonders.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Ein Praktikum, handwerkliches Geschick, Zuverlässigkeit und Freude an Fehlersuche können stärker zählen als einzelne Noten.
-
Fachrichtungen
Automatisierungs- und Systemtechnik konzentriert sich stärker auf programmierbare, vernetzte und automatisierte Systeme. Energie- und Gebäudetechnik vertieft Stromversorgung, Gebäudefunktionen, Sicherheit, Kommunikation und Energieeffizienz.
– Automatisierungs- und Systemtechnik
– Energie- und Gebäudetechnik
- elektrische Anlagen planen und Kunden beraten
- Leitungen, Geräte, Verteilungen und Netzwerke installieren
- Mess-, Schutz- und Sicherheitstechnik anwenden
- Steuerungen, Bussysteme und digitale Komponenten konfigurieren
- Energieeffizienz und erneuerbare Systeme berücksichtigen
- Fehler systematisch suchen und Anlagen instand setzen
- eine der beiden Fachrichtungen vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
ca. 900–930 €
2. Ausbildungsjahr
ca. 1.000–1.010 €
3. Ausbildungsjahr
ca. 1.100–1.155 €
4. Ausbildungsjahr
ca. 1.200–1.220 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder Spezialisierung
ca. 3.600–4.800 € brutto im Monat
Der Unterschied zwischen tarifgebundenem und nicht gebundenem Betrieb ist groß, und Photovoltaikbetriebe zahlen derzeit über dem Durchschnitt. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Montagezulagen.
Regionale Tarifbeispiele des Elektrohandwerks, brutto pro Monat
Die Beispiele stammen aus Niedersachsen und Hessen. Region, Innung und Betrieb bestimmen die genaue Vergütung.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Baustelle heißt Staub, Kälte und selten ein fertiger Untergrund.
- Du fährst viel, und die Fahrzeit ist nicht überall Arbeitszeit.
- Termindruck ist im Handwerk dauerhaft: Der nächste Kunde wartet schon.
- Arbeiten unter Spannung sind gefährlich, und Nachlässigkeit hat Folgen.
Besser als sein Ruf
- Elektrofachkräfte werden händeringend gesucht. Eine Stelle zu finden ist nie das Problem.
- Photovoltaik, Speicher und Ladetechnik sorgen für Auftragsbücher, die auf Jahre voll sind.
- Der Meisterbrief ist ein realistischer Weg in die Selbstständigkeit mit echtem Markt.
- Du siehst am Ende ein Haus, in dem das Licht angeht, weil du es angeschlossen hast.
Passt zu dir, wenn …
- du Handwerk, Elektrik und digitale Systeme verbinden möchtest
- du gerne Probleme suchst und nicht nur Bauteile austauschst
- du bei Kunden freundlich und verständlich auftreten kannst
- du Sicherheitsregeln und Messungen sehr genau nimmst
- Technik
- Handwerk
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in im Elektrotechniker-Handwerk
Das Handwerk ist meisterpflichtig. Mit dem Meisterbrief führst du einen Betrieb, bildest aus und darfst Anlagen abnehmen und eintragen lassen.
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Photovoltaik, Speicher und Wärmepumpen
Das Feld mit der größten Nachfrage. Wer Anlagen planen, montieren und anmelden kann, hat auf Jahre volle Auftragsbücher.
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Ladeinfrastruktur
Wallboxen und Ladeparks brauchen Anmeldung beim Netzbetreiber, Lastmanagement und Messkonzept. Eine eigene Spezialisierung.
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Gebäudeautomation und Smart Home
KNX und vergleichbare Systeme planen und programmieren. Wer das beherrscht, arbeitet an den hochwertigen Aufträgen.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Wer im Elektrohandwerk selbstständig arbeiten will, muss in das Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen sein. Ohne diesen Eintrag darf niemand Anlagen ans öffentliche Netz anschließen.
Unternehmen mit diesem Beruf
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Hans WEBER Maschinenfabrik GmbH
96317 Kronach
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Elektroniker/in im Handwerk?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Bundesland und Tarifbindung meist zwischen rund 900 und 1.100 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg unter dem in der Industrie, mit dem Meisterbrief steigt er deutlich.
Welche Fachrichtungen gibt es bei Elektroniker/in im Handwerk?
Drei: Energie- und Gebäudetechnik, Automatisierungs- und Systemtechnik sowie Informations- und Telekommunikationstechnik. Der Betrieb legt sie mit dem Vertrag fest.
Was ist der Unterschied zur Industrie?
Im Handwerk arbeitest du beim Kunden, in Gebäuden und auf Baustellen, mit wechselnden Orten und direktem Kundenkontakt. In der Industrie bleibst du im Werk.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
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