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Elektroanlagenmonteur/in

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Du montierst elektrische Anlagen für Energieversorgung, Steuerung, Signale oder Beleuchtung. Dafür verlegst du Kabel und Trassen, baust Schaltgeräte ein und prüfst die Anlage vor der Inbetriebnahme. Viele Einsätze finden direkt auf Baustellen oder beim Kunden statt.

Elektrotechnik, Anlagen & Montage

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.304–1.373 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Berufsfeld
Elektro
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Montagepläne und technische Unterlagen auswerten

  • Kabelwege, Tragsysteme und mechanische Anlagenteile montieren

  • Kabel und Leitungen verlegen, vorbereiten und anschließen

  • Schalt-, Steuer-, Signal- und Beleuchtungseinrichtungen einbauen

  • elektrische Größen messen und Schutzfunktionen prüfen

  • Anlagen in Betrieb nehmen, Störungen eingrenzen und Arbeiten dokumentieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Auf der Baustelle prüfst du Plan, Material und Sicherheitsmaßnahmen. Du montierst Kabeltrassen oder Schaltschränke, ziehst Leitungen ein und bereitest Anschlüsse vor. Danach werden Geräte, Sensoren, Leuchten oder Steuerungsteile angeschlossen. Vor der Übergabe misst du Schutzleiter, Isolation und weitere elektrische Werte. Bei Abweichungen vergleichst du Messung und Plan und suchst den Fehler. Je nach Betrieb bist du für mehrere Tage an wechselnden Montageorten eingesetzt.

Wo du arbeitest

Du arbeitest bei Energieversorgern, Elektroanlagenbauern, Verkehrsbetrieben, Maschinen- und Anlagenbauern oder Herstellern elektrischer Ausrüstung. Arbeitsorte sind Werkstätten, Industrieanlagen, Baustellen und Montageorte im In- und teilweise Ausland.

Ein Tag als Elektroanlagenmonteur/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:30 Uhr

    Material laden und zur Trasse fahren.

    Werkzeug und Ersatzteile müssen vollständig sein.

  2. 7:30 Uhr

    Kabelgraben und Kabelzug.

    Schwere Arbeit mit Maschine und Muskelkraft.

  3. 10:00 Uhr

    Muffe setzen.

    Sauber, trocken und exakt, sonst hält die Verbindung keine Jahrzehnte.

  4. 13:00 Uhr

    Schaltanlage aufstellen und ausrichten.

  5. 15:00 Uhr

    Messen und Prüfen: Isolation, Schutzleiter, Durchgang.

    Protokoll ausfüllen.

  6. 16:30 Uhr

    Baustelle sichern und Werkzeug verladen.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Industrie und Handel

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Physik, Mathematik und Werken/Technik helfen dir bei Strom, Schaltplänen und Montage.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Technisches Interesse, handwerkliches Geschick, Verantwortungsbewusstsein und Bereitschaft zu Montageeinsätzen sind ebenfalls wichtig.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der Betrieb prägt, ob du stärker an Energieanlagen, Schalt- und Steuertechnik, Verkehrstechnik, Beleuchtung oder industriellen Montagen arbeitest.

  • Montageaufträge, Pläne und technische Unterlagen vorbereiten
  • mechanische Bauteile, Kabelwege und Schaltgeräte montieren
  • Leitungen verlegen, bearbeiten und elektrisch anschließen
  • Energieversorgungs-, Steuerungs-, Signal- und Beleuchtungsanlagen aufbauen
  • Messungen, Sicherheits- und Funktionsprüfungen durchführen
  • Anlagen in Betrieb nehmen und Störungen beheben
  • Montage, Prüfung und Übergabe dokumentieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

ca. 1.304–1.373 €

2. Ausbildungsjahr

ca. 1.378–1.408 €

3. Ausbildungsjahr

ca. 1.443–1.489 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat

Im Leitungsbau oder auf Montage

ca. 3.500–4.500 € brutto im Monat mit Zulagen

Montagezulagen und Auslösen machen in diesem Beruf einen erheblichen Teil aus. Netzbetreiber zahlen nach Tarif mit Zusatzversorgung. Frag im Bewerbungsgespräch nach Montageanteil und Zulagenregelung.

Regionale Tarifbeispiele der Metall- und Elektroindustrie ab 01.04.2026, brutto pro Monat

Die Werte zeigen Beispiele aus Baden-Württemberg und Nordwest-Niedersachsen. Tarifgebiet und Betrieb bestimmen die genaue Vergütung.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Draußen bei jedem Wetter, das ganze Jahr über.
  • Körperlich schwer: Kabel, Trommeln, Schaltanlagen. Das ist keine Werkstattarbeit.
  • Montageeinsätze bedeuten Wochen außer Haus.
  • Arbeiten in der Nähe spannungsführender Anlagen verlangen Disziplin, jeden Tag.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung gehört zu den höchsten überhaupt, und Zulagen erhöhen das Einkommen deutlich.
  • Netzausbau und Energiewende sorgen für Arbeit auf Jahrzehnte.
  • Netzbetreiber und Stadtwerke sind sichere, tarifgebundene Arbeitgeber.
  • Der Aufstieg zum Elektroniker ist mit einem halben Jahr erreichbar.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Elektrotechnik und praktische Montage verbinden möchtest
  • du gerne an wechselnden Orten und im Team arbeitest
  • du Pläne räumlich umsetzen und sehr genau prüfen kannst
  • du Sicherheitsregeln ohne Abkürzungen einhältst
  • Technik
  • Handwerk
  • Körperliche Arbeit

Nicht sicher?

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Aufstieg zum Elektroniker

    Die dreijährige Ausbildung lässt sich um ein halbes Jahr zum Elektroniker erweitern. Der übliche nächste Schritt, wenn du mehr Verantwortung willst.

  • Freileitungs- und Kabelbau

    Netzbetreiber und Bauunternehmen suchen Leute für Leitungsbau und Kabelmontage. Draußen, körperlich, gut bezahlt.

  • Montage im Anlagenbau

    Industrieanlagen und Umspannwerke werden von Montagetrupps aufgebaut. Reisetätigkeit gegen Auslösen und Zulagen.

  • Feste Stelle beim Netzbetreiber

    Stadtwerke und Netzgesellschaften stellen unbefristet ein, tarifgebunden und mit Zusatzversorgung.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Eine Kabelmuffe verbindet zwei Hochspannungskabel und muss Jahrzehnte dicht bleiben. Sie wird von Hand aufgebaut, und schon Schmutz oder Feuchtigkeit beim Setzen kann Jahre später zum Ausfall führen.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Elektroanlagenmonteur/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben zwischen rund 1.300 und 1.370 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg über dem Durchschnitt, mit Montagezulagen deutlich darüber.

Was macht ein/e Elektroanlagenmonteur/in?

Du baust elektrische Anlagen auf: Leitungen verlegen, Kabel montieren und muffen, Schaltanlagen aufstellen, Verteiler setzen, prüfen und in Betrieb nehmen.

Was ist der Unterschied zum Elektroniker?

Der Elektroniker plant, misst und nimmt eigenverantwortlich in Betrieb. Du bist auf Montage und Errichtung ausgerichtet, mit einem halben Jahr kürzerer Ausbildung.

Arbeite ich draußen?

Überwiegend ja. Baustellen, Trassen und Umspannwerke liegen im Freien, und gearbeitet wird bei jedem Wetter.

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