Elektroniker/in für Betriebstechnik
Industrie, Energie & Instandhaltung
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.304–1.373 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Elektro
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Energieverteilungs-, Schalt- und Steueranlagen installieren
-
Motoren, Antriebe, Maschinen und elektrische Betriebsmittel anschließen
-
Steuerungen konfigurieren und einzelne Funktionen programmieren
-
Schutz-, Sicherheits- und Funktionsprüfungen durchführen
-
Anlagen warten, freischalten und Störungen systematisch beheben
-
Arbeiten, Messwerte, Freigaben und Änderungen dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du übernimmst einen Wartungsauftrag oder prüfst eine neue Anlage. Vor jeder Arbeit klärst du den Zustand, schaltest den Bereich nach Vorschrift frei und sicherst ihn. Danach montierst oder tauschst du elektrische Bauteile, Leitungen, Motoren oder Schaltgeräte. Bei einer Störung prüfst du Anzeigen, Schaltplan und Messwerte und grenzt die Ursache Schritt für Schritt ein. Nach Reparatur oder Umbau testest du Schutz und Funktion und gibst die Anlage erst dann wieder für die Produktion frei.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Industrieunternehmen, Energieversorgung, Maschinen- und Anlagenbau, Verkehr, Wasserwirtschaft oder technischen Instandhaltungsbetrieben. Arbeitsorte sind Produktionshallen, Schaltanlagen, Werkstätten, Netzanlagen und technische Räume.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Schichtübernahme.
Welche Störungen sind offen, welche Anlage läuft nicht rund.
-
7:00 Uhr
Störungssuche an einer Fertigungslinie.
Messen, Pläne lesen, eingrenzen.
-
9:30 Uhr
Antrieb tauschen und neu parametrieren.
Danach Probelauf.
-
12:00 Uhr
Vorbeugende Wartung nach Plan: Schaltschränke prüfen, Klemmen nachziehen, dokumentieren.
-
14:00 Uhr
Umbau einer Steuerung.
SPS-Programm anpassen und im Testbetrieb prüfen.
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15:30 Uhr
Übergabe an die Spätschicht.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Industrie
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Industriebetriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Physik, Mathematik, Werken/Technik und Informatik helfen dir besonders.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Technisches Praktikum, Sicherheitsbewusstsein, logische Fehlersuche und zuverlässige Teamarbeit sind ebenso wichtig.
-
Einsatzgebiete
Das Einsatzgebiet bestimmt, an welchen Anlagen du besonders viel Praxis sammelst. Der gemeinsame Berufsabschluss bleibt Elektroniker/in für Betriebstechnik.
– Betriebsanlagen und Betriebsausrüstungen
– Elektrotechnische Ausrüstungen
– Energieverteilungsanlagen und -netze
– Gebäudeinstallationen und -netze
– Produktions- und verfahrenstechnische Anlagen
– Schalt- und Steueranlagen
- Energieverteilungs-, Produktions- und Gebäudeanlagen installieren
- Schalt-, Steuer- und Antriebstechnik montieren und prüfen
- Steuerungen konfigurieren, programmieren und in Betrieb nehmen
- elektrische Schutzmaßnahmen und sichere Freischaltung anwenden
- Anlagen warten, inspizieren und Störungen diagnostizieren
- Netzwerke, digitale Diagnose und IT-Sicherheit berücksichtigen
- in einem betrieblichen Einsatzgebiet praktische Erfahrung vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
ca. 1.304–1.373 €
2. Ausbildungsjahr
ca. 1.378–1.408 €
3. Ausbildungsjahr
ca. 1.443–1.489 €
4. Ausbildungsjahr
ca. 1.478–1.563 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.200–3.800 € brutto im Monat
Mit Industriemeister oder Techniker
ca. 4.200–5.500 € brutto im Monat
Die Metall- und Elektroindustrie zahlt nach Flächentarif, und das ist der Grund für die hohen Werte. Schichtzulagen und Rufbereitschaft kommen dazu. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Schichtmodell.
Regionale Tarifbeispiele der Metall- und Elektroindustrie ab 01.04.2026, brutto pro Monat
Die Werte zeigen Beispiele aus Baden-Württemberg und Nordwest-Niedersachsen. Andere Branchen und Tarifgebiete können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Schichtbetrieb und Rufbereitschaft greifen in den privaten Kalender ein.
- Bei einem Anlagenstillstand steht die Produktion, und alle schauen auf dich.
- Arbeit unter Spannung ist gefährlich, deshalb sind die Regeln streng und die Kontrolle eng.
- Ein Teil der Arbeit ist Routine: Wartung, Prüfung, Dokumentation.
Besser als sein Ruf
- Die Ausbildungsvergütung gehört zu den höchsten überhaupt, und der Einstieg danach ebenso.
- Der Beruf ist gesucht. Elektrofachkräfte finden Industriebetriebe seit Jahren zu wenige.
- Du arbeitest an Anlagen, die es sonst nirgends gibt, mit Technik auf hohem Stand.
- Meister- und Technikerwege sind gut ausgebaut und werden von Betrieben unterstützt.
Passt zu dir, wenn …
- du Elektrotechnik und große industrielle Anlagen magst
- du bei Störungen ruhig und systematisch vorgehst
- du Sicherheitsregeln und Freigaben sehr genau einhältst
- du mit Produktion, Mechanik und Instandhaltung im Team arbeiten kannst
- Technik
- Mathematik
- Maschinen
- Analytisches Denken
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Industriemeister/in Elektrotechnik
Die klassische Aufstiegsfortbildung. Danach führst du eine Schicht oder einen Instandhaltungsbereich und trägst Verantwortung für Anlagen und Personal.
-
Techniker/in für Elektrotechnik
Zwei Jahre Fachschule in Vollzeit, vier berufsbegleitend. Danach arbeitest du in Planung, Projektierung und Inbetriebnahme.
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Automatisierung und Steuerungstechnik
Speicherprogrammierbare Steuerungen, Antriebe, Bussysteme: Wer sie beherrscht, wird in jedem Werk gebraucht und arbeitet an den anspruchsvollen Störungen.
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Elektrofachkraft für festgelegte Aufgaben und Schaltberechtigung
Wer an Mittelspannungsanlagen schalten darf, braucht eine eigene Berechtigung. Sie ist ein klarer Karriereschritt und wird zusätzlich vergütet.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Wer an Mittelspannungsanlagen schalten will, braucht dafür eine eigene, schriftlich erteilte Schaltberechtigung. Sie hängt an der Person, nicht am Beruf, und wird regelmäßig aufgefrischt.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Elektroniker/in für Betriebstechnik?
In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Industriebetrieben zwischen rund 1.300 und 1.370 € im ersten Jahr und damit an der Spitze aller Ausbildungsberufe. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg deutlich über dem Durchschnitt.
Was ist der Unterschied zwischen Elektroniker/in für Betriebstechnik und Elektroniker/in im Handwerk?
Die Betriebstechnik ist ein Industrieberuf: Du hältst die Anlagen eines Werks in Betrieb. Der Handwerksberuf arbeitet bei Kunden, in Gebäuden und auf Baustellen.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Arbeite ich im Schichtbetrieb?
In vielen Werken ja. Wo Anlagen durchlaufen, gibt es Instandhaltung in Schichten oder Rufbereitschaft, und beides wird vergütet.
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