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Büchsenmacher/in

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Du fertigst, wartest und reparierst Sport-, Jagd- und Sammlerwaffen sowie zugehörige Bauteile. Dabei arbeitest du sehr präzise mit Metall, Holz und Kunststoff und prüfst die sichere Funktion. Waffenrecht, Aufbewahrung und Dokumentation gehören fest zum Beruf.

Metall, Präzision & reguliertes Handwerk

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ab 724 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • technische Unterlagen lesen und Arbeitsaufträge planen

  • Bauteile aus Metall, Holz und Kunststoff präzise herstellen und bearbeiten

  • Baugruppen montieren, einstellen und auf sichere Funktion prüfen

  • Sport-, Jagd- und historische Sammlerstücke warten, reparieren und restaurieren

  • optische und weitere zulässige Zubehörteile fachgerecht montieren

  • Kunden beraten und waffen-, beschuss- und sicherheitsrechtliche Vorgaben einhalten

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Du prüfst einen Auftrag, zerlegst das betreffende System nur so weit wie nötig und kontrollierst Bauteile auf Verschleiß oder Schäden. Danach fertigst oder bearbeitest du zulässige Ersatzteile, passt Verbindungen an und montierst alles wieder. Jeder Arbeitsschritt wird gemessen und kontrolliert. Bei historischen Stücken geht es stärker um Erhalt und Restaurierung, bei Sport- oder Jagdwaffen um Wartung, Reparatur und sichere Funktion. Auftragsannahme, Dokumentation, gesetzlich geregelte Aufbewahrung und Zusammenarbeit mit Beschussstellen gehören ebenfalls dazu.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Büchsenmacherwerkstätten, spezialisierten Herstellungsbetrieben oder im Waffenfachhandel. Der Hauptarbeitsplatz ist die gesicherte Werkstatt; Prüfungen finden ausschließlich in dafür vorgesehenen und zugelassenen Bereichen statt.

Ein Tag als Büchsenmacher/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:00 Uhr

    Waffe zur Reparatur annehmen, Zustand aufnehmen und dokumentieren.

  2. 9:00 Uhr

    Mechanik zerlegen, Verschleißteile prüfen.

  3. 11:00 Uhr

    Abzug einstellen und Widerstand messen.

  4. 13:00 Uhr

    Schaft anpassen: Länge, Schränkung, Schaftkappe.

  5. 15:00 Uhr

    Metallteile brünieren und Oberfläche behandeln.

  6. 16:30 Uhr

    Funktionsprüfung und Eintrag in die Bücher.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung im Büchsenmacher-Handwerk

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Ausbildungsbetriebe achten auf einen mittleren Abschluss. Werken/Technik, Physik und Mathematik helfen dir bei Mechanik, Werkstoffen und präzisen Maßen.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe prüfen besonders Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, handwerkliche Eignung und einen sicheren Umgang mit gesetzlichen Regeln.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Je nach Betrieb liegt der Schwerpunkt auf Neubau, Reparatur, Sport- und Jagdwaffen, Restaurierung historischer Stücke oder Fachhandel.

  • technische Zeichnungen und Arbeitsunterlagen anwenden
  • Metall, Holz und Kunststoff manuell und maschinell bearbeiten
  • Bauteile und Baugruppen fertigen, montieren und einstellen
  • Oberflächen bearbeiten und Werkstücke gegen Korrosion schützen
  • Sport-, Jagd- und historische Waffen warten und restaurieren
  • Funktion und Sicherheit mit geeigneten Prüfmitteln kontrollieren
  • Waffen-, Beschuss-, Aufbewahrungs- und weitere Rechtsvorschriften anwenden
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

mind. 724 €

2. Ausbildungsjahr

mind. 854 €

3. Ausbildungsjahr

mind. 977 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.300–2.800 € brutto im Monat

Mit Meisterbrief oder eigenem Betrieb

ca. 3.000–4.200 € brutto im Monat

Betriebe verbinden meist Werkstatt und Fachhandel; das Geschäft trägt beides zusammen.

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat

Tarifgebundene Industrie- oder Metallbetriebe können deutlich höhere Vergütungen zahlen. Das konkrete Ausbildungsangebot ist deshalb entscheidend.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Rechtliche Anforderungen und Dokumentationspflichten sind streng.
  • Sehr feine Arbeit an Mechanik und Holz.
  • Sehr wenige Ausbildungsplätze in Deutschland.
  • Der Umgang mit Waffen wird gesellschaftlich unterschiedlich gesehen.

Besser als sein Ruf

  • Ein außergewöhnliches Handwerk, das Metall, Holz und Mechanik verbindet.
  • Sehr treue Kundschaft aus Jagd und Schießsport.
  • Der Meisterbrief öffnet einen Betrieb mit Werkstatt und Handel.
  • Extrem seltener Abschluss mit guten Chancen.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du sehr genaues Metall- und Holzhandwerk magst
  • du technische Mechanik wirklich verstehen möchtest
  • du mit Verantwortung, Sicherheitsregeln und Dokumentation zuverlässig umgehst
  • du für einen seltenen Ausbildungsplatz auch überregional suchen würdest
  • Handwerk
  • Genauigkeit
  • Räumliches Denken

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in im Büchsenmacherhandwerk

    Der Meisterbrief führt zum eigenen Betrieb mit Handel, Reparatur und Anfertigung.

  • Schäftung und Gravur

    Schäfte anzupassen und Waffen zu gravieren ist Kunsthandwerk mit hohem Wert.

  • Sportwaffen und Präzision

    Läufe einpassen und Waffen für den Schießsport optimieren.

  • Behörden und Prüfwesen

    Auch Beschussämter und Behörden beschäftigen ausgebildete Büchsenmacher.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Jede Waffe in Deutschland muss vor dem Verkauf beschossen werden: Ein Beschussamt prüft sie mit deutlich überhöhtem Druck und schlägt einen Stempel ein. Ohne dieses Zeichen darf sie nicht in den Handel. Eine Regel, die seit Jahrhunderten gilt.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Büchsenmacher/in?

Du fertigst, reparierst und passt Jagd- und Sportwaffen an: Metallteile bearbeiten, Läufe einpassen, Schäfte anfertigen und anpassen, Mechanik einstellen, Waffen prüfen und beraten.

Wie viel verdient man als Büchsenmacher/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei mindestens rund 724 € im ersten Jahr, je nach Betrieb auch darüber. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Feinhandwerke, mit eigenem Betrieb darüber.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Büchsenmacher?

Drei Jahre.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Neben der Ausbildung gelten die Anforderungen des Waffenrechts, unter anderem zur Zuverlässigkeit. Der Betrieb erklärt im Bewerbungsgespräch, was das konkret bedeutet.

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