Chemielaborjungwerker/in
Chemie, Labor & Assistenz
- Dauer
- 2 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.147–1.204 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Chemie, Pharma & Labor
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Chemikalien und Laborgeräte für Arbeitsaufträge vorbereiten
-
Stoffe abwiegen und einfache Lösungen oder Mischungen herstellen
-
Proben filtrieren, trennen, trocknen und für Untersuchungen vorbereiten
-
grundlegende chemische und physikalische Messungen durchführen
-
Geräte reinigen, pflegen und den Laborarbeitsplatz sicher halten
-
Messwerte und Arbeitsschritte nachvollziehbar dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du erhältst einen klaren Laborauftrag und prüfst zuerst Materialien, Geräte und Sicherheitsregeln. Danach beschriftest du Gefäße, wiegst Stoffe ab und bereitest eine Probe oder Lösung vor. Je nach Aufgabe filtrierst, erhitzt, kühlst oder trennst du Stoffgemische mit geeigneten Laborgeräten. Anschließend misst du zum Beispiel Dichte, Temperatur oder andere vorgegebene Werte und trägst die Ergebnisse in ein Protokoll oder digitales System ein. Zum Abschluss reinigst du Geräte und Arbeitsplatz und meldest Auffälligkeiten an die zuständige Laborfachkraft.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Laboren der Chemie-, Pharma-, Kunststoff-, Lack- oder Lebensmittelindustrie sowie in Untersuchungs- und Betriebslaboren. Der Arbeitsplatz liegt fast immer im Labor.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:30 Uhr
Proben annehmen, kennzeichnen und den Prüfaufträgen zuordnen.
-
8:30 Uhr
Probenvorbereitung: einwiegen, lösen, filtrieren, verdünnen.
-
10:30 Uhr
Standardanalyse nach Arbeitsanweisung durchführen und Werte eintragen.
-
13:00 Uhr
Geräte kontrollieren, Standards messen, Abweichungen melden.
-
14:30 Uhr
Lösungen ansetzen und beschriften.
Falsch beschriftet ist gefährlich.
-
16:00 Uhr
Glasgeräte reinigen, Abfälle trennen, Labor aufräumen.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in der chemischen Industrie
2 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Chemie, Mathematik und Physik helfen dir bei Stoffen, Mengen und Messungen. Viele Betriebe achten außerdem auf einen sicheren Umgang mit schriftlichen Arbeitsanweisungen.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Sorgfalt, Zuverlässigkeit und ein Laborpraktikum können für den Ausbildungsbetrieb besonders wichtig sein.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Laborbereich des Betriebs bestimmt, welche Proben, Stoffe und Prüfverfahren besonders häufig vorkommen.
- Laborarbeitsplätze vorbereiten und Sicherheitsregeln anwenden
- Chemikalien kennzeichnen, lagern und sicher handhaben
- Stoffe abwiegen und einfache Lösungen herstellen
- Filtrieren, Trennen, Trocknen und weitere Grundverfahren durchführen
- einfache chemische und physikalische Prüfungen ausführen
- Laborgeräte reinigen, pflegen und auf Funktion kontrollieren
- Messwerte, Proben und Arbeitsabläufe dokumentieren
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
ca. 1.147–1.204 €
2. Ausbildungsjahr
ca. 1.222–1.315 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.900–3.300 € brutto im Monat
Nach Aufstieg zum Chemielaboranten
ca. 3.300–3.900 € brutto im Monat
Die Chemieindustrie zahlt nach Flächentarif, deshalb liegt schon der Einstieg über dem vieler Berufe. Frag im Bewerbungsgespräch, ob der Betrieb den Aufstieg anbietet.
Tarifliche Spannweiten der chemischen Industrie 2026, brutto pro Monat
Die Werte unterscheiden sich nach Tarifgebiet. Nicht tarifgebundene Betriebe können andere Beträge zahlen; die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung bleibt die Untergrenze.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Ein großer Teil der Arbeit ist Zuarbeit und Wiederholung.
- Zwei Jahre heißen: ein Abschluss, der weniger Verantwortung trägt.
- Gefahrstoffe verlangen jeden Tag Sorgfalt, auch bei Routinearbeiten.
- Wer nur diesen Abschluss macht, bleibt in der Rolle. Der Aufstieg ist der eigentliche Weg.
Besser als sein Ruf
- Der Einstieg ist niedrigschwellig und führt in eine Branche, die nach Tarif zahlt.
- Der Aufstieg zum Chemielaboranten ist vorgesehen und wird meist vom Betrieb bezahlt.
- Schon die Ausbildungsvergütung liegt über dem Durchschnitt vieler dreijähriger Berufe.
- Du lernst ein Labor von Grund auf kennen, und das merkt man später.
Passt zu dir, wenn …
- du praktische Laborarbeit magst und klare Abläufe zuverlässig einhältst
- du sehr sorgfältig mit Proben, Mengen und Beschriftungen arbeitest
- du Chemie interessant findest, aber zunächst einen zweijährigen Einstieg suchst
- du Schutzregeln ernst nimmst und gut im Team arbeitest
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Aufstieg zum Chemielaboranten
Der vorgesehene nächste Schritt. Die zweijährige Ausbildung wird angerechnet, und du steigst in die dreieinhalbjährige Laborantenausbildung ein.
-
Feste Stelle in der Routineanalytik
Labore brauchen Leute, die Proben sicher vorbereiten und Standardanalysen zuverlässig fahren.
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Probenmanagement
In großen Laboren ist die Probenlogistik ein eigener Bereich: annehmen, kennzeichnen, verteilen, archivieren.
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Geräteverantwortung
Wer ein Analysengerät wartet und kalibriert, hat eine Rolle, die über das Zuarbeiten hinausgeht.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Der Beruf ist einer der wenigen, für die ausdrücklich kein Schulabschluss vorausgesetzt wird. Er wurde als Einstieg in die Chemieindustrie geschaffen, mit dem Laborantenabschluss als vorgesehenem nächsten Schritt.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Chemielaborjungwerker/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben zwischen rund 1.150 und 1.200 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg unter dem des Chemielaboranten, mit dem Aufstieg steigt er deutlich.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Chemielaborjungwerker/in?
Zwei Jahre. Sie ist so angelegt, dass die Chemielaborantenausbildung darauf aufbauen kann.
Was ist der Unterschied zum Chemielaboranten?
Du bereitest vor, führst Standardanalysen durch und arbeitest zu. Der Laborant plant Versuche, wählt Methoden und beurteilt Ergebnisse eigenverantwortlich.
Brauche ich einen bestimmten Schulabschluss?
Vorgeschrieben ist keiner. Der Beruf ist ausdrücklich als Einstieg gedacht, auch für Bewerber, denen ein direkter Start als Laborant zu viel wäre.
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