Präzisionswerkzeugmechaniker/in
Werkzeuge, Schleifen & Präzisionsmetall
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.050–1.270 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Metall & Maschinenbau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Werkzeugzeichnungen und Verschleißbilder prüfen
-
Werkzeugrohlinge vorbereiten und bearbeiten
-
CNC-Schleifmaschinen einrichten und programmieren
-
Schneiden, Flächen und Profile präzise schleifen
-
Werkzeuge beschichten, montieren und nachschärfen
-
Geometrie, Härte, Rundlauf und Oberfläche messen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Werkzeugzeichnungen und Verschleißbilder prüfen; Werkzeugrohlinge vorbereiten und bearbeiten; CNC-Schleifmaschinen einrichten und programmieren. Später kommen hinzu: Schneiden, Flächen und Profile präzise schleifen; Werkzeuge beschichten, montieren und nachschärfen; Geometrie, Härte, Rundlauf und Oberfläche messen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Präzisionswerkzeugschleifereien, Werkzeugherstellern, Maschinenbau, Sägewerken und Instandhaltungsbetrieben.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Auftrag prüfen: Geometrie, Werkstoff, Beschichtung.
-
6:30 Uhr
Schleifmaschine rüsten und Programm laden.
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8:30 Uhr
Schneiden schleifen, Winkel im Zehntelgradbereich einhalten.
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11:00 Uhr
Werkzeug am Messgerät prüfen, Korrekturen eingeben.
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13:30 Uhr
Beschichtungsanlage bestücken und Charge starten.
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15:00 Uhr
Standzeitversuch auswerten und Geometrie anpassen.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung im Präzisionswerkzeugmechaniker-Handwerk
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
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Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Informatik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Zerspanwerkzeuge konzentrieren sich auf Fräser, Bohrer und Drehwerkzeuge, Schneidwerkzeuge auf Messer, Sägen und verwandte Werkzeuge. Zusatzqualifikationen können die Ausbildung ergänzen.
– Zerspanwerkzeuge
– Schneidwerkzeuge
- Werkzeuggeometrien und Schneidstoffe verstehen
- konventionell und CNC-gesteuert schleifen
- Mess- und Prüftechnik anwenden
- Werkzeuge härten, beschichten und montieren
- Programme und Maschinenparameter optimieren
- Verschleiß und Fehler analysieren
- eine Fachrichtung und Zusatzqualifikationen vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.050–1.270 €
2. Ausbildungsjahr
1.100–1.330 €
3. Ausbildungsjahr
1.180–1.410 €
4. Ausbildungsjahr
1.240–1.480 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat
Mit Schicht oder Spezialisierung
ca. 3.600–4.700 € brutto im Monat
Werkzeughersteller sind meist tarifgebunden und zahlen Schichtzulagen.
Branchenorientierung Präzisionswerkzeug- und Metallbereich 2026, brutto pro Monat
Handwerks- und Industriebetriebe sowie Tarifgebiete unterscheiden sich deutlich.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Höchste Genauigkeit über die ganze Schicht.
- Schleifstaub, Kühlmittel und Lärm gehören dazu.
- Schichtbetrieb ist in Werkzeugfertigungen üblich.
- Ein falscher Winkel macht ein Werkzeug unbrauchbar.
Besser als sein Ruf
- Ohne gute Werkzeuge steht jede Zerspanung. Der Beruf ist unverzichtbar.
- Gute Bezahlung mit Zulagen in tarifgebundener Industrie.
- Hochtechnisierte Arbeitsplätze mit modernster Messtechnik.
- Wenig bekannt und deshalb mit sehr guten Übernahmechancen.
Passt zu dir, wenn …
- du sehr genaue Metallarbeit und CNC-Technik magst
- du kleinste Winkel und Schneiden kontrollierst
- du Verschleiß systematisch analysierst
- du konzentriert an Einzelwerkzeugen und Serien arbeitest
- Handwerk
- Mathematik
- Maschinen
- Genauigkeit
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Fachrichtung Zerspanwerkzeuge
Bohrer, Fräser und Wendeschneidplatten fertigen und schärfen.
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Fachrichtung Schneidwerkzeuge
Industriemesser und Klingen für Verpackung, Papier und Lebensmittel.
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Beschichtungstechnik
Hartstoffschichten verlängern Standzeiten erheblich. Ein technisches Spezialgebiet.
-
Industriemeister Metall
Die Aufstiegsfortbildung führt in Fertigungs- und Schichtleitung.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Ein beschichteter Fräser hält ein Vielfaches länger als ein blanker: Die wenige Mikrometer dünne Hartstoffschicht senkt Reibung und Temperatur an der Schneide. Nachgeschliffen wird deshalb immer inklusive neuer Beschichtung, sonst wäre das Werkzeug nach dem Schärfen schlechter als vorher.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Präzisionswerkzeugmechaniker/in?
Du fertigst und schärfst Werkzeuge: Rohlinge zerspanen, Schneidgeometrien schleifen, Werkzeuge messen und beschichten, Standzeiten prüfen, Maschinen einrichten und programmieren.
Wie viel verdient man als Präzisionswerkzeugmechaniker/in?
In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.050 bis 1.270 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt über dem Durchschnitt gewerblicher Berufe.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre.
Was ist der Unterschied zum Werkzeugmechaniker?
Der Werkzeugmechaniker baut Formen und Stanzwerkzeuge. Der Präzisionswerkzeugmechaniker fertigt Zerspanungs- und Schneidwerkzeuge. Also die Werkzeuge, die zerspanen.
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