Verfahrenstechnologe/-technologin - Mühlen- und Getreidewirtschaft
Getreide, Mühlen & Agrarlager
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.125–1.475 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Lebensmittel & Ernährung
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Getreide, Ölsaaten und weitere Rohstoffe annehmen
-
Qualität, Feuchte und Schädlingsbefall prüfen
-
Rohstoffe reinigen, trocknen und lagern
-
Mahl-, Misch- oder Förderanlagen bedienen
-
Mehl, Futtermittel oder Agrarwaren bereitstellen
-
Anlagen, Silos und Produktionsdaten kontrollieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Getreide, Ölsaaten und weitere Rohstoffe annehmen; Qualität, Feuchte und Schädlingsbefall prüfen; Rohstoffe reinigen, trocknen und lagern. Später kommen hinzu: Mahl-, Misch- oder Förderanlagen bedienen; Mehl, Futtermittel oder Agrarwaren bereitstellen; Anlagen, Silos und Produktionsdaten kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Mehl-, Schäl-, Öl- und Gewürzmühlen, Futtermittelwerken, Agrarlagern, Saatgut- und Landhandelsunternehmen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Du prüfst die Getreideannahme.
Feuchte, Gewicht und Reinheit entscheiden, ob eine Lieferung angenommen wird.
-
8:00 Uhr
Kontrollgang durch die Mühle.
Walzenstühle, Siebe und Absaugung wollen im Blick behalten werden.
-
10:30 Uhr
Laborarbeit.
Du bestimmst Klebergehalt und Backfähigkeit und passt die Mischung an.
-
12:30 Uhr
Du stellst die Walzen nach.
Ein paar Hundertstel Millimeter entscheiden über das Mehl.
-
14:30 Uhr
Verladung und Dokumentation, dann Übergabe an die nächste Schicht.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in Mühlen und Agrarlagern
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Chemie, Mathematik, Werken/Technik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Agrarlager konzentriert sich auf Annahme, Lagerung, Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel; Müllerei auf Mahlerzeugnisse, Futtermittel und weitere verarbeitete Produkte.
– Agrarlager
– Müllerei
- Getreide und Agrarrohstoffe beurteilen
- Annahme, Reinigung, Trocknung und Lagerung steuern
- Mahl-, Schäl- und Mischverfahren anwenden
- Silos, Förder- und Produktionsanlagen bedienen
- Qualität, Hygiene und Schädlingsschutz sichern
- Produkte abfüllen, verladen und dokumentieren
- eine Fachrichtung vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
ab ca. 1.125 €
2. Ausbildungsjahr
arbeitgeberabhängig steigend
3. Ausbildungsjahr
bis ca. 1.475 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.500–3.100 € brutto im Monat
Mit Meister oder Techniker
ca. 3.300–4.200 € brutto im Monat
Mühlen sind oft mittelständisch und teilweise tarifgebunden. Zwischen einer kleinen Landmühle und einem großen Mühlenkonzern liegen deutliche Unterschiede.
Aktuelles Arbeitgeberbeispiel der Mühlenwirtschaft 2026, brutto pro Monat
Mühlen, Mischfutterwerke und Agrarlager können unterschiedlich vergüten.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Eine Mühle läuft oft rund um die Uhr. Schichtarbeit gehört dazu.
- Es ist staubig und laut. Atemschutz und Gehörschutz sind Alltag.
- Du arbeitest auf mehreren Etagen und läufst viel Treppen.
- Der Beruf ist wenig bekannt. Du wirst öfter erklären müssen, was du eigentlich machst.
Besser als sein Ruf
- Der Beruf ist hochtechnisch. Eine moderne Mühle ist eine automatisierte Anlage über mehrere Stockwerke.
- Du beeinflusst mit deiner Einstellung direkt, ob ein Bäcker gutes Brot backen kann.
- Weil ihn kaum jemand kennt, sind Fachkräfte gesucht und die Übernahmechancen hoch.
- Über Müllermeister oder Techniker führt der Weg bis in die Betriebsleitung.
Passt zu dir, wenn …
- du Naturrohstoffe und große Anlagen verbinden möchtest
- du Feuchte, Qualität und Lagerbedingungen genau kontrollierst
- du Schicht- und Saisonarbeit akzeptierst
- du Lebensmittelhygiene und Schädlingsschutz ernst nimmst
- Maschinen
- Körperliche Arbeit
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Müllermeister/in
Mit dem Meisterbrief führst du eine Mühle und bildest aus. Betriebe suchen Nachfolger.
-
Techniker/in für Verfahrenstechnik
Die Fortbildung vertieft Anlagentechnik und Automatisierung und führt in die Planung.
-
Qualitätssicherung
Getreide und Mehl werden laufend geprüft. Wer das Labor übernimmt, arbeitet naturwissenschaftlich.
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Studium der Lebensmitteltechnologie
Mit dem Studium stehen Entwicklung, Beratung und Werksleitung offen.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Der Beruf hieß früher Müller. Die Kurzform ist bis heute gebräuchlich, auch wenn die Ausbildung inzwischen anders heißt.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Verfahrenstechnologe/-technologin in der Mühlen- und Getreidewirtschaft?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist zwischen rund 900 und 1.200 € im ersten Jahr. Der Beruf ist klein, die Betriebe suchen Nachwuchs, und das wirkt sich auf die Einstiegsgehälter aus.
Ist Müller/in noch ein moderner Beruf?
Ja. Mühlen arbeiten heute mit digital gesteuerten Förder-, Mahl-, Misch- und Qualitätssystemen, verbunden mit traditionellem Rohstoffwissen.
Was macht ein Verfahrenstechnologe in der Fachrichtung Agrarlager?
Du nimmst Agrarprodukte an, prüfst und lagerst sie und arbeitest je nach Betrieb auch mit Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmitteln.
Gibt es Fachrichtungen, Schwerpunkte oder Wahlqualifikationen?
Agrarlager konzentriert sich auf Annahme, Lagerung, Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel; Müllerei auf Mahlerzeugnisse, Futtermittel und weitere verarbeitete Produkte.
Wo arbeite ich nach der Ausbildung?
Du arbeitest in Mehl-, Schäl-, Öl- und Gewürzmühlen, Futtermittelwerken, Agrarlagern, Saatgut- und Landhandelsunternehmen.
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