Verfahrensmechaniker/in - Brillenoptik
Brillengläser, Optik & Präzisionsanlagen
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 850–1.075 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Metall & Maschinenbau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Auftrags- und Rezeptdaten digital übernehmen
-
Glasrohlinge und Kunststoffblanks vorbereiten
-
Schleif-, Fräs- und Polieranlagen einrichten
-
optische Flächen und Freiformgeometrien herstellen
-
Gläser färben, härten oder beschichten
-
Brechkraft, Achse, Oberfläche und Maße prüfen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Auftrags- und Rezeptdaten digital übernehmen; Glasrohlinge und Kunststoffblanks vorbereiten; Schleif-, Fräs- und Polieranlagen einrichten. Später kommen hinzu: optische Flächen und Freiformgeometrien herstellen; Gläser färben, härten oder beschichten; Brechkraft, Achse, Oberfläche und Maße prüfen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest bei Brillenglasherstellern, optischer Industrie und spezialisierten Produktions- und Beschichtungsunternehmen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Schichtübergabe, Auftragsliste und Anlagenzustand prüfen.
-
6:30 Uhr
Rohlinge zuordnen und Fertigungsdaten laden.
-
8:00 Uhr
Flächen fräsen und polieren, Werte laufend messen.
-
10:30 Uhr
Gläser reinigen und in die Beschichtungsanlage einfahren.
-
13:00 Uhr
Entspiegelung prüfen, Farbwerte beurteilen.
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15:00 Uhr
Endkontrolle: Dioptrien messen, Gläser freigeben.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Brillenglasindustrie
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Informatik, Chemie.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betrieb und Produkt prägen mineralische oder organische Gläser, Freiformflächen, Beschichtung und Serien- oder Sonderfertigung.
- Optik und Brillenglaswerkstoffe verstehen
- Auftragsdaten und Rezeptwerte nutzen
- CNC-Bearbeitungsanlagen bedienen
- schleifen, fräsen und polieren
- Gläser beschichten und veredeln
- optische Mess- und Prüfgeräte einsetzen
- Produktionsanlagen warten und Qualität dokumentieren
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
ab ca. 850 €
2. Ausbildungsjahr
arbeitgeberabhängig steigend
3. Ausbildungsjahr
bis ca. 1.075 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.600–3.000 € brutto im Monat
Mit Anlagenverantwortung oder Schicht
ca. 3.200–4.200 € brutto im Monat
Große Glashersteller sind tarifgebunden und zahlen Schichtzulagen.
Aktuelles Arbeitgeberbeispiel der Brillenoptikindustrie 2026, brutto pro Monat
Andere Brillenglashersteller und Tarifgebiete können höhere Werte zahlen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Schichtbetrieb ist üblich.
- Sehr genaue Arbeit; jedes Glas gehört zu einem bestimmten Menschen.
- Reinraumbedingungen bedeuten strenge Regeln.
- Sich wiederholende Abläufe an den Anlagen.
Besser als sein Ruf
- Jedes Glas ist ein Einzelstück nach Rezept, trotz Automatisierung.
- Sauberer, moderner Arbeitsplatz mit Hightech-Anlagen.
- Ein seltener Beruf mit guten Übernahmechancen.
- Sehstärken werden nicht weniger; die Nachfrage ist stabil.
Passt zu dir, wenn …
- du Physik, Präzision und automatisierte Fertigung magst
- du sehr genau mit Rezept- und Messwerten arbeitest
- du optische Oberflächen aufmerksam prüfst
- du Maschinen und digitale Produktionsdaten verbinden möchtest
- Maschinen
- Genauigkeit
Nicht sicher?
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Anlagenverantwortung
Moderne Brillenglasfertigung läuft hochautomatisiert; wer die Anlagen beherrscht, ist gefragt.
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Beschichtung und Veredelung
Entspiegelung, Härtung und Schmutzabweisung sind eigene Prozesse.
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Qualitätssicherung
Werte prüfen und Ausschuss analysieren.
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Industriemeister
Die Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Fertigungsleitung.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Ein Gleitsichtglas hat keine Bereiche mit fester Stärke, sondern eine Fläche, deren Krümmung sich kontinuierlich ändert. Diese Freiformfläche wird für jeden Träger einzeln berechnet. Deshalb ist praktisch jedes Gleitsichtglas ein Unikat.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Verfahrensmechaniker/in für Brillenoptik?
Du fertigst Brillengläser industriell: Rohlinge bearbeiten, Flächen schleifen und polieren, Gläser beschichten und härten, Werte messen, Anlagen einrichten und überwachen.
Wie viel verdient man als Verfahrensmechaniker/in für Brillenoptik?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb bei rund 850 bis 1.075 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Fertigungsberufe.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre.
Was ist der Unterschied zum Augenoptiker?
Der Augenoptiker berät und passt Brillen an. Der Verfahrensmechaniker stellt die Gläser her, in der Fabrik, nicht im Laden.
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