Umweltschutztechnische/r Assistent/in
Naturwissenschaft, Labor & Analyse
- Dauer
- 2 Jahre
- Finanzierung
- Meist ohne Vergütung
- Ausbildungsart
- Schulische Ausbildung
- Berufsfeld
- Chemie, Pharma & Labor
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Proben und Versuchsmaterial vorbereiten
-
Versuchs- oder Analyseverfahren aufbauen
-
Labor- und Messgeräte bedienen
-
chemische, biologische oder physikalische Werte bestimmen
-
Ergebnisse plausibilisieren und auswerten
-
Versuche und Qualitätsdaten dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Umweltanalytik, Wasser, Boden, Luft und technische Schutzmaßnahmen, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Laboren von Forschung, Industrie, Umwelt-, Lebensmittel-, Medizin- oder Prüfeinrichtungen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
8:00 Uhr
Umweltchemie: Schadstoffe, Abbauwege, Grenzwerte und die Regelwerke dahinter.
-
9:45 Uhr
Probenahmetechnik: Wie man eine Probe zieht, die für den ganzen Ort steht.
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11:30 Uhr
Labor: Schwermetalle bestimmen, Summenparameter messen, Blindwerte kontrollieren.
-
13:30 Uhr
Umweltrecht: Wer darf was einleiten, und wer muss was nachweisen.
-
15:00 Uhr
Auswertung und Bericht, mit Bewertung gegen Grenzwerte.
-
In der Praxisphase
Draußen: Gewässerproben nehmen, vor Ort messen, protokollieren.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
landesrechtlich geregelt
vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern
Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen
Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig
-
Zugang und Voraussetzungen
Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Gute Noten in den Naturwissenschaften und in Mathematik sind wichtig.
Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.
Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt
-
Ausbildungsvarianten
Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.
- naturwissenschaftliche Grundlagen anwenden
- Proben entnehmen und aufbereiten
- standardisierte Laborverfahren durchführen
- Messgeräte kalibrieren und bedienen
- Daten mathematisch und statistisch auswerten
- Qualität, Hygiene und Sicherheit gewährleisten
- Ergebnisse fachgerecht dokumentieren
Was die Ausbildung kostet
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat
Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L, in privaten Umweltlaboren liegt der Verdienst unterschiedlich. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Tarifwerk und nach dem Anteil an Außeneinsätzen.
Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein
Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Es gibt keine Ausbildungsvergütung. Zwei Jahre müssen anders finanziert werden.
- Probenahme findet bei jedem Wetter statt, und die Orte sind nicht immer angenehm.
- Umweltrecht ist trocken und ändert sich ständig.
- Befunde können teure Folgen haben, und dann wird jede Zahl geprüft.
Besser als sein Ruf
- Zwei Jahre, ein Berufsabschluss und häufig die Fachhochschulreife dazu.
- Der Beruf verbindet Labor und Gelände, und das haben wenige Laborberufe.
- Umweltauflagen nehmen zu, und damit der Bedarf an Leuten, die messen und nachweisen können.
- Der öffentliche Dienst bietet sichere, tarifgebundene Stellen.
Passt zu dir, wenn …
- du Naturwissenschaften praktisch anwenden möchtest
- du sehr genau mit Proben und Messgeräten arbeitest
- du Daten kritisch hinterfragst
- du feste Methoden und saubere Dokumentation magst
- Mathematik
- Natur
- Analytisches Denken
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Umweltanalytik im Labor
Wasser, Boden, Luft und Abfall untersuchen. Die Befunde sind Grundlage für Genehmigungen, Sanierungen und Grenzwertentscheidungen.
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Betrieblicher Umweltschutz
Unternehmen brauchen Leute, die Emissionen erfassen, Abfallströme steuern und Nachweise führen. Eine Rolle, die durch Vorschriften wächst.
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Behörden und Untersuchungsämter
Umweltämter und Prüfstellen stellen ein, tarifgebunden im öffentlichen Dienst.
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Studium Umwelttechnik oder Umweltwissenschaften
Viele Fachschulen bieten den Bildungsgang zusammen mit der Fachhochschulreife an. Wer sie mitnimmt, kann direkt studieren.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Eine Probe ist nur so gut wie ihre Entnahme: Wer an der falschen Stelle, zur falschen Zeit oder in das falsche Gefäß abfüllt, bekommt ein sauberes Analysenergebnis für eine Frage, die niemand gestellt hat.
Was alle wissen wollen
Bekommt man als Umweltschutztechnische/r Assistent/in eine Ausbildungsvergütung?
Nein. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt. An staatlichen Schulen fällt in der Regel kein Schulgeld an, private verlangen welches; BAföG ist möglich.
Was macht ein/e Umweltschutztechnische/r Assistent/in?
Du nimmst Proben und untersuchst sie: Wasser, Boden, Luft, Abfall. Dazu kommen Messungen vor Ort, die Bewertung gegen Grenzwerte, Dokumentation und Kenntnisse im Umweltrecht.
Arbeite ich draußen?
Teilweise. Probenahme findet im Gelände statt, an Gewässern, auf Deponien, an Anlagen. Die Auswertung läuft im Labor.
Was ist der Unterschied zum chemisch-technischen Assistenten?
Der CTA ist allgemeiner chemisch ausgerichtet. Du bist auf Umweltmedien spezialisiert und lernst zusätzlich Umweltrecht und Probenahmetechnik.
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