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Lebensmitteltechnische/r Assistent/in

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In dieser Ausbildung arbeitest du an Lebensmittelanalytik, Hygiene und Produktqualität. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.

Naturwissenschaft, Labor & Analyse

Dauer
2 Jahre
Finanzierung
Meist ohne Vergütung
Ausbildungsart
Schulische Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Proben und Versuchsmaterial vorbereiten

  • Versuchs- oder Analyseverfahren aufbauen

  • Labor- und Messgeräte bedienen

  • chemische, biologische oder physikalische Werte bestimmen

  • Ergebnisse plausibilisieren und auswerten

  • Versuche und Qualitätsdaten dokumentieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Lebensmittelanalytik, Hygiene und Produktqualität, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Laboren von Forschung, Industrie, Umwelt-, Lebensmittel-, Medizin- oder Prüfeinrichtungen.

Ein Tag als Lebensmitteltechnische/r Assistent/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:00 Uhr

    Lebensmittelchemie: Inhaltsstoffe, Zusatzstoffe, Kennzeichnungsrecht.

  2. 9:45 Uhr

    Praktikum: Fett- und Eiweißbestimmung, Wassergehalt, Säurezahl.

  3. 11:30 Uhr

    Mikrobiologie: Nährböden beimpfen, Keimzahlen auszählen, bewerten.

  4. 13:30 Uhr

    Sensorik: Prüfverfahren nach Norm, mit Vergleichsproben und Protokoll.

  5. 15:00 Uhr

    Auswertung und Bericht, mit Vergleich gegen Grenzwerte.

  6. In der Praxisphase

    Im Labor: eine Charge von der Probenahme bis zur Freigabe begleiten.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    landesrechtlich geregelt

    vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen

    landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern

    Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

    Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

  • Zugang und Voraussetzungen

    Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Gute Noten in den Naturwissenschaften und in Mathematik sind wichtig.

    Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

    Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

  • Ausbildungsvarianten

    Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

  • naturwissenschaftliche Grundlagen anwenden
  • Proben entnehmen und aufbereiten
  • standardisierte Laborverfahren durchführen
  • Messgeräte kalibrieren und bedienen
  • Daten mathematisch und statistisch auswerten
  • Qualität, Hygiene und Sicherheit gewährleisten
  • Ergebnisse fachgerecht dokumentieren
Geld

Was die Ausbildung kostet

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat

In der Industrie hängt der Verdienst am Tarif der jeweiligen Branche, im öffentlichen Dienst am TVöD oder TV-L. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Tarifwerk.

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Es gibt keine Ausbildungsvergütung. Zwei Jahre müssen anders finanziert werden.
  • Ein großer Teil der Arbeit ist Routineanalytik nach Vorschrift.
  • Befunde können Rückrufe auslösen, und dann wird jede Zahl geprüft.
  • Der Abschluss ist wenig bekannt, und du wirst ihn erklären müssen.

Besser als sein Ruf

  • Zwei Jahre, ein Berufsabschluss und häufig die Fachhochschulreife dazu.
  • Du verbindest Chemie, Mikrobiologie und Sensorik. Diese Kombination ist selten.
  • Lebensmittelsicherheit ist ein Feld, das nicht wegrationalisiert wird.
  • Der Weg ins Studium der Lebensmitteltechnologie ist kurz und gut vorbereitet.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Naturwissenschaften praktisch anwenden möchtest
  • du sehr genau mit Proben und Messgeräten arbeitest
  • du Daten kritisch hinterfragst
  • du feste Methoden und saubere Dokumentation magst
  • Genauigkeit
  • Analytisches Denken

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie

    Rohstoffe, Zwischenprodukte und Endprodukte prüfen und freigeben. Eine Rolle, an der die Auslieferung hängt.

  • Sensorik

    Geschulte Prüfpersonen sind in der Lebensmittelentwicklung unverzichtbar. Sensorik ist ein Verfahren mit eigenen Regeln, nicht Geschmackssache.

  • Amtliche Lebensmittelüberwachung

    Untersuchungsämter stellen lebensmitteltechnische Assistenten ein, tarifgebunden im öffentlichen Dienst.

  • Studium Lebensmitteltechnologie oder Ökotrophologie

    Viele Fachschulen bieten den Bildungsgang zusammen mit der Fachhochschulreife an. Wer sie mitnimmt, kann direkt studieren.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Sensorische Prüfungen laufen nach Norm: festgelegte Beleuchtung, geruchsneutrale Räume, geschulte Prüfpersonen und verdeckte Proben. Was nach Probieren aussieht, ist ein Messverfahren mit Regeln.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Bekommt man als Lebensmitteltechnische/r Assistent/in eine Ausbildungsvergütung?

Nein. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt. An staatlichen Schulen fällt in der Regel kein Schulgeld an, private verlangen welches; BAföG ist möglich.

Was macht ein/e Lebensmitteltechnische/r Assistent/in?

Du untersuchst Lebensmittel: chemisch, mikrobiologisch und sensorisch. Proben vorbereiten, Analysen fahren, Keimzahlen bestimmen, Ergebnisse gegen Grenzwerte bewerten und dokumentieren.

Wo arbeite ich danach?

In Laboren der Lebensmittelindustrie, in Untersuchungsämtern, bei Handelsunternehmen mit eigener Qualitätssicherung und in der Forschung.

Ist das dasselbe wie Lebensmittelkontrolleur?

Nein. Der Lebensmittelkontrolleur ist eine behördliche Aufstiegslaufbahn mit eigener Ausbildung. Du arbeitest im Labor und lieferst die Befunde, auf denen solche Entscheidungen beruhen.

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