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Technische/r Assistent/in - naturkundliche Museen und Forschungsinstitute

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In dieser Ausbildung arbeitest du an Sammlungen, Präparation und naturkundliche Forschung. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.

Präparation, Museum & Naturkunde

Dauer
2 Jahre
Finanzierung
Meist ohne Vergütung
Ausbildungsart
Schulische Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Objekte, Funde oder Präparate erfassen

  • Materialzustand untersuchen

  • Präparation oder Konservierung vorbereiten

  • Modelle, Präparate oder Sammlungsobjekte bearbeiten

  • Objekte beschriften und lagern

  • Arbeitsschritte und wissenschaftliche Daten dokumentieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Sammlungen, Präparation und naturkundliche Forschung, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Museen, Sammlungen, Forschung, Pathologie, Anatomie, naturkundlichen Instituten oder Präparationswerkstätten.

Ein Tag als Technische/r Assistent/in - naturkundliche Museen und Forschungsinstitute

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:00 Uhr

    Zoologie und Botanik: Systematik, Bestimmung, Anatomie.

  2. 9:45 Uhr

    Präparationsübung: Bälge abziehen, entfetten, aufbauen.

    Feine Handarbeit über Stunden.

  3. 11:30 Uhr

    Konservierung: Alkoholpräparate umsetzen, Konzentration prüfen, Etiketten erneuern.

  4. 13:30 Uhr

    Sammlungsarbeit: Objekte erfassen, fotografieren, in die Datenbank eintragen.

  5. 15:00 Uhr

    Chemie und Materialkunde.

    Welches Mittel greift welches Material an.

  6. In der Praxisphase

    Im Museum: einen Sammlungsteil neu ordnen und dokumentieren.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    landesrechtlich geregelt

    vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen

    landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern

    Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

    Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

  • Zugang und Voraussetzungen

    Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Manche Schulen verlangen zusätzlich ein Aufnahmeverfahren, ein Praktikum oder einen Eignungsnachweis.

    Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

    Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

  • Ausbildungsvarianten

    Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

  • Anatomie, Material- und Naturkunde anwenden
  • Präparations- und Konservierungsverfahren nutzen
  • Werkzeuge und Chemikalien sicher einsetzen
  • Modelle und Präsentationen herstellen
  • Sammlungsobjekte inventarisieren
  • Schäden und Zustand dokumentieren
  • mit Wissenschaft und Ausstellung zusammenarbeiten
Geld

Was die Ausbildung kostet

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.700–3.100 € brutto im Monat

Die Arbeitgeber sind fast immer Museen, Hochschulen und Institute, deshalb gilt ein öffentlicher Tarif und das Gehalt ist planbar. Projektstellen sind allerdings häufig befristet; frag im Bewerbungsgespräch danach.

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Es gibt kaum Ausbildungsplätze und danach wenige Stellen. Der Markt ist eng.
  • In der Regel keine Ausbildungsvergütung.
  • Konservierungsmittel sind Gefahrstoffe, und der Umgang mit Tierpräparaten ist nichts für jeden.
  • Feine Arbeit über Stunden, mit hoher Konzentration und wenig Bewegung.

Besser als sein Ruf

  • Du arbeitest an Objekten, die länger bleiben als jede Ausstellung.
  • Museen und Institute zahlen nach Tarif, mit geregelten Arbeitszeiten und ohne Schichtdienst.
  • Die Digitalisierung der Sammlungen schafft gerade neue Stellen.
  • Wer präparieren kann, beherrscht ein Handwerk, das kaum noch jemand lernt.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Naturwissenschaft und feine Handarbeit verbinden möchtest
  • du mit biologischem Material professionell umgehen kannst
  • du sehr geduldig und genau arbeitest
  • du seltene Spezialberufe interessant findest
  • Handwerk
  • Natur
  • Genauigkeit

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Sammlungsbetreuung

    Eine naturkundliche Sammlung muss geordnet, konserviert und erschlossen sein. Wer sie betreut, kennt Bestände, die sonst niemand überblickt.

  • Präparation

    Trocken-, Nass- und Skelettpräparation sind eigene Techniken mit eigener Fachlichkeit, und mit sehr wenigen Leuten, die sie beherrschen.

  • Digitalisierung von Sammlungen

    Objekte fotografieren, vermessen, verschlagworten und in Datenbanken erfassen: ein Feld, in das Museen gerade viel investieren.

  • Weiterbildung und Studium

    Über Fachhochschulreife oder Weiterbildung führt der Weg in Biologie, Museumskunde oder Restaurierung.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Sammlungsobjekte sind oft älter als das Museum, in dem sie liegen. Etiketten aus dem 19. Jahrhundert sind Teil des Objekts. Sie werden mit erfasst und nicht ersetzt.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Bekommt man als Technische/r Assistent/in für naturkundliche Museen eine Ausbildungsvergütung?

Nein, in der Regel nicht. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt; private Schulen verlangen Schulgeld, BAföG ist möglich.

Was macht ein/e Technische/r Assistent/in für naturkundliche Museen und Forschungsinstitute?

Du präparierst und konservierst Objekte, betreust Sammlungen, erfasst Bestände in Datenbanken, unterstützt Forschung und bereitest Ausstellungsstücke vor.

Wo kann man das lernen?

An sehr wenigen Fachschulen. Wer diesen Beruf lernen will, sollte früh und überregional suchen und mit Umzug rechnen.

Wie sind die Aussichten?

Der Arbeitsmarkt ist klein: Museen, Universitäten und Institute stellen selten und dann gezielt ein. Wer flexibel ist und Präparation beherrscht, hat die besseren Karten.

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