Sozialversicherungsfachangestellte/r
Sozialversicherung, Beratung & Verwaltung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.281 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Wirtschaft & Verwaltung
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Versicherte und Arbeitgeber zu Leistungen beraten
-
Versicherungsverhältnisse und Beiträge prüfen
-
Anträge und Leistungsansprüche bearbeiten
-
Bescheide und Schriftverkehr vorbereiten
-
Fristen, Daten und Zahlungen kontrollieren
-
komplexe Fälle mit internen Fachstellen abstimmen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Versicherte und Arbeitgeber zu Leistungen beraten; Versicherungsverhältnisse und Beiträge prüfen; Anträge und Leistungsansprüche bearbeiten. Später kommen hinzu: Bescheide und Schriftverkehr vorbereiten; Fristen, Daten und Zahlungen kontrollieren; komplexe Fälle mit internen Fachstellen abstimmen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest bei Krankenkassen, Renten-, Unfall-, knappschaftlichen und landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträgern.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:30 Uhr
Anträge sichten und nach Dringlichkeit sortieren.
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8:30 Uhr
Versicherungsverhältnis eines Beschäftigten klären, Meldungen abgleichen.
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10:30 Uhr
Krankengeldanspruch prüfen und berechnen.
-
12:30 Uhr
Telefonberatung: Was zahlt die Kasse bei einer Reha?
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14:00 Uhr
Bescheid erstellen, Begründung und Rechtsbehelf formulieren.
-
15:30 Uhr
Widerspruch bearbeiten, Sachverhalt neu bewerten.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung bei Sozialversicherungsträgern
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss oder Hochschulreife ein. Hilfreich sind besonders Wirtschaft/Recht, Deutsch, Mathematik, Politik/Sozialkunde.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Die Fachrichtung richtet sich nach dem ausbildenden Sozialversicherungsträger und bestimmt Rechtsgebiet, Versicherte und typische Leistungen.
– Allgemeine Krankenversicherung
– Gesetzliche Unfallversicherung
– Gesetzliche Rentenversicherung
– Knappschaftliche Sozialversicherung
– Landwirtschaftliche Sozialversicherung
- Sozialversicherungsrecht anwenden
- Versicherungsverhältnisse und Beiträge bearbeiten
- Leistungsansprüche prüfen und entscheiden
- Kunden persönlich und digital beraten
- Bescheide und rechtssichere Schreiben erstellen
- Daten, Fristen und Zahlungen verwalten
- eine Fachrichtung des Sozialversicherungsträgers vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.281 €
2. Ausbildungsjahr
1.338 €
3. Ausbildungsjahr
1.395 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.000–3.500 € brutto im Monat
Mit Fachwirt oder Sachgebietsleitung
ca. 3.900–5.000 € brutto im Monat
Die Träger zahlen nach eigenem Tarif mit Jahressonderzahlung, betrieblicher Altersvorsorge und Gleitzeit.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Der Durchschnitt umfasst die Fachrichtungen der Sozialversicherung. Träger und Tarifgebiet können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Sehr viel Recht, das sich regelmäßig ändert.
- Ablehnungen zu erklären ist unangenehm, wenn jemand darauf gehofft hat.
- Bildschirmarbeit und Aktenbearbeitung bestimmen den Tag.
- Fallzahlen sind hoch, die Bearbeitungszeit knapp.
Besser als sein Ruf
- Sehr sichere Arbeitsplätze mit gutem Tarif und Sonderzahlungen.
- Geregelte Zeiten, Gleitzeit, häufig Homeoffice-Anteile.
- Du entscheidest über Leistungen, die Menschen in schwierigen Lagen brauchen.
- Aufstiegswege sind klar geregelt und werden gefördert.
Passt zu dir, wenn …
- du Recht und Hilfe für Menschen verbinden möchtest
- du komplexe Regeln verständlich erklären kannst
- du sehr genau mit Daten, Fristen und Geld arbeitest
- du auch schwierige Fälle geduldig bearbeitest
- Organisation
- Mathematik
- Genauigkeit
- Kommunikation
Nicht sicher?
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Fachbereiche
Beiträge, Leistungen, Rehabilitation, Widerspruchsstelle: jeder Bereich hat eigenes Recht.
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Sozialversicherungsfachwirt
Die Aufstiegsfortbildung führt in Sachgebietsleitung und Spezialaufgaben.
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Beratung und Außendienst
Versicherte und Betriebe vor Ort beraten ist Arbeit mit viel Eigenständigkeit.
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Prüfdienst
Betriebsprüfungen zur Sozialversicherung sind ein eigenständiges, gefragtes Feld.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Ob jemand versichert ist, entscheidet nicht der Vertrag, sondern das Gesetz: Die Versicherungspflicht entsteht kraft Gesetzes mit der Beschäftigung. Deshalb kann eine Meldung rückwirkend korrigiert werden, und Beiträge werden für Zeiträume nachberechnet, die Jahre zurückliegen.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Sozialversicherungsfachangestellte/r?
Du wendest Sozialrecht an: Versicherungsverhältnisse klären, Beiträge berechnen, Leistungsanträge prüfen, Bescheide erstellen, Versicherte und Arbeitgeber beraten.
Wie viel verdient man als Sozialversicherungsfachangestellte/r?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 1.281 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung gilt der Tarif des jeweiligen Trägers, meist in Anlehnung an den öffentlichen Dienst.
Welche Fachrichtungen gibt es?
Unter anderem allgemeine Krankenversicherung, Rentenversicherung, Unfallversicherung und knappschaftliche Sozialversicherung.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre.
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