Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen
Verwaltung, Beratung & Sozialleistungen
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.368 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Wirtschaft & Verwaltung
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Kundenanliegen persönlich, telefonisch und digital klären
-
Arbeitslos- und Arbeitssuchendmeldungen bearbeiten
-
Anträge auf Leistungen und Familienleistungen aufnehmen und prüfen
-
Termine, Daten und Unterlagen in Fachsystemen bearbeiten
-
über Zuständigkeiten, Fristen und nächste Schritte informieren
-
interne Personal-, Beschaffungs- und Verwaltungsaufgaben unterstützen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du prüfst eingegangene Nachrichten und bereitest Termine vor. Im Gespräch klärst du, worum es geht, welche Unterlagen fehlen und welcher Bereich zuständig ist. Anschließend erfasst du Daten, prüfst Voraussetzungen nach den geltenden Regeln und leitest den Vorgang weiter oder bearbeitest ihn selbst. Ein Teil der Arbeit besteht aus Telefon, Video und digitalem Schriftverkehr. Du musst verständlich erklären, aber auch klar benennen, welche gesetzlichen Grenzen gelten. Datenschutz und sorgfältige Dokumentation begleiten jeden Vorgang.
Wo du arbeitest
Du arbeitest vor allem bei der Bundesagentur für Arbeit und vergleichbaren öffentlichen Einrichtungen. Arbeitsorte sind Agenturen, Jobcenter, Familienkassen, Servicecenter und interne Verwaltungsbereiche.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:30 Uhr
Termine des Tages vorbereiten, Unterlagen sichten.
-
8:30 Uhr
Beratungsgespräch: Welche Wege gibt es nach der gekündigten Stelle?
-
10:30 Uhr
Vermittlungsvorschläge erstellen und mit Betrieben abgleichen.
-
12:30 Uhr
Leistungsantrag prüfen, Anspruch und Höhe berechnen.
-
14:00 Uhr
Bescheid erstellen und begründen.
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15:30 Uhr
Arbeitgeber anrufen: Stellenangebot aufnehmen, Anforderungen klären.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung im öffentlichen Dienst
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Deutsch, Wirtschaft/Recht, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Während der Ausbildung lernst du unterschiedliche Kunden- und interne Bereiche kennen.
- Kundenanliegen aufnehmen und serviceorientiert bearbeiten
- Sozial- und arbeitsmarktbezogene Rechtsgrundlagen anwenden
- Anträge, Daten und Nachweise prüfen
- digitale Fachverfahren und Kommunikationskanäle nutzen
- Leistungen und Zuständigkeiten verständlich erklären
- Datenschutz, Verschwiegenheit und Qualität sichern
- interne Verwaltungs- und Personalprozesse kennenlernen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.368,26 €
2. Ausbildungsjahr
1.418,20 €
3. Ausbildungsjahr
1.464,02 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.000–3.400 € brutto im Monat
Mit Erfahrung oder Spezialaufgaben
ca. 3.700–4.600 € brutto im Monat
Es gilt der Tarifvertrag der Bundesagentur für Arbeit mit Jahressonderzahlung, Zusatzversorgung und Gleitzeit.
TVAöD-BT BBiG ab Mai 2026, brutto pro Monat
Private oder anders tarifgebundene Arbeitgeber können andere Beträge zahlen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Du triffst Menschen in schwierigen Lebenslagen, oft wütend oder verzweifelt.
- Rechtliche Vorgaben lassen wenig Spielraum, auch wenn du helfen willst.
- Hohe Fallzahlen und knappe Zeit je Gespräch.
- Viel Dokumentation für jede Entscheidung.
Besser als sein Ruf
- Sehr hohe Ausbildungsvergütung und ein sicherer Arbeitgeber.
- Geregelte Zeiten mit Gleitzeit und Zusatzversorgung.
- Du siehst konkret, wenn jemand durch deine Arbeit eine Stelle bekommt.
- Interne Fortbildung ist ausgebaut und wird gefördert.
Passt zu dir, wenn …
- du Menschen freundlich, aber sachlich unterstützen möchtest
- du Regeln und Einzelfälle sorgfältig zusammenbringen kannst
- du gerne mit Daten, Dokumenten und digitalen Systemen arbeitest
- du auch in schwierigen Gesprächen ruhig bleibst
- Organisation
- Sprache
- Kommunikation
Nicht sicher?
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Vermittlung und Beratung
Menschen in Arbeit oder Ausbildung zu bringen ist der Kern der Aufgabe.
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Leistungssachbearbeitung
Arbeitslosengeld und Bürgergeld berechnen und bewilligen verlangt sicheres Sozialrecht.
-
Aufstieg im Haus
Die Bundesagentur bildet intern weiter, bis in Team- und Bereichsleitungen.
-
Arbeitgeberservice
Betriebe betreuen und Stellen besetzen ist die andere Seite derselben Arbeit.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Wer arbeitslos wird, muss sich in der Regel drei Monate vor Ende des Arbeitsverhältnisses melden, nicht erst am letzten Tag. Diese frühe Meldung soll Vermittlung ermöglichen, solange noch Zeit ist; wer sie versäumt, muss mit einer Sperrzeit rechnen.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen?
Du arbeitest in Agenturen für Arbeit und Jobcentern: Kunden beraten, Vermittlungsvorschläge erstellen, Leistungsanträge prüfen und bearbeiten, Bescheide erstellen, Arbeitgeber betreuen.
Wie viel verdient man als Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 1.368 € im ersten Jahr und damit deutlich über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung gilt der Tarif der Bundesagentur für Arbeit.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre.
Wird man übernommen?
Die Bundesagentur bildet für den eigenen Bedarf aus, und die Übernahmequote ist traditionell hoch. Eine Garantie gibt es nicht.
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