Zum Inhalt springen

Produktionstechnologe/-technologin

Bildfläche
Du planst, erprobst und optimierst neue Produktionsprozesse. Maschinen, Software, Qualität, Materialfluss, Zeit und Kosten werden als Gesamtsystem betrachtet und in die Serienproduktion überführt.

Produktion, Digitalisierung & Prozessentwicklung

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.332–1.373 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Produktionsprozesse und Anforderungen analysieren

  • neue Anlagen und Verfahren erproben

  • Arbeitsabläufe digital planen und simulieren

  • Prozessdaten erfassen und auswerten

  • Fehlerursachen und Engpässe beseitigen

  • Mitarbeitende einweisen und Serienanlauf begleiten

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Produktionsprozesse und Anforderungen analysieren; neue Anlagen und Verfahren erproben; Arbeitsabläufe digital planen und simulieren. Später kommen hinzu: Prozessdaten erfassen und auswerten; Fehlerursachen und Engpässe beseitigen; Mitarbeitende einweisen und Serienanlauf begleiten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Automobil-, Maschinenbau-, Elektro-, Pharma-, Kunststoff- und weiteren Industrieunternehmen sowie Produktionsplanungsdienstleistern.

Ein Tag als Produktionstechnologe/-technologin

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:00 Uhr

    Versuchsplan für eine neue Baugruppe durchgehen.

  2. 8:00 Uhr

    Roboterzelle einrichten und Programm anpassen.

  3. 10:30 Uhr

    Versuchsteile fertigen, Prozessdaten aufzeichnen.

  4. 12:30 Uhr

    Messwerte auswerten, Streuung beurteilen.

  5. 14:00 Uhr

    Abstimmung mit Konstruktion: Bauteil lässt sich so nicht fügen.

  6. 16:00 Uhr

    Arbeitsanweisung schreiben und Schulung vorbereiten.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in technologieorientierter Industrie

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Fachabitur oder Abitur ein, manche auch mit mittlerem Abschluss. Hilfreich sind besonders Mathematik, Informatik, Physik, Werken/Technik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Einsatzgebiete

    Das Einsatzgebiet bestimmt, ob Produktfertigung, Anlagenbau oder Dienstleistungen für Planung und Optimierung im Mittelpunkt stehen.

    – Produktherstellung

    – Produktionsmittelherstellung

    – produktionsunterstützende Dienstleistung

  • Produktionssysteme und Wertströme analysieren
  • Versuche und Prozessanläufe planen
  • Maschinen, Software und Daten vernetzen
  • Qualität, Taktzeit und Kosten bewerten
  • Prozesse statistisch optimieren
  • Dokumentation und Schulung erstellen
  • ein betriebliches Einsatzgebiet vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.332–1.373 €

2. Ausbildungsjahr

1.366–1.408 €

3. Ausbildungsjahr

1.400–1.443 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 3.200–3.800 € brutto im Monat

In der Prozessentwicklung oder mit Technikerabschluss

ca. 4.200–5.500 € brutto im Monat

Der Beruf ist neu und gefragt; große Industriebetriebe zahlen am oberen Rand.

Regionale Tarifbeispiele der Metall- und Elektroindustrie ab April 2026, brutto pro Monat

Tarifgebiet und Ausbildungsbetrieb bestimmen die genaue Vergütung.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Zwischen Entwicklung und Fertigung stehst du oft in der Mitte.
  • Serienanläufe bringen Termindruck und Überstunden.
  • Viel Datenarbeit, die genau sein muss.
  • Der Beruf ist noch wenig bekannt und muss oft erklärt werden.

Besser als sein Ruf

  • Sehr hohe Ausbildungsvergütung und gute Einstiegsgehälter.
  • Du bist dabei, wenn ein Produkt zum ersten Mal in Serie läuft.
  • Automatisierung und Robotik sind Wachstumsfelder.
  • Ein moderner Beruf mit klaren Wegen in Technik und Studium.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Technik, Daten und Organisation verbinden möchtest
  • du Prozesse lieber verbesserst als nur bedienst
  • du mit Produktion, Entwicklung und IT im Team arbeitest
  • du komplexe Probleme strukturiert löst
  • Technik
  • Mathematik
  • Computer & IT
  • Maschinen
  • Analytisches Denken

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

Passenden Beruf finden
Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Prozessentwicklung

    Neue Fertigungsverfahren erproben und in die Serie überführen.

  • Automatisierung und Robotik

    Anlagen programmieren und Roboterzellen einrichten.

  • Techniker oder Studium

    Über Fachschule oder ein Studium der Produktionstechnik geht es in Planung und Entwicklung.

  • Qualitäts- und Prozessmanagement

    Fähigkeiten von Prozessen nachweisen und Abweichungen abstellen.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Bevor eine Serie startet, wird die Fähigkeit des Prozesses nachgewiesen: Aus Messwerten wird berechnet, wie sicher ein Prozess innerhalb der Toleranz bleibt. Ein Prozess kann alle Teile gut fertigen und trotzdem durchfallen, wenn seine Streuung zu nah an der Grenze liegt.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Produktionstechnologe/-technologin?

Du bringst neue Produkte in die Serienfertigung: Prozesse planen und erproben, Anlagen einrichten und programmieren, Abläufe optimieren, Daten auswerten, Serienstart begleiten.

Wie viel verdient man als Produktionstechnologe/-technologin?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.332 bis 1.373 € im ersten Jahr und damit an der Spitze. Nach der Ausbildung ist der Verdienst in der Metall- und Elektroindustrie tariflich geregelt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

Ist der Beruf eher technisch oder organisatorisch?

Beides. Du arbeitest an der Anlage und an den Daten, und du sprichst mit Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung.

Ähnliche Berufe

Probier es einfach aus

Fünf Minuten, und du hast eine Richtung. Du kannst es so oft machen, wie du willst, und wir speichern nichts, was auf dich zurückführt.

Passenden Beruf finden

Ihr Unternehmen bildet Produktionstechnologe/-technologin aus?

Zeigen Sie sich hier den passenden Bewerbern aus Ihrer Region, kostenlos.

Unternehmen eintragen