Mechatroniker/in - Kältetechnik
Kälte, Klima & Wärmepumpen
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 933 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Elektro
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Kälte- und Klimaanlagen planen und vorbereiten
-
Rohrleitungen verlegen, löten und abdichten
-
Verdichter, Wärmetauscher und Komponenten montieren
-
Elektrik, Sensoren und Regelungen anschließen
-
Anlagen evakuieren, befüllen und in Betrieb nehmen
-
Störungen suchen, Leckagen prüfen und Anlagen warten
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Kälte- und Klimaanlagen planen und vorbereiten; Rohrleitungen verlegen, löten und abdichten; Verdichter, Wärmetauscher und Komponenten montieren. Später kommen hinzu: Elektrik, Sensoren und Regelungen anschließen; Anlagen evakuieren, befüllen und in Betrieb nehmen; Störungen suchen, Leckagen prüfen und Anlagen warten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Kälteanlagenbauerbetrieben, Gebäudetechnik, Supermärkten, Industrie, Rechenzentren, Gastronomie oder bei Herstellern von Klima- und Wärmepumpentechnik.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:00 Uhr
Wartungsauftrag in einem Supermarkt.
Kühlmöbel prüfen, Temperaturen protokollieren.
-
9:00 Uhr
Dichtheitsprüfung an der Anlage.
Vorschrift, und ein Leck kostet Kältemittel und Geld.
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11:00 Uhr
Störung in einer Klimaanlage: Der Verdichter schaltet ab, und die Ursache liegt in der Regelung.
-
13:30 Uhr
Wärmepumpe im Neubau anschließen: Rohre löten, Anlage evakuieren, befüllen.
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15:30 Uhr
Einregulieren und Übergabe an den Kunden.
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16:30 Uhr
Protokolle schreiben und Kältemittelbestand dokumentieren.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung im Handwerk
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
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Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Werken/Technik, Chemie.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.
- Thermodynamik und Kältekreisläufe verstehen
- Kupfer- und Rohrleitungssysteme herstellen
- Kälte-, Klima- und Wärmepumpenkomponenten montieren
- Elektrotechnik und Regelung anwenden
- Kältemittel sicher und umweltgerecht handhaben
- Dichtheits-, Funktions- und Effizienzprüfungen durchführen
- Anlagen warten, dokumentieren und Kunden einweisen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
933 €
2. Ausbildungsjahr
985 €
3. Ausbildungsjahr
1.080 €
4. Ausbildungsjahr
1.156 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder in der Industriekälte
ca. 3.800–5.000 € brutto im Monat
Fachkräfte sind so knapp, dass viele Betriebe über den Tarif hinausgehen. Bereitschaftsdienste werden zusätzlich vergütet. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung, Bereitschaft und Sachkundelehrgängen.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Region, Innung und Tarifbindung im Kälteanlagenbauer-Handwerk können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Bereitschaftsdienst gehört dazu: Eine ausgefallene Kühlung verdirbt Ware, und zwar sofort.
- Du arbeitest auf Dächern, in Technikräumen und in Kühlhäusern bei Minusgraden.
- Löten und Arbeiten unter Druck verlangen Sorgfalt, und Kältemittel sind streng reguliert.
- Der Termindruck ist hoch, weil der Bedarf größer ist als die Zahl der Fachkräfte.
Besser als sein Ruf
- Die Wärmepumpe macht diesen Beruf zu einem der gesuchtesten im Handwerk.
- Der Verdienst liegt über dem Durchschnitt der Handwerksberufe, und Betriebe zahlen um Leute zu halten.
- Der Meisterbrief führt zu einem eigenen Betrieb in einem Markt mit Wartezeiten.
- Du arbeitest an Technik, die exakt geregelt sein muss, und siehst sofort, ob sie stimmt.
Passt zu dir, wenn …
- du Thermodynamik, Elektrik und Handwerk verbinden möchtest
- du sorgfältig an dichten Rohrsystemen arbeitest
- du Fehlersuche und Kundendienst magst
- du wechselnde Einsatzorte und Bereitschaftsdienste akzeptieren kannst
- Technik
- Handwerk
- Maschinen
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in im Kälteanlagenbauer-Handwerk
Das Handwerk ist meisterpflichtig. Mit dem Meisterbrief führst du einen Betrieb, bildest aus und übernimmst Planung und Abnahme.
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Wärmepumpen
Eine Wärmepumpe ist eine Kälteanlage, die rückwärts läuft. Der Beruf sitzt damit mitten in der Heizungswende, und Fachkräfte fehlen überall.
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Industriekälte und Prozesskühlung
Lebensmittelindustrie, Rechenzentren, Chemie: große Anlagen mit hoher Verantwortung und entsprechender Bezahlung.
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Sachkunde für Kältemittel
Der Umgang mit fluorierten Kältemitteln setzt einen Sachkundenachweis voraus. Er ist Pflicht und zugleich ein Qualifikationsmerkmal.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Eine Wärmepumpe ist technisch dieselbe Maschine wie ein Kühlschrank, nur andersherum genutzt: Sie entzieht der Umgebung Wärme und gibt sie im Haus ab. Deshalb ist die Kältetechnik der Beruf, der sie einbaut.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Mechatroniker/in für Kältetechnik?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung bei rund 930 bis 1.200 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg über dem Durchschnitt der Handwerksberufe, weil Fachkräfte knapp sind.
Was macht ein/e Mechatroniker/in für Kältetechnik?
Du baust, wartest und reparierst Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen: Rohre löten, Kältemittel befüllen, Steuerungen einrichten, Anlagen einregulieren und Dichtheitsprüfungen durchführen.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Ist der Beruf wegen der Wärmepumpen im Aufwind?
Ja. Eine Wärmepumpe ist technisch eine Kälteanlage, und für Einbau und Wartung braucht es genau diese Ausbildung. Der Bedarf übersteigt das Angebot deutlich.
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