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Mechaniker/in - Reifen- und Vulkanisationstechnik

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Du montierst und reparierst Reifen und Räder, prüfst Fahrwerke oder reparierst technische Gummiprodukte. Sicherheit, Materialzustand, Luftdruck und präzise Montage sind zentral.

Reifen, Fahrwerk & Vulkanisation

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.090–1.105 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Reifen, Räder und Fahrwerke prüfen

  • Reifen montieren, auswuchten und reparieren

  • Achsgeometrie und Fahrwerk vermessen

  • Reifen- und Räderdaten dokumentieren

  • Gummiprodukte durch Vulkanisation instand setzen

  • Kunden zu Sicherheit, Auswahl und Pflege beraten

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Reifen, Räder und Fahrwerke prüfen; Reifen montieren, auswuchten und reparieren; Achsgeometrie und Fahrwerk vermessen. Später kommen hinzu: Reifen- und Räderdaten dokumentieren; Gummiprodukte durch Vulkanisation instand setzen; Kunden zu Sicherheit, Auswahl und Pflege beraten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Reifenfachbetrieben, Kfz-Werkstätten, Runderneuerungsbetrieben oder Unternehmen für technische Gummiwaren und Fördergurte.

Ein Tag als Mechaniker/in - Reifen- und Vulkanisationstechnik

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:30 Uhr

    Terminliste.

    Im Räderwechselgeschäft ist der Tag durchgetaktet.

  2. 8:00 Uhr

    Räder wechseln, wuchten, Drucksensoren anlernen, Drehmoment nach Vorgabe.

  3. 10:30 Uhr

    Schadensbeurteilung an einem Lkw-Reifen.

    Reparabel oder nicht, und die Antwort kostet Geld.

  4. 12:30 Uhr

    Vulkanisieren: Schaden vorbereiten, Pflaster setzen, unter Druck und Wärme aushärten.

  5. 14:30 Uhr

    Fahrwerksvermessung nach Reifenwechsel.

    Ein schiefer Sturz frisst den neuen Reifen.

  6. 16:30 Uhr

    Einlagerung dokumentieren und die Halle aufräumen.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung im Handwerk

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Physik, Mathematik, Chemie.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Fachrichtungen

    Reifen- und Fahrwerktechnik konzentriert sich auf Fahrzeuge, Räder und Achsgeometrie. Vulkanisationstechnik vertieft Reparatur und Herstellung technischer Gummiprodukte.

    – Reifen- und Fahrwerktechnik

    – Vulkanisationstechnik

  • Reifen, Räder und Gummiwerkstoffe beurteilen
  • Montage-, Wucht- und Reparaturverfahren anwenden
  • Fahrwerk, Lenkung und Achsgeometrie prüfen
  • Vulkanisationsverfahren sicher durchführen
  • Maschinen, Hebebühnen und Messsysteme bedienen
  • Sicherheits- und Qualitätsprüfungen dokumentieren
  • eine der beiden Fachrichtungen vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.090–1.105 €

2. Ausbildungsjahr

1.167–1.178 €

3. Ausbildungsjahr

1.282–1.302 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.400–2.800 € brutto im Monat

Mit Meisterbrief oder im Industriebereich

ca. 3.100–4.000 € brutto im Monat

Der Reifendienst ist stark saisonal, und Überstunden im Frühjahr und Herbst werden meist vergütet. Im Industrie- und Nutzfahrzeugbereich liegt der Verdienst höher. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Saisonregelung.

Regionale Tarifbeispiele des Kfz-Handwerks 2026

Region und Tarifbindung des Reifen- und Kfz-Handwerks bestimmen den konkreten Wert.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Im Frühjahr und Herbst ist der Räderwechsel ein Ausnahmezustand mit langen Tagen.
  • Reifen sind schwer, besonders am Nutzfahrzeug, und der Rücken merkt das.
  • Gummistaub, Lärm und Zugluft in der Halle.
  • Der Beruf wird unterschätzt, und das merkst du, wenn du ihn nennst.

Besser als sein Ruf

  • Der Beruf ist mehr als Reifenmontage: Fahrwerk, Sensorik, Schadenbeurteilung und Vulkanisation.
  • Industrievulkanisation ist ein spezialisiertes Feld mit guten Sätzen und wenig Konkurrenz.
  • Reifendienste gibt es überall, und viele suchen dringend Fachkräfte.
  • Der Meisterbrief führt zu einem eigenen Betrieb mit überschaubarem Kapitalbedarf.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Fahrzeuge, Reifen und praktische Technik magst
  • du körperlich belastbar und sorgfältig montierst
  • du Sicherheitsmängel zuverlässig erkennst
  • du Messgeräte und Maschinen sicher bedienen möchtest
  • Handwerk
  • Maschinen
  • Körperliche Arbeit

Nicht sicher?

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in im Vulkaniseur- und Reifenmechaniker-Handwerk

    Mit dem Meisterbrief führst du einen Betrieb, bildest aus und kalkulierst Aufträge.

  • Nutzfahrzeug- und Industriereifen

    Reifen an Lastwagen, Baumaschinen und Landmaschinen sind ein eigenes Feld mit eigener Technik und deutlich höheren Sätzen.

  • Fördergurt- und Industrievulkanisation

    Förderbänder in Bergwerken, Kraftwerken und Werken werden vor Ort repariert. Die Einsätze sind anspruchsvoll und werden gut bezahlt.

  • Werkstattleitung oder eigener Betrieb

    Reifendienste gibt es in jeder Stadt, und viele suchen Nachfolger. Der Kapitalbedarf ist überschaubar.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Der zweite Zweig dieses Berufs hat mit Autos wenig zu tun: In der Vulkanisationstechnik werden Förderbänder, Walzen und technische Gummiteile für die Industrie instand gesetzt, oft direkt in der Anlage.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist bei rund 1.090 bis 1.110 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich anderer Kfz-nahen Handwerksberufe; im Nutzfahrzeug- und Industriebereich darüber.

Was macht ein/e Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik?

Du montierst, wuchtest und reparierst Reifen, prüfst Fahrwerke, vulkanisierst Schäden und arbeitest an Industrieprodukten wie Förderbändern und technischen Gummiteilen.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Zwei: Reifen- und Fahrzeugtechnik sowie Vulkanisationstechnik. Der Betrieb legt die Richtung fest, und die Arbeitsplätze unterscheiden sich deutlich.

Ist das nicht einfach Reifenwechseln?

Nein. Reifenwechsel ist der sichtbare Teil. Dazu kommen Fahrwerksvermessung, Reifendrucksysteme, Schadensbeurteilung und im zweiten Zweig die gesamte Vulkanisationstechnik.

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