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Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in

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Du entwickelst Software für technisch-mathematische Aufgaben und setzt mathematische Modelle in zuverlässige Programme um. Algorithmen, Daten, Tests und Dokumentation stehen im Mittelpunkt.

Software, Mathematik & Daten

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.238 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Berufsfeld
IT
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • mathematische Probleme und Anforderungen analysieren

  • Algorithmen und Datenmodelle entwickeln

  • Software in geeigneten Programmiersprachen umsetzen

  • numerische Verfahren und Datenbanken einsetzen

  • Programme testen, optimieren und dokumentieren

  • mit Fachabteilungen und Forschungsteams zusammenarbeiten

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: mathematische Probleme und Anforderungen analysieren; Algorithmen und Datenmodelle entwickeln; Software in geeigneten Programmiersprachen umsetzen. Später kommen hinzu: numerische Verfahren und Datenbanken einsetzen; Programme testen, optimieren und dokumentieren; mit Fachabteilungen und Forschungsteams zusammenarbeiten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in IT-Unternehmen, Forschungszentren, Hochschulen, Versicherungen, Banken, Maschinenbau, Automobilindustrie oder technischen Entwicklungsabteilungen.

Ein Tag als Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:30 Uhr

    Ein Rechenlauf von gestern Nacht ist durch.

    Ergebnisse prüfen, Abweichungen suchen.

  2. 10:00 Uhr

    Verfahren implementieren.

    Aus einer Formel im Papier wird Code, der auch bei großen Zahlen stabil bleibt.

  3. 12:00 Uhr

    Gespräch mit einer Fachabteilung.

    Sie beschreibt ein Problem, du übersetzt es in ein Modell.

  4. 13:30 Uhr

    Testfälle schreiben.

    Bei numerischen Verfahren ist das die einzige Absicherung, die trägt.

  5. 15:00 Uhr

    Laufzeit optimieren.

    Ein Faktor zehn spart hier echte Rechenzeit und echtes Geld.

  6. 16:30 Uhr

    Dokumentation und Übergabe des Zwischenstands.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Industrie und Handel

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Abitur oder Fachabitur. Hilfreich sind besonders Mathematik, Informatik, Physik, Englisch.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.

  • Mathematik und numerische Verfahren anwenden
  • Algorithmen und Datenstrukturen entwickeln
  • objektorientiert und prozedural programmieren
  • Datenbanken und Schnittstellen nutzen
  • Software testen und Qualität sichern
  • technische Modelle visualisieren und auswerten
  • Projekte planen und Dokumentationen erstellen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.238 €

2. Ausbildungsjahr

1.295 €

3. Ausbildungsjahr

1.353 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 3.100–3.700 € brutto im Monat

Mit Spezialisierung oder einigen Jahren Erfahrung

ca. 4.200–5.500 € brutto im Monat

Viele Ausbildungsbetriebe sind Forschungseinrichtungen und Hochschulen, dort gilt der TVöD oder der TV-L. In der Industrie liegt der Verdienst häufig darüber. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Tarifwerk.

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

IT-Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen können unterschiedlich vergüten.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Ohne Freude an Mathematik wird diese Ausbildung eine lange Zeit.
  • Fehler in numerischen Verfahren sind schwer zu finden: Das Programm läuft, das Ergebnis ist trotzdem falsch.
  • Die Zahl der Ausbildungsplätze ist klein, und sie liegen selten in der Nähe.
  • Bildschirmarbeit über den ganzen Tag.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung liegt über dem Durchschnitt, und der Einstieg danach ebenso.
  • Du arbeitest an Problemen, die nicht schon jemand anders gelöst hat.
  • Der mathematische Kern ist ein Vorsprung, wenn Datenanalyse und Modelle gefragt sind.
  • Forschungseinrichtungen und Hochschulen bieten geregelte Arbeitszeiten und Tarifbindung.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Mathematik und Programmierung gleichermaßen liebst
  • du komplexe Probleme schrittweise zerlegst
  • du sehr genau testest und dokumentierst
  • du lange konzentriert an abstrakten Aufgaben arbeiten kannst
  • Mathematik
  • Computer & IT
  • Analytisches Denken

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Wissenschaftliches Rechnen und Simulation

    Strömung, Statik, Wetter, Materialverhalten: Wer Modelle in Programme übersetzt, arbeitet an Rechenzentren, in der Forschung und in der Industrie.

  • Datenanalyse und maschinelles Lernen

    Der Beruf bringt die mathematische Grundlage schon mit. Für die Arbeit an Modellen und Auswertungen ist das ein Vorsprung gegenüber rein anwendungsorientierten Ausbildungen.

  • Softwarearchitektur

    Mit Erfahrung entwirfst du, statt nur zu implementieren: Struktur, Schnittstellen, Datenmodelle. Der Weg dorthin führt über gelieferte Projekte.

  • Studium Informatik oder Mathematik

    Der Abschluss ist eine gute Grundlage, und viele Arbeitgeber unterstützen ein berufsbegleitendes Studium.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Der Beruf entstand aus der Ausbildung des mathematisch-technischen Assistenten an Rechenzentren. Die Verbindung zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist bis heute enger als bei jedem anderen IT-Beruf.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 1.240 € im ersten Jahr und damit über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Bereich anderer IT-Berufe, mit mathematischem Schwerpunkt oft darüber.

Was ist der Unterschied zwischen Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in und Fachinformatiker/in?

Der Fachinformatiker ist breiter und näher am Betrieb der Systeme. Der mathematisch-technische Softwareentwickler arbeitet stärker an Rechenverfahren, Modellen und Simulation, mit deutlich mehr Mathematik in der Ausbildung.

Wie viel Mathematik steckt wirklich drin?

Viel. Analysis, lineare Algebra, Numerik und Statistik gehören zum Pflichtstoff. Wer Mathematik nur erträgt, wird in dieser Ausbildung nicht glücklich.

Wo wird dieser Beruf ausgebildet?

Vor allem bei Forschungseinrichtungen, Rechenzentren, Hochschulen, Versicherungen und in der Industrie. Die Zahl der Ausbildungsplätze ist überschaubar.

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