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Manufakturporzellanmaler/in

Bildfläche
Du malst und dekorierst hochwertiges Porzellan in Handarbeit. Entwurf, Pinseltechnik, Farbe, Brand und der Charakter des einzelnen Stücks müssen sehr genau zusammenpassen.

Porzellan, Malerei & Manufaktur

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.200 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Motive und Dekore entwerfen oder übertragen

  • Porzellanflächen reinigen und vorbereiten

  • Farben, Edelmetallpräparate und Hilfsmittel anmischen

  • Motive mit Pinsel, Feder oder weiteren Techniken auftragen

  • Dekorbrände vorbereiten und Ergebnisse prüfen

  • Fehler retuschieren und Einzelstücke dokumentieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Motive und Dekore entwerfen oder übertragen; Porzellanflächen reinigen und vorbereiten; Farben, Edelmetallpräparate und Hilfsmittel anmischen. Später kommen hinzu: Motive mit Pinsel, Feder oder weiteren Techniken auftragen; Dekorbrände vorbereiten und Ergebnisse prüfen; Fehler retuschieren und Einzelstücke dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Porzellanmanufakturen, kunsthandwerklichen Werkstätten, Restaurierungs- oder Dekorabteilungen hochwertiger Keramikbetriebe.

Ein Tag als Manufakturporzellanmaler/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:30 Uhr

    Vorlage studieren: Welches Dekor, welche Farben, welche Reihenfolge?

  2. 8:30 Uhr

    Farben anreiben und Pinsel vorbereiten.

  3. 9:30 Uhr

    Blütenmalerei: Der Pinselstrich sitzt oder er sitzt nicht.

  4. 12:30 Uhr

    Zwischenbrand einräumen und Kurve überwachen.

  5. 14:30 Uhr

    Zweite Farbschicht auftragen, Details setzen.

  6. 16:00 Uhr

    Goldrand ziehen und gleichmäßige Stärke prüfen.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Industrie und Handel

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: mittlerer Abschluss oder Hochschulreife mit Arbeitsproben. Hilfreich sind besonders Kunst/Gestaltung, Werken/Technik, Chemie, Geschichte.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.

  • Porzellan, Glasuren und Dekorfarben verstehen
  • Zeichnung, Ornament und Schrift anwenden
  • Unterglasur-, Aufglasur- und Edelmetalldekore herstellen
  • Pinsel-, Feder- und Spritztechniken einsetzen
  • Farben und Brennverhalten abstimmen
  • Entwürfe maßstäblich übertragen
  • Qualität und Manufakturstandards sichern
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

ca. 1.200 €

2. Ausbildungsjahr

ca. 1.250 €

3. Ausbildungsjahr

ca. 1.350 €

4. Ausbildungsjahr

betriebliche Fortführung je nach Tarif

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.400–2.800 € brutto im Monat

Mit Spezialisierung oder Meisterbrief

ca. 3.000–4.000 € brutto im Monat

Die großen Manufakturen sind tarifgebunden und bieten sichere, langfristige Beschäftigung.

Aktuelle Branchenorientierung der keramischen Industrie 2026

Manufakturen und Industriebetriebe können unterschiedlich vergüten; die Werte orientieren sich an aktueller feinkeramischer Industrie.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Höchste Genauigkeit über Stunden, in derselben Haltung.
  • Ein misslungener Strich kostet ein teures Stück.
  • Sehr wenige Ausbildungsplätze, nur an den Manufakturstandorten.
  • Serienmalerei verlangt, dasselbe Motiv immer wieder gleich gut zu treffen.

Besser als sein Ruf

  • Tarifliche Ausbildungsvergütung deutlich über dem Kunsthandwerksdurchschnitt.
  • Du arbeitest an Stücken, die über Generationen weitergegeben werden.
  • Manufakturen bieten Sicherheit und lange Betriebszugehörigkeit.
  • Ein Beruf mit außergewöhnlich hohem Ansehen.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du sehr fein zeichnest und malst
  • du geduldig an kleinen Details arbeitest
  • du Farbe, Ornament und handwerkliche Tradition magst
  • du dir eine seltene Manufakturausbildung vorstellen kannst
  • Handwerk
  • Kreativität
  • Genauigkeit

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Dekorspezialisierung

    Blumen, Figuren, Landschaften oder Goldstaffage, in Manufakturen spezialisiert man sich.

  • Modellabteilung

    Neue Dekore mitentwickeln und Vorlagen erstellen.

  • Restaurierung

    Historische Stücke der eigenen Manufaktur zu ergänzen ist eine besonders angesehene Aufgabe.

  • Meisterprüfung

    Der Meisterbrief öffnet Leitungsaufgaben in der Malerei.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Schmelzfarben zeigen ihre wahre Farbe erst nach dem Brand: Was beim Malen bräunlich oder grau wirkt, wird im Ofen zu Blau oder Rot. Wer malt, arbeitet deshalb nach Erfahrung und nicht nach dem, was er gerade sieht.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Manufakturporzellanmaler/in?

Du malst Dekore auf Porzellan in einer Manufaktur: Vorlagen übertragen, mit Schmelzfarben arbeiten, Konturen und Flächen ausführen, Gold auftragen, Brände begleiten und Ergebnisse prüfen.

Wie viel verdient man als Manufakturporzellanmaler/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.200 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Facharbeiterberufe der Manufakturen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

Was ist der Unterschied zum Glas- und Porzellanmaler?

Der Beruf ist auf die Manufakturarbeit zugeschnitten: eigene Dekore, eigene Techniken, hoher Anteil an Handmalerei nach historischen Vorlagen.

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Fünf Minuten, und du hast eine Richtung. Du kannst es so oft machen, wie du willst, und wir speichern nichts, was auf dich zurückführt.

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