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Keramiker/in

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Du entwirfst und fertigst Gefäße, Baukeramik oder dekorierte Keramik. Ton, Glasuren, Formen, Brennprozesse und gestalterische Entscheidungen bestimmen das Ergebnis.

Keramik, Gestaltung & Handwerk

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 724–1.200 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Entwürfe, Modelle und Arbeitsabläufe vorbereiten

  • Tone und keramische Massen aufbereiten

  • Werkstücke drehen, aufbauen, gießen oder formen

  • Oberflächen strukturieren, glasieren und dekorieren

  • Trocknung und Brennprozesse steuern

  • Erzeugnisse prüfen, präsentieren und verkaufen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Entwürfe, Modelle und Arbeitsabläufe vorbereiten; Tone und keramische Massen aufbereiten; Werkstücke drehen, aufbauen, gießen oder formen. Später kommen hinzu: Oberflächen strukturieren, glasieren und dekorieren; Trocknung und Brennprozesse steuern; Erzeugnisse prüfen, präsentieren und verkaufen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Keramikwerkstätten, Töpfereien, Baukeramikbetrieben, Ateliers, Manufakturen oder kleinen Produktionsbetrieben.

Ein Tag als Keramiker/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:00 Uhr

    Ton aufbereiten und schlagen, Luftblasen austreiben.

  2. 9:00 Uhr

    An der Scheibe drehen: eine Serie Schalen in gleicher Größe.

  3. 11:30 Uhr

    Getrocknete Stücke abdrehen und Henkel ansetzen.

  4. 13:30 Uhr

    Ofen ausräumen, Schrühbrand kontrollieren.

  5. 15:00 Uhr

    Glasieren: tauchen, gießen, Ränder abwischen.

  6. 16:30 Uhr

    Glasurbrand einräumen und Brennkurve starten.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung im Handwerk

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Kunst/Gestaltung, Werken/Technik, Chemie, Mathematik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Wahlqualifikationen

    Die Wahlqualifikationen setzen betriebliche Schwerpunkte bei Baukeramik, Dekoration oder Töpferei, ohne den gemeinsamen Berufsabschluss zu trennen.

    – Baukeramik

    – Dekoration

    – Töpferei

  • keramische Rohstoffe und Massen beurteilen
  • Formen durch Drehen, Aufbau, Gießen und Pressen herstellen
  • Modelle und Arbeitsformen anfertigen
  • Glasuren, Engoben und Dekore entwickeln
  • Trocknen und Brennen fachgerecht steuern
  • Gestaltung, Proportion und Oberflächen umsetzen
  • eine der drei Fachrichtungen vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

724–1.200 €

2. Ausbildungsjahr

854–1.250 €

3. Ausbildungsjahr

977–1.350 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.200–2.600 € brutto im Monat

Mit Meisterbrief oder eigener Werkstatt

ca. 2.700–3.800 € brutto im Monat

Industriebetriebe zahlen besser als kleine Werkstätten. Kurse und Verkauf sind für Selbstständige ein wichtiges zweites Standbein.

Ehrliche Branchenorientierung 2026, brutto pro Monat

Für das kleine Keramiker-Handwerk fehlt eine belastbare bundesweite typische Spanne. Keramische Industriebetriebe können deutlich höher vergüten.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Körperlich fordernd: Ton ist schwer, Ofenkarren noch schwerer.
  • Quarzstaub verlangt Absaugung und Maske.
  • Ein misslungener Brand vernichtet die Arbeit von Wochen.
  • Kleine Werkstätten zahlen selten üppig.

Besser als sein Ruf

  • Vom Klumpen Ton bis zum fertigen Stück machst du alles selbst.
  • Handgemachte Keramik ist seit Jahren gefragt.
  • Kurse und Märkte sind ein verlässliches zweites Standbein.
  • Meisterprüfung und eigene Werkstatt sind mit überschaubarem Kapital erreichbar.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Materialgefühl und Gestaltung verbinden möchtest
  • du geduldig an Formen und Oberflächen arbeitest
  • du Brennprozesse und handwerkliche Technik spannend findest
  • du eigene Entwürfe praktisch umsetzen möchtest
  • Handwerk
  • Kreativität
  • Räumliches Denken

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in im Keramikerhandwerk

    Der Meisterbrief führt zur eigenen Werkstatt mit Verkauf, Kursen und Auftragsarbeit.

  • Baukeramik

    Ofenkacheln, Fliesen und Fassadenkeramik sind ein Markt mit Architekturbezug.

  • Restaurierung

    Historische Keramik und Ofenkacheln zu ergänzen ist Fachwissen mit Denkmalbezug.

  • Industriekeramik

    Auch technische Keramik braucht Fachleute für Formgebung und Brand.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Ton schwindet beim Trocknen und beim Brennen, zusammen oft mehr als ein Zehntel. Wer eine Schale in einer bestimmten Größe braucht, dreht sie deshalb von vornherein größer, und rechnet den Schwund für jede Tonmasse einzeln.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Keramiker/in?

Du formst und brennst Ton: an der Drehscheibe arbeiten, Formen bauen und gießen, Glasuren mischen und auftragen, Öfen beladen und Brände fahren, Stücke nacharbeiten und verkaufen.

Wie viel verdient man als Keramiker/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb bei rund 724 bis 1.200 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Handwerksberufe; mit eigener Werkstatt hängt er am Verkauf.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Keramiker?

Drei Jahre.

Kann man von Keramik leben?

Als Angestellter ja, selbstständig hängt es an der Mischung: Verkauf, Auftragsarbeit, Kurse und Märkte tragen zusammen eine Werkstatt.

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