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Koch/Köchin

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Du bereitest Speisen professionell zu, planst Abläufe und sorgst dafür, dass Geschmack, Hygiene, Timing und Wirtschaftlichkeit stimmen. In einer Küche zählt Kreativität ebenso wie Teamdisziplin.

Küche, Lebensmittel & Gastgewerbe

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.120 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Speisekarten und Arbeitsabläufe planen

  • Lebensmittel prüfen, lagern und vorbereiten

  • warme und kalte Speisen zubereiten

  • Gerichte anrichten und ausgeben

  • Bestellungen, Warenverbrauch und Kosten kontrollieren

  • Hygiene, Qualität und Küchentechnik überwachen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Speisekarten und Arbeitsabläufe planen; Lebensmittel prüfen, lagern und vorbereiten; warme und kalte Speisen zubereiten. Später kommen hinzu: Gerichte anrichten und ausgeben; Bestellungen, Warenverbrauch und Kosten kontrollieren; Hygiene, Qualität und Küchentechnik überwachen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Restaurants, Hotels, Kantinen, Kliniken, Cateringunternehmen, Kreuzfahrtschiffen oder gastronomischen Produktionsküchen.

Ein Tag als Koch/Köchin

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:30 Uhr

    Wareneingang.

    Du prüfst Lieferungen und räumst ein, was gekühlt werden muss.

  2. 10:00 Uhr

    Mise en place.

    Du bereitest vor, was mittags in Minuten fertig sein muss.

  3. 12:00 Uhr

    Mittagsservice.

    Jetzt zählt Tempo, und Absprachen laufen über wenige Worte.

  4. 15:00 Uhr

    Pause zwischen den Services.

    In vielen Betrieben ist der Tag geteilt.

  5. 17:30 Uhr

    Vorbereitung und Abendservice.

  6. 22:30 Uhr

    Küche reinigen, Ware kontrollieren, für morgen vorbereiten.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung im Gastgewerbe

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Ernährung/Hauswirtschaft, Biologie, Chemie, Mathematik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.

  • Lebensmittel und Zubereitungsverfahren beherrschen
  • Suppen, Saucen, Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte herstellen
  • Speisen für unterschiedliche Ernährungsformen planen
  • Waren bestellen, lagern und kalkulieren
  • Küchenabläufe und Posten organisieren
  • Hygiene und Lebensmittelsicherheit umsetzen
  • Gästeanforderungen und Nachhaltigkeit berücksichtigen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.120 €

2. Ausbildungsjahr

1.233 €

3. Ausbildungsjahr

1.346 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.300–2.900 € brutto im Monat

Mit Küchenmeister oder als Sous-Chef

ca. 3.200–4.200 € brutto im Monat

Die Unterschiede sind groß. Kantinen und Betriebsgastronomie zahlen oft nach Tarif und haben geregelte Zeiten, Restaurants und Hotels zahlen unterschiedlich. Frag im Gespräch nach Tarif, Zuschlägen und Umgang mit Überstunden.

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Gastronomiebereich, Region und Tarifbindung können abweichen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Der geteilte Dienst ist hart. Du arbeitest mittags und abends und hast dazwischen frei, aber nicht zu Hause.
  • Du arbeitest, wenn andere feiern: abends, am Wochenende und an Feiertagen.
  • In der Küche ist es heiß und eng, und im Service wird es laut.
  • Der Ton ist in manchen Küchen rau. Das ist kein Naturgesetz, aber es kommt vor.

Besser als sein Ruf

  • Der Beruf öffnet Türen fast überall. Gekocht wird in jedem Land, auf Schiffen und in Kliniken.
  • Es gibt Küchen mit geregelten Zeiten. Betriebskantinen, Kliniken und Schulen suchen Köche und arbeiten oft ohne Abendservice.
  • Du siehst am Ende jedes Services, was du geleistet hast.
  • Der Fachkräftemangel ist groß. Das verbessert deine Verhandlungsposition spürbar.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Lebensmittel, Geschmack und Handwerk liebst
  • du unter Zeitdruck sauber und organisiert bleibst
  • du im Team klare Absprachen einhältst
  • du Schicht-, Abend- und Wochenendarbeit akzeptierst
  • Handwerk
  • Kreativität
  • Körperliche Arbeit
  • Teamarbeit

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Küchenmeister/in

    Der Meisterbrief führt in die Küchenleitung, berechtigt zum Ausbilden und ist die Voraussetzung für einen eigenen Betrieb.

  • Sous-Chef und Küchenchef

    Der übliche Weg im Betrieb: erst Stellvertretung, dann Verantwortung für Karte, Einkauf und Team.

  • Diätetisch geschulte/r Koch/Köchin

    Kliniken, Reha-Einrichtungen und Seniorenheime brauchen diese Zusatzqualifikation. Sie kommt oft mit geregelten Arbeitszeiten.

  • Betriebswirt/in im Gastgewerbe

    Wer die kaufmännische Seite will, geht über den Fachwirt oder Betriebswirt in die Betriebsleitung.

  • Eigenes Restaurant

    Mit Meisterbrief und Erfahrung ist der eigene Betrieb ein realistischer Weg. Viele beginnen klein.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

In der klassischen Küchenbrigade hat jeder Posten einen eigenen Namen. Der Saucier macht die Saucen, der Entremetier die Beilagen und der Patissier die Desserts.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Koch/Köchin?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist zwischen rund 900 und 1.200 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung entscheidet vor allem, ob du in der Gemeinschaftsverpflegung, im Restaurant oder in der gehobenen Küche arbeitest.

Muss man als Koch/Köchin abends und am Wochenende arbeiten?

In Restaurants und Hotels ja. In Kantinen, Kliniken und Kitas wird dagegen überwiegend tagsüber und unter der Woche gekocht.

Wie kreativ ist die Ausbildung?

Rezepte, Kalkulation und Standards geben den Rahmen vor. Bei Tagesgerichten, Beilagen und Anrichten hast du trotzdem Spielraum, und mit wachsender Erfahrung wird er größer.

Wo arbeite ich nach der Ausbildung?

In Restaurants, Hotels, Kantinen, Kliniken, Heimen, im Catering und auf Schiffen. Der Abschluss ist in kaum einem Beruf so ortsunabhängig.

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