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Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in

Bildfläche
Du stellst Kerzen her oder modellierst und verzierst Wachsobjekte. Rohstoffmischung, Docht, Farbe, Temperatur, Form und dekorative Gestaltung müssen genau aufeinander abgestimmt sein.

Kerzen, Wachs & Gestaltung

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ab 724 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Wachse, Farben und Zusatzstoffe auswählen und mischen

  • Dochte vorbereiten und Kerzen ziehen, gießen oder pressen

  • Maschinen und Schmelzanlagen einrichten

  • Kerzen schneiden, färben, lackieren und verzieren

  • Wachsbilder, Figuren und Ornamente modellieren

  • Qualität, Brennverhalten und Oberfläche prüfen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Wachse, Farben und Zusatzstoffe auswählen und mischen; Dochte vorbereiten und Kerzen ziehen, gießen oder pressen; Maschinen und Schmelzanlagen einrichten. Später kommen hinzu: Kerzen schneiden, färben, lackieren und verzieren; Wachsbilder, Figuren und Ornamente modellieren; Qualität, Brennverhalten und Oberfläche prüfen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Kerzenfabriken, Kerzenmanufakturen, Wachsbildnereien oder spezialisierten kunsthandwerklichen Werkstätten.

Ein Tag als Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:00 Uhr

    Wachs schmelzen und Temperatur einstellen.

  2. 8:00 Uhr

    Kerzen ziehen: Schicht für Schicht, bis der Durchmesser stimmt.

  3. 10:30 Uhr

    Gießanlage bestücken und Serie fahren.

  4. 12:30 Uhr

    Osterkerze verzieren: Wachsplatten schneiden und auflegen.

  5. 14:30 Uhr

    Oberflächen nacharbeiten, Dochte kürzen.

  6. 16:00 Uhr

    Ware prüfen, verpacken und einlagern.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Handwerk und Industrie

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Kunst/Gestaltung, Werken/Technik, Chemie, Mathematik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Schwerpunkte

    Kerzenherstellung vertieft Serien- und Formverfahren, Wachsbildnerei stärker plastische Gestaltung, Ornamente und individuelle Handarbeit.

    – Kerzenherstellung

    – Wachsbildnerei

  • Wachsrohstoffe und Mischungen beurteilen
  • Dochte und Brennverhalten abstimmen
  • Kerzen maschinell und handwerklich herstellen
  • Formen, Figuren und Wachsbilder gestalten
  • Farb-, Lackier- und Verziertechniken anwenden
  • Schmelz- und Produktionsanlagen sicher bedienen
  • einen der beiden Schwerpunkte vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

mind. 724 €

2. Ausbildungsjahr

mind. 854 €

3. Ausbildungsjahr

mind. 977 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.200–2.700 € brutto im Monat

Mit Meisterbrief oder in der Anlagenführung

ca. 2.900–3.800 € brutto im Monat

Industriebetriebe zahlen besser als kleine Werkstätten. Kirchliche Aufträge sind für Handwerksbetriebe ein wichtiges Standbein.

Gesetzliche Untergrenze für Ausbildungsbeginn 2026

Der Beruf ist sehr selten; eine belastbare bundesweite typische Vergütungsspanne liegt derzeit nicht vor.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Heißes Wachs verlangt Vorsicht und Schutz.
  • Serienarbeit mit hoher Wiederholung in der Hochsaison.
  • Sehr wenige Ausbildungsplätze in Deutschland.
  • Der Markt ist stark saisonabhängig.

Besser als sein Ruf

  • Handwerk mit Gestaltungsanteil und sichtbarem Ergebnis.
  • Kirchliche Aufträge sind verlässlich und werden ordentlich bezahlt.
  • Ein sehr seltener Abschluss mit guten Übernahmechancen.
  • Duft- und Designkerzen sind ein lebendiger, wachsender Markt.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Material, Farbe und Gestaltung magst
  • du sorgfältig mit Wärme und flüssigem Wachs arbeitest
  • du Handarbeit und Maschinen verbinden möchtest
  • du einen seltenen Spezialberuf suchst
  • Handwerk
  • Kreativität

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in im Wachszieherhandwerk

    Der Meisterbrief führt zur eigenen Werkstatt mit Verkauf und Auftragsarbeit.

  • Kirchenkerzen und Wachsbildnerei

    Osterkerzen und liturgische Kerzen sind Einzelstücke mit fester Kundschaft.

  • Industrielle Fertigung

    Große Hersteller produzieren in Serie; Anlagenführung ist dort die Fachaufgabe.

  • Gestaltung und eigene Produkte

    Duftkerzen und Designstücke sind ein Markt, der sich ständig erneuert.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Der Docht bestimmt, ob eine Kerze sauber brennt: Er muss zum Durchmesser und zum Wachs passen und sich beim Brennen leicht krümmen, damit die Spitze verglüht. Ein zu dicker Docht rußt, ein zu dünner ertrinkt im eigenen Wachs.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in?

Du verarbeitest Wachs: Kerzen ziehen, gießen und pressen, Dochte einsetzen, Oberflächen gestalten, Wachsbilder und Verzierungen anfertigen, Anlagen bedienen.

Wie viel verdient man als Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei mindestens rund 724 € im ersten Jahr, in tarifgebundenen Betrieben darüber. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Fertigungs- und Handwerksberufe.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

Ist der Beruf saisonal?

Die Nachfrage schwankt stark: Herbst und Winter sind Hochsaison. Produziert wird deshalb das ganze Jahr auf Lager.

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