Kaufmann/-frau - Versicherungen und Finanzanlagen
Versicherung, Finanzen & Beratung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.336 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Wirtschaft & Verwaltung
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Versicherungsbedarf und finanzielle Ziele ermitteln
-
Produkte erklären und passende Angebote erstellen
-
Verträge abschließen, ändern und verwalten
-
Schaden- und Leistungsfälle aufnehmen und prüfen
-
Kundendaten und rechtliche Dokumentation pflegen
-
Bestände, Vertrieb und Marktinformationen auswerten
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Versicherungsbedarf und finanzielle Ziele ermitteln; Produkte erklären und passende Angebote erstellen; Verträge abschließen, ändern und verwalten. Später kommen hinzu: Schaden- und Leistungsfälle aufnehmen und prüfen; Kundendaten und rechtliche Dokumentation pflegen; Bestände, Vertrieb und Marktinformationen auswerten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest bei Versicherungsunternehmen, Agenturen, Maklern, Finanzvertrieben, Banken oder betrieblichen Versicherungsabteilungen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
8:00 Uhr
Schadenmeldungen sichten, Dringendes vorziehen.
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9:30 Uhr
Kundengespräch: Berufsunfähigkeit erklären, Bedarf ermitteln.
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11:30 Uhr
Kfz-Schaden prüfen: Gutachten lesen, Deckung klären.
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13:30 Uhr
Angebot erstellen und Vertragsunterlagen vorbereiten.
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15:00 Uhr
Bestandskunden anrufen, Änderungen aufnehmen.
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16:30 Uhr
Vorgänge dokumentieren, Beratungsprotokolle ablegen.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in Industrie und Handel
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Fachabitur, Abitur oder mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Wirtschaft/Recht, Mathematik, Deutsch, Informatik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
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Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.
- Risiken und Versicherungsprodukte beurteilen
- Kunden bedarfsgerecht und rechtssicher beraten
- Finanzanlagen und Vorsorgelösungen erklären
- Verträge, Beiträge und Bestände verwalten
- Schaden- und Leistungsfälle bearbeiten
- Vertriebs- und Kommunikationswege nutzen
- Datenschutz, Aufsicht und Verbraucherschutz beachten
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.336 €
2. Ausbildungsjahr
1.407 €
3. Ausbildungsjahr
1.497 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.100–3.600 € brutto im Monat
Mit Fachwirt oder im Vertrieb mit Bestand
ca. 4.000–5.500 € brutto im Monat
Der Tarifvertrag des privaten Versicherungsgewerbes sieht zusätzlich ein dreizehntes und teils vierzehntes Monatsgehalt vor. Im Vertrieb kommen Provisionen dazu.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Versicherungsunternehmen und Finanzvertriebe können je nach Tarifbindung abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Vertriebsziele gehören dazu, auch wenn der Beruf beratend heißt.
- Ablehnungen im Schadenfall musst du erklären und aushalten.
- Sehr viel Produktwissen, das sich laufend ändert.
- Dokumentationspflichten kosten Zeit bei jedem Gespräch.
Besser als sein Ruf
- Hohe Ausbildungsvergütung und ein Tarifvertrag mit Sonderzahlungen.
- Absicherung ist ein Thema, das jeden betrifft. Die Beratung ist sinnvoll.
- Klare Fortbildungswege, häufig vom Arbeitgeber bezahlt.
- Der Wechsel in die eigene Agentur ist ein realistischer Weg.
Passt zu dir, wenn …
- du komplexe Produkte verständlich erklären kannst
- du mit Geld, Risiken und vertraulichen Daten sorgfältig umgehst
- du langfristige Kundenbeziehungen aufbauen möchtest
- du Beratung und wirtschaftliche Ziele verantwortungsvoll verbindest
- Organisation
- Sprache
- Kommunikation
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Fachrichtung Versicherung
Sach-, Kfz-, Kranken- oder Lebensversicherung: jede Sparte hat eigenes Fachwissen.
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Schadenregulierung
Schäden prüfen und regulieren ist der Bereich, in dem sich eine Versicherung beweist.
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Fachwirt für Versicherungen und Finanzen
Die Aufstiegsfortbildung ist Standard und wird oft vom Arbeitgeber bezahlt.
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Selbstständige Agentur
Eine eigene Agentur zu führen ist in dieser Branche ein üblicher Weg.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Wer einen Vertrag abschließt, kann ihn in der Regel binnen zwei Wochen widerrufen, bei Lebensversicherungen sogar dreißig Tage. Die Frist beginnt aber erst, wenn alle Unterlagen und die Belehrung vollständig vorliegen. Genau deshalb ist die Übergabe der Unterlagen ein eigener, dokumentierter Schritt.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen?
Du berätst zu Absicherung und Vorsorge: Bedarf ermitteln, Verträge erklären und abschließen, Schäden aufnehmen und regulieren, Bestände betreuen, Kunden bei Änderungen begleiten.
Wie viel verdient man als Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen?
In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.336 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt über vielen kaufmännischen Berufen.
Welche Fachrichtungen gibt es?
Versicherung und Finanzberatung. Die erste liegt näher am Vertrag und am Schaden, die zweite an Vorsorge und Anlage.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre, Verkürzung bei guten Leistungen möglich.
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