Investmentfondskaufmann/-frau
Fonds, Finanzen & Daten
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.350 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Wirtschaft & Verwaltung
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Wertpapier- und Marktdaten recherchieren und aufbereiten
-
Fondsvermögen, Transaktionen und Erträge verbuchen
-
Anteilspreise und Kennzahlen kontrollieren
-
Vertriebs- und Kundeninformationen erstellen
-
gesetzliche, steuerliche und aufsichtsrechtliche Vorgaben beachten
-
Berichte, Datenlieferungen und Projekte unterstützen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du prüfst Markt- und Fondsdaten und bearbeitest Transaktionen oder Abrechnungen im System. Kurse, Bestände und Erträge müssen mit verschiedenen Datenquellen übereinstimmen. Für Vertrieb oder Anleger bereitest du Informationen verständlich auf. Bei Abweichungen suchst du nach Buchungs-, Kurs- oder Schnittstellenfehlern. Fristen, Vier-Augen-Prinzip und regulatorische Dokumentation gelten für jeden Vorgang.
Wo du arbeitest
Du arbeitest bei Kapitalverwaltungsgesellschaften, Fondsgesellschaften, Banken, Depotbanken, Finanzdienstleistern oder spezialisierten Serviceunternehmen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:30 Uhr
Kurse und Bewertungen des Vortags prüfen.
-
9:00 Uhr
Anteilspreis eines Fonds berechnen und plausibilisieren.
-
11:00 Uhr
Wertpapiergeschäfte abstimmen, Differenzen mit der Verwahrstelle klären.
-
13:00 Uhr
Anlegeraufträge bearbeiten: Käufe, Verkäufe, Sparpläne.
-
15:00 Uhr
Meldung an die Aufsicht vorbereiten.
-
16:30 Uhr
Anfragen von Vertriebspartnern beantworten.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in Industrie und Handel
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Wirtschaft/Recht, Mathematik, Informatik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Unternehmen setzen Schwerpunkte bei Fondsbuchhaltung, Investment, Vertrieb, Risikocontrolling, Daten oder regulatorischen Services.
- Kapitalmärkte, Wertpapiere und Fonds verstehen
- Fondsbuchhaltung und Anteilspreisermittlung bearbeiten
- Markt- und Unternehmensdaten auswerten
- Vertrieb und Anlegerkommunikation unterstützen
- Steuer-, Aufsichts- und Investmentrecht anwenden
- digitale Finanzsysteme und Datenqualität sichern
- Projekte und internationale Abläufe koordinieren
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.350 €
2. Ausbildungsjahr
1.420 €
3. Ausbildungsjahr
1.500 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.300–3.900 € brutto im Monat
Mit Spezialisierung oder Fortbildung
ca. 4.500–6.000 € brutto im Monat
Die Fondsbranche zahlt überdurchschnittlich, häufig mit dreizehntem Gehalt und Bonusanteilen.
Beispielhafte Ausbildungsvergütung im Fonds- und Kreditgewerbe 2026
Das Beispiel dient als aktuelle Branchenorientierung; Unternehmen und Tarifbindung können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Sehr genaue Arbeit: Ein Fehler im Anteilspreis betrifft alle Anleger.
- Tagesabschlüsse haben feste Zeiten, die nicht verschiebbar sind.
- Viel Regulatorik und Dokumentation.
- Ausbildungsplätze gibt es fast nur in Frankfurt, München und Luxemburg.
Besser als sein Ruf
- Sehr hohe Ausbildungsvergütung und überdurchschnittliche Einstiegsgehälter.
- Ein Nischenberuf, dessen Absolventen die Branche gezielt sucht.
- Fachwissen zu Kapitalmärkten, das auch privat wertvoll ist.
- Klare Wege zur Spezialisierung mit deutlichen Gehaltssprüngen.
Passt zu dir, wenn …
- du Finanzmärkte und genaue Datenarbeit verbinden möchtest
- du Zahlen und Abweichungen systematisch prüfst
- du rechtliche Regeln und Fristen zuverlässig einhältst
- du wirtschaftliche Inhalte verständlich formulieren kannst
- Organisation
- Mathematik
- Computer & IT
- Genauigkeit
- Analytisches Denken
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Fondsbuchhaltung
Anteilspreise berechnen und Bestände abstimmen ist der Kern des Berufs.
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Portfoliomanagement-Support
Dem Fondsmanagement zuarbeiten heißt Daten, Analysen und Abwicklung.
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Compliance und Meldewesen
Regulatorische Anforderungen sind umfangreich, und Fachleute dafür sind gesucht.
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Fachwirt oder Studium
Über Fortbildung oder ein berufsbegleitendes Studium geht es in Spezialisten- und Führungsrollen.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Der Anteilspreis eines Fonds wird in der Regel einmal täglich neu berechnet: Fondsvermögen abzüglich Verbindlichkeiten, geteilt durch die Zahl der Anteile. Wer heute kauft, weiß den Preis deshalb erst hinterher. Anders als bei einer Aktie an der Börse.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Investmentfondskaufmann/-frau?
Du arbeitest in einer Fondsgesellschaft: Wertpapiergeschäfte abwickeln, Fondsvermögen bewerten, Anteilspreise ermitteln, Anlegerkonten führen, gesetzliche Meldungen erstellen, Vertriebspartner betreuen.
Wie viel verdient man als Investmentfondskaufmann/-frau?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 1.350 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst über vielen kaufmännischen Berufen; die Branche zahlt gut.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre.
Wo kann man das lernen?
Nur bei Kapitalverwaltungsgesellschaften und Verwahrstellen, und die sitzen fast alle an wenigen Finanzstandorten. Ausbildungsplätze sind entsprechend rar.
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