Industriekeramiker/in Anlagentechnik
Keramik, Anlagen & Industrie
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.123 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Kunststoff, Keramik & Glas
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
keramische Rohstoffe und Produktionsaufträge prüfen
-
Formgebungs-, Trocknungs- und Brennanlagen einrichten
-
Werkzeuge, Formen und Maschinen umrüsten
-
Temperatur, Druck und Materialfluss überwachen
-
Störungen erkennen und Anlagen instand halten
-
Produkte messen und Prozessqualität dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du prüfst Produktionsplan, Masse, Werkzeug und Anlagenzustand. An der Formgebungsanlage richtest du Parameter und Werkzeuge für das Produkt ein. Während Trocknung und Brand beobachtest du Temperatur, Druck und Durchlauf. Bei Störungen vergleichst du Anzeigen, Material und Mechanik und greifst nach Freigabe ein. Qualität und Maschinenzustand werden dokumentiert.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Porzellan-, Fliesen-, Sanitär-, Feuerfest-, technischer oder Baukeramikindustrie. Arbeitsorte sind Produktionshalle, Leitstand, Werkstatt und Prüflabor.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Schichtübernahme.
Welche Anlage lief nicht rund, was ist offen.
-
7:00 Uhr
Presse rüsten und einfahren, Werkzeug ausrichten.
-
9:30 Uhr
Störung an der Fördertechnik.
Ursache eingrenzen, beheben, dokumentieren.
-
11:30 Uhr
Vorbeugende Wartung am Trockner nach Plan.
-
13:00 Uhr
Brenner am Ofen prüfen und Luftführung nachstellen.
-
14:00 Uhr
Ersatzteile nachbestellen und an die Spätschicht übergeben.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Industrie
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Physik, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Eigenständiger Monoberuf
Anlagentechnik ist einer von vier eigenständigen Industriekeramiker-Berufen. Der Schwerpunkt liegt auf Einrichtung, Betrieb und Instandhaltung der Produktionsanlagen.
- keramische Rohstoffe und Massen verstehen
- Formgebungs- und Bearbeitungsanlagen einrichten
- Werkzeuge und Formen wechseln
- Trocknungs-, Glasur- und Brennprozesse überwachen
- Mess-, Steuer- und Regeltechnik nutzen
- Wartung und Störungsdiagnose durchführen
- Qualität, Energie und Materialeinsatz optimieren
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1123 €
2. Ausbildungsjahr
1184 €
3. Ausbildungsjahr
1296 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.000–3.500 € brutto im Monat inklusive Zulagen
Mit Meister oder Techniker
ca. 3.900–4.900 € brutto im Monat
Die keramische Industrie ist überwiegend tarifgebunden, und Bereitschaft wird zusätzlich vergütet. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Bereitschaftsmodell.
Tarifliche Branchenorientierung keramisch-glasindustrielle Produktion 2025, veröffentlicht 2026
Die Werte dienen als Branchenorientierung. Der konkrete Ausbildungsbetrieb kann nach einem anderen Tarif oder betrieblich vergüten.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Staub, Lärm und Hitze in der Nähe der Öfen.
- Schichtbetrieb und Bereitschaft, weil ein Anlagenstillstand die ganze Fertigung anhält.
- Bei einer Störung liegt der Druck auf dir, und alle warten sichtbar.
- Ein Teil der Arbeit ist Wartung nach Plan, und die ist unspektakulär.
Besser als sein Ruf
- Du bist im Werk die Person, die es wieder zum Laufen bringt. Das merkt jeder.
- Der Beruf ist technisch breit: Mechanik, Pneumatik, Steuerung, Messtechnik.
- Tarifbindung, Schichtzulagen und Bereitschaftsvergütung heben den Verdienst deutlich.
- Wer Anlagen kennt, kann später auch in andere Industriezweige wechseln.
Passt zu dir, wenn …
- du Maschinen und Werkstoffe verbinden möchtest
- du Prozesswerte ruhig beobachtest
- du Störungen systematisch eingrenzt
- du Schichtarbeit in industrieller Produktion akzeptierst
- Technik
- Maschinen
- Körperliche Arbeit
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Instandhaltung und Störungsdienst
Pressen, Trockner, Öfen und Fördertechnik in Betrieb halten. Wer schnell findet, wo es klemmt, ist im Werk die wichtigste Nummer.
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Industriemeister/in Keramik
Die Aufstiegsfortbildung des Berufs. Danach führst du eine Schicht und planst Instandhaltung und Personal.
-
Ofen- und Trocknertechnik
Brennkurven, Brenner, Luftführung: ein technisches Feld, in dem Energieverbrauch und Qualität zusammenhängen.
-
Techniker/in für Maschinenbau oder Keramik
Über eine Fachschule kommst du in Planung, Projektierung und Investitionsvorbereitung.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Ein keramischer Tunnelofen läuft über Jahre durch. Wagen fahren langsam hindurch und durchlaufen dabei eine feste Temperaturkurve. Der Ofen wird nicht auf- und abgeheizt, sondern das Produkt bewegt sich durch die Wärme.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Industriekeramiker/in Anlagentechnik?
In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.120 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst mit Schicht- und Bereitschaftszulagen über dem Durchschnitt.
Was macht ein/e Industriekeramiker/in Anlagentechnik?
Du richtest die Anlagen der keramischen Fertigung ein, fährst sie und hältst sie instand: Formgebungsmaschinen, Trockner, Öfen, Fördertechnik. Dazu kommen Störungssuche und Wartung.
Was ist der Unterschied zur Verfahrenstechnik?
Die Verfahrenstechnik verantwortet das Produkt und den Prozess. Du verantwortest die Maschinen, mit denen produziert wird.
Brauche ich technisches Verständnis?
Ja, das ist der Kern. Mechanik, Pneumatik, Steuerungstechnik und Messtechnik gehören zur Ausbildung.
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