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Hörakustiker/in

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Du misst Hörvermögen, berätst Menschen und passt Hörsysteme individuell an. Akustik, Medizinwissen, Elektronik, Feinhandwerk und einfühlsame Kommunikation greifen eng ineinander.

Hören, Gesundheit & Technik

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 800–1.120 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Praktikum möglich
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Hörsituationen und Kundenbedarf erfragen

  • Hörtests und akustische Messungen durchführen

  • Hörsysteme auswählen und digital einstellen

  • Ohrpassstücke anfertigen und bearbeiten

  • Menschen in Bedienung und Pflege einweisen

  • Hörerfolg prüfen, nachjustieren und dokumentieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Du begrüßt einen Kunden, klärst Alltag, Hörprobleme und Erwartungen und führst Messungen durch. Anschließend vergleichst du Systeme und programmierst eine erste Einstellung. Ein Ohrpassstück wird digital oder handwerklich vorbereitet und angepasst. Im Gespräch prüfst du Klang, Verständlichkeit und Tragegefühl und erklärst Bedienung und Pflege. Bei Folgeterminen werden Daten ausgewertet und Einstellungen verändert.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Hörakustik-Fachgeschäften, Filialunternehmen, Kliniken, Herstellern oder spezialisierten Beratungs- und Anpasszentren.

Ein Tag als Hörakustiker/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 9:00 Uhr

    Hörtest: Töne und Sprachverstehen messen, Ergebnisse besprechen.

  2. 10:30 Uhr

    Ohrabformung nehmen und Otoplastik in Auftrag geben.

  3. 12:00 Uhr

    Hörgerät anpassen: Verstärkung nach Hörkurve einstellen.

  4. 14:00 Uhr

    In der Werkstatt: Otoplastik ausarbeiten und polieren.

  5. 15:30 Uhr

    Nachkontrolle: Feineinstellung nach den ersten Alltagswochen.

  6. 17:00 Uhr

    Reparaturen annehmen und Geräte reinigen.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung im Handwerk

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Physik, Biologie, Mathematik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betriebe setzen Schwerpunkte bei Erwachsenen, Kindern, Implantatnachsorge, Gehörschutz, Tinnitus oder besonderer Messtechnik.

  • Anatomie, Hörvorgang und Hörminderungen verstehen
  • audiometrische Messungen durchführen
  • Hörsysteme auswählen und programmieren
  • Ohrpassstücke herstellen und bearbeiten
  • Kunden beraten und anleiten
  • Hörerfolg, Qualität und medizinische Grenzen beachten
  • Abrechnung, Datenschutz und Dokumentation organisieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

800–1.120 €

2. Ausbildungsjahr

900–1.250 €

3. Ausbildungsjahr

1.000–1.390 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.700–3.100 € brutto im Monat

Mit Meisterbrief oder Filialleitung

ca. 3.500–4.800 € brutto im Monat

Der Beruf hat einen Fachkräftemangel, und das wirkt sich auf die Angebote aus. Frag im Bewerbungsgespräch nach Fortbildungsförderung.

Aktuelle Spanne für Hörakustik-Handwerk und Handel 2026

Handwerkliche und handelsorientierte Betriebe können unterschiedlich vergüten.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Viel Beratung mit älteren Menschen, die Zeit und Geduld brauchen.
  • Samstagsarbeit gehört in vielen Geschäften dazu.
  • Verkaufsziele sind bei großen Anbietern spürbar.
  • Die Anpassung braucht mehrere Termine; schnelle Erfolge sind selten.

Besser als sein Ruf

  • Du gibst Menschen einen Sinn zurück. Das erlebt man unmittelbar.
  • Ein Beruf mit ausgeprägtem Fachkräftemangel und guten Konditionen.
  • Verbindung aus Medizintechnik, Handwerk und Beratung.
  • Meisterpflichtiges Handwerk mit realistischer Selbstständigkeit.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Gesundheit, Elektronik und Menschenkontakt verbinden möchtest
  • du geduldig zuhörst und verständlich erklärst
  • du Messdaten und persönliche Rückmeldung gemeinsam bewertest
  • du fein und hygienisch arbeiten kannst
  • Technik
  • Handwerk
  • Genauigkeit
  • Kommunikation

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in im Hörakustikerhandwerk

    Ein meisterpflichtiges Handwerk. Der Meisterbrief führt zum eigenen Fachgeschäft.

  • Pädakustik

    Kinder mit Hörgeräten zu versorgen ist eine eigene Fachkunde mit hoher Verantwortung.

  • Cochlea-Implantat-Versorgung

    Die Zusammenarbeit mit Kliniken bei Implantaten ist ein wachsendes Feld.

  • Filialleitung

    Große Anbieter suchen Leute, die ein Geschäft führen können.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Ein Hörgerät wird nicht einfach lauter gestellt: Es verstärkt genau die Frequenzen, die fehlen, und begrenzt gleichzeitig laute Geräusche. Deshalb ist die Anpassung eine Rechnung auf Basis der individuellen Hörkurve, und keine Frage des Lautstärkereglers.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Hörakustiker/in?

Du versorgst Menschen mit Hörgeräten: Hörvermögen messen, Ohrabformungen nehmen, Otoplastiken fertigen, Geräte auswählen und einstellen, Anwender einweisen, Nachsorge und Service leisten.

Wie viel verdient man als Hörakustiker/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 800 bis 1.120 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst über dem vieler Handwerksberufe, mit Meisterbrief deutlich darüber.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Hörakustiker?

Drei Jahre.

Ist der Beruf zukunftssicher?

Sehr. Die Bevölkerung wird älter, Hörgeräte werden technisch besser, und die Versorgungsquote steigt. Der Beruf sucht seit Jahren Nachwuchs.

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