Heilerziehungspflegeassistent/in
Teilhabe, Heilerziehung & Assistenz
- Dauer
- 2 Jahre
- Finanzierung
- PiA vergütet, sonst meist ohne
- Ausbildungsart
- Schulische Ausbildung
- Berufsfeld
- Soziales & Erziehung
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Menschen mit Behinderung im Alltag unterstützen
-
Selbstständigkeit und Kommunikation fördern
-
Pflege- und Assistenzmaßnahmen durchführen
-
Freizeit-, Bildungs- und Teilhabeangebote gestalten
-
Entwicklung und Unterstützungsbedarf dokumentieren
-
mit Angehörigen und Fachstellen zusammenarbeiten
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Alltagsassistenz, Pflege und Teilhabe von Menschen mit Behinderung, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Wohnangeboten, Werkstätten, Förderstätten, Schulen, Kitas, ambulanten Diensten oder inklusiven Einrichtungen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:30 Uhr
Frühdienst.
Unterstützung beim Aufstehen und bei der Körperpflege, so viel wie nötig und so wenig wie möglich.
-
8:00 Uhr
Frühstück begleiten und den Weg zur Tagesstruktur organisieren.
-
10:00 Uhr
Alltagstraining: einkaufen, Wäsche, Ordnung.
Für viele ist genau das die eigentliche Förderung.
-
12:30 Uhr
Mittagessen, danach Dokumentation der Beobachtungen.
-
14:30 Uhr
Freizeitangebot, oft draußen.
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16:30 Uhr
Übergabe an den Spätdienst.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
landesrechtlich geregelt
klassische schulische Form oder regional praxisintegrierte Ausbildung
landesabhängig meist 12–24 Monate
Lernorte: Fachschule oder Berufsfachschule und sozialpädagogische beziehungsweise pflegerische Praxiseinrichtungen
Praxisanteil: mehrere längere Praxisphasen; bei PiA kontinuierliche Beschäftigung in einer Einrichtung
-
Zugang und Voraussetzungen
Je nach Bildungsgang reicht der Hauptschulabschluss, manche Schulen erwarten einen mittleren Abschluss. Manchmal kommt praktische Erfahrung oder eine Vorbildung dazu.
Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.
Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt
-
Ausbildungsvarianten
Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.
- Behinderungsbilder und Entwicklungsprozesse verstehen
- pädagogische und pflegerische Assistenz leisten
- Kommunikation und Unterstützte Kommunikation nutzen
- Teilhabeangebote planen
- Gesundheit und Pflege berücksichtigen
- rechtliche und ethische Grundlagen anwenden
- Praxis reflektieren und dokumentieren
Was die Ausbildung kostet
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.700–3.100 € brutto im Monat
Die meisten Träger sind tariflich gebunden, deshalb ist das Gehalt planbar. Zuschläge für Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst kommen dazu. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Tarifwerk und danach, ob der Träger den Aufbau zur Fachkraft unterstützt.
Modell: klassische schulische Ausbildung oder regional PiA Ausbildungsvergütung: PiA wird vergütet; klassische schulische Form meist ohne laufende Vergütung Schulgeld: öffentliche Fachschulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG oder Aufstiegs-BAföG kann je nach Bildungsgang möglich sein
Finanzierung hängt stark von klassischer Form, PiA, Bundesland und Träger ab.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienste gehören von Anfang an dazu.
- Körperlich fordernd, und die Belastung ist über einen ganzen Dienst spürbar.
- Zwei Jahre Ausbildung heißen: ein Abschluss, der weniger Verantwortung und weniger Gehalt trägt.
- Herausforderndes Verhalten auszuhalten muss man lernen, und am Anfang gelingt es nicht immer.
Besser als sein Ruf
- Der Einstieg ist niedrigschwellig, und der Aufbau zur Fachkraft steht offen.
- Der Bereich ist tariflich gebunden und besser bezahlt, als sein Ruf vermuten lässt.
- Einrichtungen suchen dringend Personal. Eine Stelle zu finden ist nirgends das Problem.
- Du siehst unmittelbar, dass deine Arbeit für jemanden einen Unterschied macht.
Passt zu dir, wenn …
- du Teilhabe und Selbstbestimmung ernst nimmst
- du Pflege und Pädagogik verbinden möchtest
- du geduldig und klar kommunizierst
- du körperliche und emotionale Nähe professionell gestaltest
- Menschenkontakt
- Körperliche Arbeit
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Aufbau zur Heilerziehungspflege
Der vorgesehene nächste Schritt. Die zweijährige Assistenzausbildung wird auf die dreijährige Fachkraftausbildung angerechnet.
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Feste Stelle in einer Wohngruppe
Einrichtungen der Eingliederungshilfe stellen Assistenten fest an, mit Tarifvertrag und Schichtzulagen.
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Wechsel in die Pflege
Der Abschluss wird auf Pflegeausbildungen teilweise angerechnet. Wer merkt, dass ihm der pflegerische Teil liegt, verliert nicht bei null.
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Praxiserfahrung als Argument
In diesem Feld zählt Erfahrung oft mehr als das Zeugnis. Wer zuverlässig arbeitet, bekommt Verantwortung, bevor er den nächsten Abschluss hat.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Die zweijährige Assistenzausbildung wird auf die dreijährige Heilerziehungspflege angerechnet. Wer aufbaut, fängt nicht von vorn an, sondern steigt später ein.
Was alle wissen wollen
Bekommt man als Heilerziehungspflegeassistent/in eine Ausbildungsvergütung?
Das hängt vom Bundesland und vom Modell ab. Praxisintegrierte Ausbildungen mit Vertrag beim Träger werden vergütet, rein schulische nicht. Frag an der Fachschule konkret nach.
Wie viel verdient man als Heilerziehungspflegeassistent/in?
Nach der Ausbildung liegt der Einstieg bei tarifgebundenen Trägern im Bereich von rund 2.700 bis 3.100 € brutto, dazu Schicht- und Wochenendzuschläge. Mit dem Aufbau zur Fachkraft steigt er deutlich.
Was ist der Unterschied zum Heilerziehungspfleger?
Der Assistent unterstützt und arbeitet zu, die Fachkraft plant die Begleitung und trägt die fachliche Verantwortung. Die Ausbildung ist ein Jahr kürzer.
Wo arbeite ich danach?
In Wohngruppen und Wohnheimen der Eingliederungshilfe, in Werkstätten, in Förderschulen und in ambulanten Diensten.
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