Erzieher/in
Soziales, Pädagogik & Betreuung
- Dauer
- 4 Jahre
- Finanzierung
- PiA vergütet, sonst meist ohne
- Ausbildungsart
- Schulische Ausbildung
- Berufsfeld
- Soziales & Erziehung
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Menschen im Alltag begleiten und beobachten
-
Bildungs-, Spiel- oder Unterstützungsangebote vorbereiten
-
Entwicklung und Bedürfnisse dokumentieren
-
Gruppen und Tagesabläufe organisieren
-
mit Familien und Fachkräften kommunizieren
-
Schutz, Teilhabe und Selbstständigkeit fördern
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Bildung, Betreuung und Entwicklungsbegleitung von Kindern und Jugendlichen, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Kitas, Schulen, Ganztag, Jugendhilfe, Wohngruppen, Familien- oder sozialen Einrichtungen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:00 Uhr
Frühdienst.
Die ersten Kinder kommen, und für manche ist die Übergabe der schwerste Moment des Tages.
-
9:00 Uhr
Morgenkreis und Angebot.
Was geplant war, gilt, solange die Gruppe mitmacht.
-
11:00 Uhr
Beobachtung und Dokumentation.
Entwicklungsschritte werden schriftlich festgehalten, das ist Vorgabe.
-
12:30 Uhr
Mittagessen und Ruhezeit.
Auch das ist pädagogische Arbeit und nicht Pause.
-
14:30 Uhr
Elterngespräch.
Vorbereitet, sachlich, und manchmal unangenehm.
-
16:00 Uhr
Teamzeit: Wochenplanung, Fallbesprechung, Absprachen.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
landesrechtlich geregelt
klassische schulische Form oder regional praxisintegrierte Ausbildung
landesabhängig meist 24–48 Monate einschließlich Praxis
Lernorte: Fachschule oder Berufsfachschule und sozialpädagogische beziehungsweise pflegerische Praxiseinrichtungen
Praxisanteil: mehrere längere Praxisphasen; bei PiA kontinuierliche Beschäftigung in einer Einrichtung
-
Zugang und Voraussetzungen
Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Die genauen Voraussetzungen erfährst du direkt bei der Schule, sie unterscheiden sich je nach Bundesland.
Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.
Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt
-
Ausbildungsvarianten
Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.
- Entwicklung, Pädagogik und soziale Lebenslagen verstehen
- Beziehungen professionell gestalten
- Angebote planen und durchführen
- Beobachtung und Dokumentation anwenden
- Schutzauftrag und rechtliche Grundlagen beachten
- mit Familien und Netzwerken kooperieren
- Praxisphasen reflektieren und fachlich auswerten
Was die Ausbildung kostet
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.300–3.700 € brutto im Monat
Mit Leitung oder Zusatzqualifikation
ca. 4.000–5.000 € brutto im Monat
Der Beruf ist tariflich gut abgesichert, weil die meisten Träger kommunal oder kirchlich sind. Zulagen für Leitung, Praxisanleitung und schwierige Arbeitsfelder kommen dazu. Frag im Bewerbungsgespräch nach Eingruppierung und Zulagen.
Modell: klassische schulische Ausbildung oder regional PiA Ausbildungsvergütung: PiA wird vergütet; klassische schulische Form meist ohne laufende Vergütung Schulgeld: öffentliche Fachschulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG oder Aufstiegs-BAföG kann je nach Bildungsgang möglich sein
Finanzierung hängt stark von klassischer Form, PiA, Bundesland und Träger ab.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Der Lärmpegel in einer Gruppe ist hoch, und er hört den ganzen Tag nicht auf.
- Personalmangel ist die Regel. Ausfälle bedeuten, dass du mit weniger Leuten dieselbe Gruppe stemmst.
- Elternarbeit kann fordernd sein, besonders wenn Erwartungen und Wirklichkeit auseinanderliegen.
- Die schulische Ausbildung ist in vielen Ländern unbezahlt, und das sind mehrere Jahre.
Besser als sein Ruf
- Die Bezahlung nach Tarif liegt über dem, was viele vermuten, und sie ist planbar.
- Der Beruf ist krisenfest: Betreuungsplätze werden mehr, nicht weniger.
- Du entscheidest über den Rahmen mit, in dem Kinder aufwachsen. Wenige Berufe wirken so unmittelbar.
- Praxisintegrierte Modelle zahlen inzwischen von Anfang an, und ihre Zahl wächst.
Passt zu dir, wenn …
- du Menschen geduldig und wertschätzend begleitest
- du kreativ Angebote entwickelst
- du Grenzen und Schutzregeln sicher einhältst
- du gerne im Team und mit Familien arbeitest
- Menschenkontakt
- Kreativität
- Kommunikation
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Leitung einer Kindertageseinrichtung
Der übliche Aufstieg. Du verantwortest Team, Konzept, Elternarbeit und Budget. Träger besetzen die Stellen meist aus den eigenen Reihen.
-
Fachkraft für einen Schwerpunkt
Sprachförderung, Inklusion, Krippenpädagogik, Naturpädagogik: Zusatzqualifikationen, die eine Einrichtung dringend braucht und die dich unersetzlich machen.
-
Wechsel in Jugendhilfe oder Heimerziehung
Wohngruppen, Erziehungshilfe, Schulsozialarbeit: andere Zielgruppen, oft mit Schichtdienst und höheren Zulagen.
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Studium Sozialpädagogik oder Kindheitspädagogik
Der Abschluss berechtigt in allen Bundesländern zum Studium. Berufsbegleitende Modelle sind verbreitet.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Die Ausbildung endet mit der staatlichen Anerkennung, und erst sie berechtigt zur Bezeichnung Erzieher/in. Der schulische Abschluss allein reicht dafür nicht: Das Anerkennungsjahr in der Praxis gehört dazu.
Was alle wissen wollen
Bekommt man als Erzieher/in eine Ausbildungsvergütung?
Das hängt vom Modell ab. Die klassische Fachschulausbildung ist schulisch und unbezahlt, das Anerkennungsjahr wird vergütet. Die praxisintegrierte Ausbildung zahlt dagegen von Anfang an, in vielen Ländern nach TVöD. Frag an der Schule nach, welches Modell angeboten wird.
Wie viel verdient man als Erzieher/in?
Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt bei kommunalen und kirchlichen Trägern nach Tarif und liegt im Einstieg im Bereich von rund 3.300 bis 3.700 € brutto, mit Zulagen für Leitung und besondere Aufgaben.
Wie lange dauert die Ausbildung?
In der Regel vier Jahre, je nach Bundesland und Modell drei bis fünf. Das Anerkennungsjahr ist dabei enthalten.
Ist der Beruf nur Kindergarten?
Nein. Krippe, Hort, Jugendarbeit, Heimerziehung, Einrichtungen der Eingliederungshilfe: Die Erlaubnis gilt breit, und viele wechseln im Lauf des Berufslebens.
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