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Graveur/in

Bildfläche
Du bringst Schriften, Ornamente, Bilder oder technische Strukturen in Metall, Glas, Kunststoff oder andere Werkstoffe ein. Handstichel, Maschinen, Laser und digitale Entwürfe ergänzen sich.

Gravur, Metall & Gestaltung

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 950 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Schriften, Muster und Bildmotive entwerfen

  • Werkstücke und Oberflächen vorbereiten

  • Handgravuren mit Sticheln ausführen

  • CNC-, Laser- und Graviermaschinen einrichten

  • Prägungen, Reliefs und Kennzeichnungen herstellen

  • Gravuren prüfen, nacharbeiten und restaurieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Du prüfst Auftrag, Werkstoff, Motiv und Größe und bereitest einen Entwurf oder Datensatz vor. Das Werkstück wird gespannt und die Kontur exakt übertragen. Je nach Auftrag arbeitest du mit Handstichel, Fräser, CNC oder Laser. Tiefe, Linienbreite und Oberfläche werden laufend kontrolliert. Nach Reinigung und Nacharbeit prüfst du Lesbarkeit, Wirkung und Maßhaltigkeit.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Graveurwerkstätten, Schmuck- und Prägeunternehmen, Werkzeug- und Formenbau, Schilderherstellung, Industriekennzeichnung oder Restaurierung.

Ein Tag als Graveur/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:30 Uhr

    Auftrag prüfen: Schrift, Tiefe, Material, Stückzahl.

  2. 8:30 Uhr

    Vorlage am Rechner aufbereiten und Werkzeugweg berechnen.

  3. 10:30 Uhr

    CNC-Gravur einrichten und erste Teile prüfen.

  4. 12:30 Uhr

    Handgravur an einem Siegelring, unter der Lupe.

  5. 14:30 Uhr

    Prägewerkzeug nacharbeiten und polieren.

  6. 16:00 Uhr

    Teile kontrollieren, Kanten entgraten, verpacken.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung im Handwerk

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Kunst/Gestaltung, Werken/Technik, Informatik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betrieb und Auftrag bestimmen Handgravur, CNC, Laser, Prägung, Schmuck, Werkzeug oder Restaurierung.

  • Schriften, Ornamente und Motive entwickeln
  • Werkstoffe und Oberflächen beurteilen
  • Handstichel und Gravierwerkzeuge führen
  • CNC-, Fräs- und Lasertechnik einsetzen
  • Reliefs, Prägungen und Kennzeichnungen herstellen
  • digitale Entwurfs- und Fertigungsdaten nutzen
  • Qualität prüfen und historische Arbeiten restaurieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

950 €

2. Ausbildungsjahr

980 €

3. Ausbildungsjahr

1.040 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat

Im Werkzeugbau oder mit Meisterbrief

ca. 3.200–4.300 € brutto im Monat

Industriebetriebe mit Tarifbindung zahlen deutlich besser als kleine Gravurwerkstätten.

Beispielhafte Ausbildungsvergütung im Graveur-Handwerk 2026

Region, Tarifbindung und handwerklicher oder industrieller Betrieb können zu Abweichungen führen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Höchste Genauigkeit über Stunden, oft unter Vergrößerung.
  • Ein Fehlstich ist auf Metall nicht zu korrigieren.
  • Kleiner Beruf mit wenigen Ausbildungsplätzen.
  • Sitzende Arbeit mit hoher Belastung für Augen und Nacken.

Besser als sein Ruf

  • Handgravur ist eine seltene Fähigkeit mit hoher Wertschätzung.
  • Der Werkzeugbau bietet technische Aufgaben und gute Bezahlung.
  • Moderne Verfahren erweitern das Handwerk, statt es zu ersetzen.
  • Sehr vielseitig: von der Medaille bis zum Spritzgusswerkzeug.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Zeichnung und präzise Materialbearbeitung verbinden möchtest
  • du lange konzentriert an Linien und Details arbeitest
  • du Handwerk und digitale Fertigung gleichermaßen magst
  • du Schriften, Ornamente und Oberflächen spannend findest
  • Handwerk
  • Kreativität
  • Genauigkeit
  • Räumliches Denken

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in im Graveurhandwerk

    Der Meisterbrief führt zur eigenen Werkstatt oder in die Werkzeugfertigung.

  • Stahl- und Formenbau

    Gravuren in Spritzguss- und Prägewerkzeuge sind ein technisches Feld mit guten Löhnen.

  • Schmuck- und Waffengravur

    Handgravur auf höchstem Niveau, mit internationaler Kundschaft.

  • Lasergravur und CNC

    Moderne Verfahren ergänzen die Handarbeit und öffnen neue Aufträge.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Prägewerkzeuge werden spiegelverkehrt und vertieft gearbeitet: Was am Ende erhaben glänzen soll, muss im Stempel als Vertiefung stehen. Wer graviert, denkt deshalb die ganze Zeit in der Negativform.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Graveur/in?

Du bringst Schrift und Motive in Metall: von Hand stechen, mit Maschine oder Laser gravieren, Prägewerkzeuge herstellen, Schilder und Medaillen fertigen, Oberflächen nacharbeiten.

Wie viel verdient man als Graveur/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 950 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Metallhandwerke, im Werkzeugbau darüber.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Graveur?

Drei Jahre.

Ist der Beruf durch Laser überflüssig geworden?

Nein, er hat sich verschoben. Serien laufen über Laser und CNC, Handgravur bleibt für Einzelstücke, Reparatur und höchste Qualität.

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