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Gastronomische/r Assistent/in

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In dieser Ausbildung arbeitest du an Service, Küche, Gästebetreuung und kaufmännische Gastronomieabläufe. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.

Tourismus, Hotel & internationale Kommunikation

Dauer
2 Jahre
Finanzierung
Meist ohne Vergütung
Ausbildungsart
Schulische Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Gäste oder Kunden beraten und informieren

  • Buchungen, Angebote oder Veranstaltungen vorbereiten

  • Service- und Organisationsabläufe koordinieren

  • Korrespondenz in Deutsch und Fremdsprachen bearbeiten

  • Abrechnungen und Daten pflegen

  • Reklamationen und besondere Wünsche lösen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Service, Küche, Gästebetreuung und kaufmännische Gastronomieabläufe, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Hotels, Reise-, Tourismus- und Freizeitunternehmen, Veranstaltungsbetrieben, Serviceorganisationen oder international ausgerichteten Unternehmen.

Ein Tag als Gastronomische/r Assistent/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:00 Uhr

    Unterricht in Ernährungslehre und Lebensmittelkunde: Nährstoffe, Kennzeichnung, Allergene.

  2. 9:45 Uhr

    Küchenpraxis in der Lehrküche.

    Vorbereiten, garen, anrichten, sauber arbeiten.

  3. 11:30 Uhr

    Service-Übung: eindecken, servieren, abrechnen, mit Gästen umgehen.

  4. 13:30 Uhr

    Kalkulation: Wareneinsatz, Verkaufspreis, Deckungsbeitrag eines Gerichts.

  5. 15:00 Uhr

    Hygiene und Recht.

    HACCP ist kein Wort für die Prüfung, sondern für jeden Tag danach.

  6. In der Praxisphase

    Im Betrieb: Vorbereitung am Vormittag, Service am Abend.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    landesrechtlich geregelt

    vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen

    landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern

    Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

    Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

  • Zugang und Voraussetzungen

    Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Fremdsprachen oder gute Deutschkenntnisse können besonders wichtig sein.

    Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

    Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

  • Ausbildungsvarianten

    Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

  • Tourismus-, Hotel- oder Serviceabläufe verstehen
  • Beratungs- und Verkaufsgespräche führen
  • Buchungs- und Verwaltungssysteme nutzen
  • Fremdsprachen praktisch anwenden
  • Angebote und Veranstaltungen organisieren
  • Kosten und Qualität berücksichtigen
  • interkulturelle Kommunikation trainieren
Geld

Was die Ausbildung kostet

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.200–2.600 € brutto im Monat

Das Gastgewerbe zahlt im Einstieg zurückhaltend. In der Gemeinschaftsverpflegung bei kommunalen und kirchlichen Trägern gelten Tarifverträge und das Gehalt ist planbarer. Frag im Bewerbungsgespräch nach Träger, Tarif und Zuschlägen.

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Es gibt keine Ausbildungsvergütung. Zwei Jahre müssen anders finanziert werden.
  • Die Gastronomie arbeitet abends, am Wochenende und an Feiertagen.
  • Der Abschluss ist weniger bekannt als die duale Ausbildung, und das musst du erklären.
  • Das Gastgewerbe zahlt im Einstieg niedrig, unabhängig vom Abschluss.

Besser als sein Ruf

  • Du lernst Küche und Service gemeinsam, nicht nur eines von beidem.
  • Ernährungslehre, Kalkulation und Hygienerecht sind ein fachlicher Kern, den die Praxis allein nicht vermittelt.
  • Zwei Jahre, ein Berufsabschluss und häufig die Fachhochschulreife dazu.
  • Gemeinschaftsverpflegung in Kliniken, Schulen und Heimen bietet geregeltere Arbeitszeiten als das Restaurant.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern arbeitest
  • du Fremdsprachen und Organisation magst
  • du auch bei Stress freundlich bleibst
  • du flexible Arbeitszeiten akzeptierst
  • Organisation
  • Kommunikation

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Einstieg in Küche oder Service

    Der übliche erste Schritt. Restaurants, Hotels und Cateringbetriebe stellen gastronomische Assistenten dort ein, wo Fachwissen und Organisation gebraucht werden.

  • Schichtleitung und Betriebsorganisation

    Nach einigen Jahren übernimmst du Dienstplan, Bestellung und Einweisung. In der Systemgastronomie geht das besonders schnell.

  • Küchenmeister/in oder Restaurantmeister/in

    Mit Berufserfahrung stehen die Meisterprüfungen offen. Danach darfst du ausbilden und führst einen Bereich.

  • Studium oder Fachwirt

    Viele Fachschulen bieten den Bildungsgang zusammen mit der Fachhochschulreife an. Damit stehen Fachwirtabschlüsse und ein Studium offen.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Der Wareneinsatz ist die Kennzahl, an der ein Betrieb hängt: Er sagt, welcher Anteil des Umsatzes für Einkauf draufgeht. Ein Gericht kann beliebt sein und den Betrieb trotzdem Geld kosten.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Bekommt man als Gastronomische/r Assistent/in eine Ausbildungsvergütung?

Nein. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt. An staatlichen Schulen fällt in der Regel kein Schulgeld an, private verlangen welches; BAföG ist möglich. Bezahlt wird erst in den Praktika und danach.

Was ist der Unterschied zwischen Gastronomische/r Assistent/in und Koch/Köchin?

Der Koch lernt dual im Betrieb, mit Vergütung und ausschließlich in der Küche. Der gastronomische Assistent lernt an einer Schule und deckt Küche, Service und kaufmännische Grundlagen gemeinsam ab.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Zwei Jahre in Vollzeit, mit verpflichtenden Praxisphasen. Häufig lässt sich die Fachhochschulreife dabei erwerben.

Wo arbeite ich danach?

In Restaurants, Hotels, Cateringbetrieben, Kantinen, in der Systemgastronomie und in der Gemeinschaftsverpflegung.

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