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Assistent/in - Tourismus

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In dieser Ausbildung arbeitest du an Reiseangebote, Gästeberatung und touristische Organisation. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.

Tourismus, Hotel & internationale Kommunikation

Dauer
2 Jahre
Finanzierung
Meist ohne Vergütung
Ausbildungsart
Schulische Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Gäste oder Kunden beraten und informieren

  • Buchungen, Angebote oder Veranstaltungen vorbereiten

  • Service- und Organisationsabläufe koordinieren

  • Korrespondenz in Deutsch und Fremdsprachen bearbeiten

  • Abrechnungen und Daten pflegen

  • Reklamationen und besondere Wünsche lösen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Reiseangebote, Gästeberatung und touristische Organisation, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Hotels, Reise-, Tourismus- und Freizeitunternehmen, Veranstaltungsbetrieben, Serviceorganisationen oder international ausgerichteten Unternehmen.

Ein Tag als Assistent/in - Tourismus

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:00 Uhr

    Unterricht in Tourismuswirtschaft: Zielgebiete, Marktstruktur, Reisevertragsrecht.

  2. 9:45 Uhr

    Englisch und zweite Fremdsprache, mit Beratungsgesprächen als Übung.

  3. 11:30 Uhr

    Arbeit am Buchungssystem.

    Verfügbarkeit prüfen, Angebot erstellen, Stornobedingungen erklären.

  4. 13:30 Uhr

    Marketing und Gestaltung: ein Prospekt für eine Region entwerfen.

  5. 15:00 Uhr

    Projektarbeit: eine Veranstaltung planen, kalkulieren und präsentieren.

  6. In der Praxisphase

    Im Reisebüro: Beratung, Buchung, Reklamation.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    landesrechtlich geregelt

    vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen

    landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern

    Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

    Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

  • Zugang und Voraussetzungen

    Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Fremdsprachen oder gute Deutschkenntnisse können besonders wichtig sein.

    Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

    Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

  • Ausbildungsvarianten

    Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

  • Tourismus-, Hotel- oder Serviceabläufe verstehen
  • Beratungs- und Verkaufsgespräche führen
  • Buchungs- und Verwaltungssysteme nutzen
  • Fremdsprachen praktisch anwenden
  • Angebote und Veranstaltungen organisieren
  • Kosten und Qualität berücksichtigen
  • interkulturelle Kommunikation trainieren
Geld

Was die Ausbildung kostet

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.200–2.600 € brutto im Monat

Die Reisebranche zahlt im Einstieg niedrig. Bei Kommunen und Tourismusgesellschaften gilt der TVöD und das Gehalt ist planbar; in privaten Reisebüros liegt es darunter. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Träger.

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Es gibt keine Ausbildungsvergütung. Zwei Jahre müssen anders finanziert werden.
  • Die Branche zahlt im Einstieg wenig und ist krisenanfällig.
  • Der Abschluss ist weniger bekannt als die duale Ausbildung.
  • Samstagsdienst ist im Reisebüro üblich, Veranstaltungen liegen am Wochenende.

Besser als sein Ruf

  • Zwei Jahre, ein Berufsabschluss und häufig die Fachhochschulreife dazu.
  • Zwei Fremdsprachen auf einem Niveau, das im dualen Weg selten erreicht wird.
  • Du lernst Reisevertragsrecht und Marktstrukturen, nicht nur Buchungssysteme.
  • Der Weg ins Studium bleibt offen, ohne dass du ein Jahr verlierst.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern arbeitest
  • du Fremdsprachen und Organisation magst
  • du auch bei Stress freundlich bleibst
  • du flexible Arbeitszeiten akzeptierst
  • Organisation
  • Sprache
  • Kommunikation

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Einstieg in Reisebüro oder Tourist-Information

    Der übliche erste Schritt. Beratung, Buchung und Gästebetreuung sind das, wofür der Bildungsgang ausbildet.

  • Veranstaltungs- und Gästemanagement

    Führungen, Messen, Feste und Tagungen organisieren. Wer Organisation mag, findet hier den anspruchsvollsten Teil des Berufsfelds.

  • Tourismusfachwirt/in

    Eine Aufstiegsfortbildung, berufsbegleitend machbar. Danach leitest du einen Bereich oder eine Tourist-Information.

  • Studium Tourismusmanagement

    Viele Fachschulen bieten den Bildungsgang zusammen mit der Fachhochschulreife an. Wer sie mitnimmt, kann direkt studieren.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Eine Pauschalreise ist rechtlich etwas anderes als zwei einzeln gebuchte Leistungen: Beim Paket haftet der Veranstalter für den ganzen Ablauf, und es gibt eine Insolvenzabsicherung. Deshalb steht die Frage, was genau gebucht wurde, am Anfang jeder Reklamation.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Bekommt man als Assistent/in - Tourismus eine Ausbildungsvergütung?

Nein. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt. An staatlichen Schulen fällt in der Regel kein Schulgeld an, private verlangen welches; BAföG ist möglich. Bezahlt wird erst in den Praktika und danach.

Was macht ein/e Assistent/in - Tourismus nach dem Abschluss?

Beraten und buchen im Reisebüro, Gäste betreuen in der Tourist-Information, Veranstaltungen organisieren, Angebote kalkulieren und Werbematerial betreuen.

Was ist der Unterschied zum Tourismuskaufmann?

Der Tourismuskaufmann lernt dual im Betrieb, mit Vergütung und von Anfang an im Buchungsgeschäft. Der Assistent lernt an einer Schule, breiter angelegt und mit stärkerem Gewicht auf Sprachen.

Reise ich in diesem Beruf viel?

Nein. Die Arbeit findet im Büro, am Schalter oder auf Veranstaltungen statt. Wer reisen will, sucht sich besser die Reiseleitung.

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