Fleischer/in
Lebensmittel, Fleisch & Handwerk
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 800–1.265 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Lebensmittel & Ernährung
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Fleisch und weitere Rohstoffe annehmen und beurteilen
-
Fleisch fachgerecht zerlegen, ausbeinen und zuschneiden
-
Wurst, Schinken, Feinkost und Gerichte herstellen
-
Produkte würzen, räuchern, garen und haltbar machen
-
Maschinen, Messer und Fülltechnik sicher bedienen
-
Hygiene, Kühlung, Rückverfolgbarkeit und Qualität sichern
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du prüfst Rohstoffe, Temperatur und Produktionsplan. Fleisch wird fachgerecht zugeschnitten und je nach Produkt zerkleinert, gewürzt, gefüllt, gegart oder geräuchert. Maschinen helfen bei vielen Schritten, Messerarbeit und Materialgefühl bleiben wichtig. Während der Produktion kontrollierst du Gewicht, Konsistenz und Temperatur. Nach jeder Produktgruppe werden Geräte und Flächen gründlich gereinigt. Je nach Betrieb bereitest du zusätzlich Platten, Gerichte oder Veranstaltungsservice vor.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Fleischereien, industrieller Fleisch- und Wurstproduktion, Lebensmittelhandel, Gastronomie oder Catering. Arbeitsorte sind Zerlegung, Produktion, Kühlung, Küche und teilweise Verkauf.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
5:00 Uhr
Du beginnst mit der Zerlegung.
Was heute in die Theke soll, wird jetzt vorbereitet.
-
7:00 Uhr
Wurstherstellung.
Du wiegst ab, kutterst und füllst nach Rezept.
-
9:30 Uhr
Die Theke wird bestückt.
Du schneidest auf und richtest an.
-
11:30 Uhr
Mittagsgeschäft.
In vielen Betrieben gibt es einen Imbiss, und da hilfst du mit.
-
14:00 Uhr
Reinigung und Dokumentation.
Hygiene wird schriftlich festgehalten, nicht nur gemacht.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in Handwerk und Industrie
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Chemie, Hauswirtschaft.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Wahlqualifikationen
Der Betrieb wählt mehrere Wahlqualifikationen passend zu Produktion und Geschäftsmodell. Schlachtung gehört nicht in jedem Betrieb zum Alltag.
– Schlachten
– Herstellen besonderer Fleisch- und Wurstwaren
– Herstellen von Gerichten und verzehrfertigen Erzeugnissen
– Veranstaltungsservice
– weitere betriebliche Vertiefungen
- Fleisch und Rohstoffe beurteilen und lagern
- Tierkörper und Teilstücke fachgerecht zerlegen
- Fleisch- und Wurstwaren herstellen
- Feinkost, Gerichte und haltbare Erzeugnisse produzieren
- Maschinen, Messer und Wärmeverfahren sicher einsetzen
- Hygiene, Kühlung und Rückverfolgbarkeit sichern
- betriebliche Wahlqualifikationen vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
800–1.200 € (Handwerk) bzw. 800–1.265 € (Industrie)
2. Ausbildungsjahr
900–1.300 € bzw. 900–1.338 €
3. Ausbildungsjahr
1.000–1.400 € bzw. 1.000–1.463 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.400–3.000 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief
ca. 3.200–4.000 € brutto im Monat
Fleischerhandwerk und fleischverarbeitende Industrie zahlen unterschiedlich, und die Tarifbindung ist regional sehr verschieden. Die Zahlen sind eine Spanne und keine Zusage.
Beispielhafte Spannen für Handwerk und Industrie 2026, brutto pro Monat
Die genaue Vergütung hängt von Bundesland, Tarifbindung und der Ausbildung im Handwerk oder in einem Industriebetrieb ab.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Du arbeitest mit Tieren, die geschlachtet wurden. Wer damit nicht umgehen kann, ist im falschen Beruf.
- Es ist kalt. Kühlräume und Verarbeitungsräume liegen deutlich unter Zimmertemperatur.
- Du hebst schwer und arbeitest mit sehr scharfen Werkzeugen. Konzentration ist Pflicht.
- Der frühe Start gehört dazu, ebenso der Samstag.
Besser als sein Ruf
- Der Beruf ist viel mehr als Schlachten. Zerlegung, Wurstherstellung, Veredelung und Verkauf gehören dazu.
- Fachkräfte werden gesucht. Wer den Abschluss hat, findet in der Regel schnell eine Stelle.
- Regionale Betriebe und Direktvermarktung wachsen wieder. Handwerkliche Qualität ist gefragt.
- Mit dem Meisterbrief steht dir ein eigener Betrieb offen, oft mit Laden und Partyservice.
Passt zu dir, wenn …
- du Lebensmittelhandwerk und praktische Produktion magst
- du mit Fleisch und tierischen Rohstoffen professionell umgehen kannst
- du Hygiene, Temperaturen und Messerarbeit sehr genau nimmst
- du frühe Arbeitszeiten und körperliche Arbeit akzeptierst
- Handwerk
- Körperliche Arbeit
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Fleischermeister/in
Der Meisterbrief öffnet den eigenen Betrieb und die Ausbildung von Nachwuchs. Im Fleischerhandwerk werden Betriebe gesucht, die jemand übernimmt.
-
Techniker/in für Lebensmitteltechnik
In der fleischverarbeitenden Industrie führt der Technikerabschluss in die Produktionsplanung und in die Qualitätssicherung.
-
Spezialisierung auf Veredelung
Wurstherstellung, Schinken, Partyservice oder Catering: Wer einen Bereich beherrscht, wird dafür geholt.
-
Verkauf und Betriebsleitung
Mit Erfahrung übernimmst du Einkauf, Kalkulation und die Führung einer Filiale.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Je nach Region heißt der Beruf im Alltag auch Metzger, Schlachter oder Fleischhauer. Der Ausbildungsberuf heißt bundesweit Fleischer.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Fleischer/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Bundesland und Tarifbindung meist zwischen rund 850 und 1.150 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Einstieg im Handwerk niedriger als in der Industrie, mit dem Meisterbrief steigt er deutlich.
Muss man als Fleischer/in selbst schlachten?
Nicht in jedem Betrieb. Schlachten ist eine mögliche Wahlqualifikation und hängt vom Ausbildungsbetrieb ab.
Stelle ich nur Wurst her?
Nein. Zerlegung, Frischfleisch, Schinken, Feinkost, Gerichte und Catering können dazugehören.
Wie wichtig ist Hygiene?
Extrem wichtig. Temperatur, Reinigung und Rückverfolgbarkeit schützen Verbraucher und Produktqualität.
Ist der Beruf körperlich?
Ja. Kälte, Stehen, Material und Messerarbeit fordern den Körper.
Ähnliche Berufe
-
Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk – Fleischerei
-
Gastronomie & Hotel
Koch/Köchin
-
Lebensmittel & Ernährung
Fachkraft für Lebensmitteltechnik
Probier es einfach aus
Fünf Minuten, und du hast eine Richtung. Du kannst es so oft machen, wie du willst, und wir speichern nichts, was auf dich zurückführt.
Passenden Beruf findenIhr Unternehmen bildet Fleischer/in aus?
Zeigen Sie sich hier den passenden Bewerbern aus Ihrer Region, kostenlos.