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Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk

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Du verkaufst Backwaren, Konditoreiprodukte oder Fleischereierzeugnisse und berätst zu Zutaten, Herstellung und Verwendung. Du bereitest Produkte vor, präsentierst sie, kassierst und hältst Hygiene und Frische ein.

Lebensmittel, Verkauf & Service

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 800–1.200 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Kunden beraten und Bestellungen aufnehmen

  • Produkte vorbereiten, veredeln und ansprechend präsentieren

  • Snacks, Gerichte oder Platten herstellen

  • Waren annehmen, lagern und Frische kontrollieren

  • Kassieren und Bestellungen abrechnen

  • Verkaufsraum, Geräte und Arbeitsbereiche hygienisch halten

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Vor Öffnung bereitest du Theke, Backwaren, Snacks oder Fleischereiprodukte vor und kontrollierst Temperatur und Frische. Im Verkauf fragst du nach Wünschen, informierst über Zutaten und Allergene und verpackst oder servierst die Ware. Zwischendurch stellst du Produkte her, füllst nach und bearbeitest Vorbestellungen. Nach Ladenschluss werden Kasse, Bestände, Geräte und Arbeitsbereich kontrolliert.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Bäckereien, Konditoreien, Fleischereien, Lebensmittelmärkten, Cafés, Catering oder Hotellerie. Arbeitsorte sind Verkauf, Theke, Vorbereitung, Lager und teilweise Cafébereich.

Ein Tag als Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 5:30 Uhr

    Du richtest die Theke her.

    Was frisch aus der Backstube kommt, wird eingeräumt.

  2. 6:30 Uhr

    Der Laden öffnet.

    Jetzt ist Betrieb, und der bleibt es erst mal.

  3. 9:00 Uhr

    Zwischen zwei Kundengruppen füllst du auf und schreibst nach, was nachproduziert werden muss.

  4. 11:30 Uhr

    Mittagsgeschäft mit Snacks und belegten Brötchen.

  5. 14:00 Uhr

    Du räumst zusammen, rechnest die Kasse ab und bereitest den nächsten Tag vor.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Industrie und Handel

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Deutsch, Hauswirtschaft, Biologie.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Schwerpunkte

    Der Schwerpunkt bestimmt Produkte, Herstellungsverfahren und Warenkunde. Der gemeinsame Abschluss bleibt gleich.

    – Bäckerei

    – Konditorei

    – Fleischerei

  • Kunden-, Beratungs- und Verkaufsgespräche führen
  • Rohstoffe, Zutaten und Herstellungsverfahren erklären
  • Produkte, Snacks und Gerichte herstellen und veredeln
  • Waren präsentieren, verpacken und servieren
  • Kasse, Bestellungen und Warenbestand bearbeiten
  • Lebensmittelrecht, Allergene und Hygiene beachten
  • einen der drei Schwerpunkte vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

800–1.200 €

2. Ausbildungsjahr

900–1.300 €

3. Ausbildungsjahr

1.000–1.400 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.100–2.600 € brutto im Monat

Der Verkauf im Lebensmittelhandwerk ist selten durchgehend tarifgebunden, und die Unterschiede zwischen Betrieben und Regionen sind groß. Mit Zusatzqualifikationen und Verantwortung für eine Filiale liegt mehr drin.

Beispielhafte Gesamtspanne der drei Schwerpunkte 2026, brutto pro Monat

Schwerpunkt, Bundesland sowie Ausbildung im Handwerk oder Handel beeinflussen die konkrete Vergütung.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Du stehst den ganzen Tag. Das merkst du in den ersten Wochen deutlich.
  • Früher Start und Samstagsarbeit gehören dazu.
  • Kundschaft ist nicht immer freundlich. Ruhig zu bleiben, muss man üben.
  • In der Stoßzeit läuft es schnell, und Fehler an der Kasse fallen sofort auf.

Besser als sein Ruf

  • Du hast den ganzen Tag mit Menschen zu tun und bekommst direkt zurück, ob du gut gearbeitet hast.
  • Der Beruf ist mehr als Kassieren. Du berätst zu Produkten, Zutaten und Allergenen und verantwortest die Ware.
  • Nach dem frühen Start hast du am Nachmittag frei.
  • Filialleitung ist ein realistischer nächster Schritt, und dafür brauchst du kein Studium.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne mit Menschen und Lebensmitteln arbeitest
  • du freundlich berätst und auch bei Andrang ruhig bleibst
  • du Frische, Hygiene und Allergene ernst nimmst
  • du früh, samstags oder im Schichtbetrieb arbeiten kannst
  • Kommunikation

Nicht sicher?

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Filialleitung

    Der nächste Schritt liegt nah: Personalplanung, Bestellungen und Umsatzverantwortung für einen Standort.

  • Verkaufsleitung mehrerer Filialen

    Größere Bäckereien und Fleischereien führen zehn und mehr Läden. Wer sich bewährt, betreut mehrere davon.

  • Ausbildung zum Bäcker oder Fleischer anhängen

    Wer von der Theke in die Backstube oder die Wurstküche will, hängt die Herstellungsausbildung an. Ein Teil wird angerechnet.

  • Handelsfachwirt/in

    Die kaufmännische Fortbildung führt in Einkauf, Controlling und Vertrieb, auch außerhalb des Lebensmittelhandwerks.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Die Ausbildung gibt es in zwei Schwerpunkten, Bäckerei und Fleischerei. Was du lernst, hängt davon ab, in welchem Betrieb du anfängst.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Bundesland und Tarifbindung meist zwischen rund 750 und 1.000 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Bereich des Einzelhandels; Verkaufsleitung und Filialverantwortung bringen mehr.

Muss man als Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk selbst herstellen?

Ja, in einem verkaufsbezogenen Umfang: Snacks, Gerichte, Veredelungen oder Platten gehören dazu.

Wann wähle ich den Schwerpunkt?

Der Ausbildungsbetrieb bildet in einem der drei Schwerpunkte aus.

Muss ich Allergene kennen?

Ja. Sichere und korrekte Information ist ein wichtiger Teil der Beratung.

Arbeite ich sonntags?

Je nach Bäckerei, Café, Hotel oder Standort kann Sonntagsarbeit vorkommen.

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