Fachinformatiker/in
IT, Software & Daten
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 800–1.373 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- IT
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
IT-Anforderungen analysieren und Lösungen planen
-
Software, Systeme, Netze oder Datenprozesse umsetzen
-
Hardware, Betriebssysteme, Anwendungen und Dienste konfigurieren
-
Programme, Skripte oder Datenmodelle entwickeln
-
IT-Systeme testen, absichern und dokumentieren
-
Nutzer beraten und Störungen systematisch beheben
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du startest mit einem Ticket, Projektauftrag oder Kundengespräch. In der Anwendungsentwicklung planst und programmierst du Funktionen. In der Systemintegration richtest du Server, Clients oder Cloud-Dienste ein. Daten- und Prozessanalyse untersucht Datenflüsse, digitale Vernetzung verbindet Maschinen und Systeme. Danach testest du deine Lösung, prüfst Sicherheit und dokumentierst Konfiguration oder Code. Bei Fehlern arbeitest du schrittweise mit Logs, Messwerten und Tests.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in IT-Unternehmen, Verwaltungen, Industrie, Handel, Banken, Medien, Gesundheitswesen oder internen IT-Abteilungen nahezu aller Branchen. Arbeitsorte sind Büro, Rechenzentrum, Homeoffice und Kundenbetrieb.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
8:30 Uhr
Tickets sichten.
Was seit gestern hereinkam, wird sortiert: dringend, wichtig, kann warten.
-
9:30 Uhr
Ein Fehler aus der Produktion.
Logs lesen, nachstellen, Ursache eingrenzen.
-
11:30 Uhr
Daily mit dem Team.
Kurz sagen, woran du sitzt und wo du hängst.
-
13:00 Uhr
Entwickeln oder einrichten, je nach Fachrichtung.
Der Block, in dem am meisten entsteht.
-
15:00 Uhr
Code-Review oder Dokumentation.
Beides ist unbeliebt und beides spart später Stunden.
-
16:30 Uhr
Deployment vorbereiten und den Stand übergeben.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in Industrie und Handel
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Informatik, Mathematik, Englisch.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Die Fachrichtung wird mit dem Ausbildungsbetrieb festgelegt und verändert Aufgaben und Matching deutlich. Für die spätere Plattform sind eigene Child-Seiten sinnvoll.
– Anwendungsentwicklung
– Daten- und Prozessanalyse
– Digitale Vernetzung
– Systemintegration
- IT-Projekte planen und Anforderungen aufnehmen
- Programmiersprachen, Skripte und Datenbanken nutzen
- Betriebssysteme, Netze, Server und Cloud-Dienste einrichten
- Daten analysieren und Prozesse digital verbessern
- Maschinen, Systeme und Anwendungen vernetzen
- IT-Sicherheit, Datenschutz und Qualität umsetzen
- eine der vier Fachrichtungen vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
800–1.373 €
2. Ausbildungsjahr
854–1.408 €
3. Ausbildungsjahr
977–1.489 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.000–3.600 € brutto im Monat
Mit Spezialisierung oder einigen Jahren Erfahrung
ca. 4.000–5.500 € brutto im Monat
Die IT zahlt über dem Durchschnitt, und der Unterschied zwischen Betrieben ist trotzdem groß: ein Konzern mit Tarifvertrag zahlt anders als ein Systemhaus in der Kleinstadt. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung, Weiterbildungsbudget und Bereitschaftsdiensten.
Beispielhafte Gesamtspanne 2026, brutto pro Monat
Die Spanne umfasst Handwerk sowie Industrie und Handel. Bundesland, Branche und Tarifbindung beeinflussen die tatsächliche Vergütung deutlich.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Du sitzt den ganzen Tag am Bildschirm, und der Nacken merkt das nach ein paar Jahren.
- Ein Fehler, den du nicht findest, geht abends mit nach Hause.
- In vielen Betrieben gehören Rufbereitschaft oder Wochenendfenster für Wartung dazu.
- Was du heute lernst, ist in fünf Jahren zum Teil überholt. Lernen hört in diesem Beruf nicht auf.
Besser als sein Ruf
- Die Bezahlung liegt deutlich über dem Durchschnitt der dualen Ausbildungsberufe.
- Der Beruf ist überall gesucht: Industrie, Verwaltung, Handel, Handwerk, alle brauchen IT.
- Homeoffice ist in diesem Beruf häufiger möglich als in fast jedem anderen.
- Du siehst dein Ergebnis sofort. Etwas läuft oder es läuft nicht, und das ist eine klare Rückmeldung.
Passt zu dir, wenn …
- du Probleme logisch zerlegen und lange konzentriert bleiben kannst
- du gerne lernst, weil Technik sich ständig verändert
- du verständlich mit Nutzern und Teams kommunizierst
- du Software, Systeme oder Daten praktisch verbessern möchtest
- Technik
- Mathematik
- Computer & IT
- Analytisches Denken
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Spezialisierung in der eigenen Fachrichtung
Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Daten- und Prozessanalyse, digitale Vernetzung: Innerhalb der Fachrichtung entscheidest du dich später weiter, für eine Sprache, eine Plattform oder ein Fachgebiet.
-
IT-Sicherheit
Ein Feld mit dauerhaftem Personalmangel und entsprechenden Gehältern. Der Einstieg führt über Zertifizierungen und über Erfahrung im Betrieb der Systeme, die du absichern sollst.
-
Fachwirt, Techniker oder Operative Professional
Die IT hat eigene Aufstiegsfortbildungen bis hin zum Operativen Professional, der dem Bachelor formal gleichgestellt ist. Sie sind berufsbegleitend machbar.
-
Studium Informatik oder Wirtschaftsinformatik
Mit Fachhochschulreife oder über die Aufstiegsfortbildung kannst du studieren. Viele Betriebe unterstützen das berufsbegleitend.
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Selbstständigkeit oder Freelancing
In der IT ist der Schritt in die Selbstständigkeit realistischer als in fast jedem anderen Beruf, weil Aufträge projektweise vergeben werden.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Fachinformatiker/in ist seit Jahren einer der am häufigsten neu abgeschlossenen Ausbildungsberufe in Deutschland, und die Zahl der Verträge steigt weiter, während sie insgesamt zurückgeht.
Unternehmen mit diesem Beruf
-
Hans WEBER Maschinenfabrik GmbH
96317 Kronach
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Fachinformatiker/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist zwischen rund 800 und 1.370 € im ersten Jahr; die Spanne ist eine der größten überhaupt. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg deutlich über dem Durchschnitt der dualen Berufe.
Welche Fachrichtungen gibt es bei Fachinformatiker/in?
Vier: Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Daten- und Prozessanalyse sowie digitale Vernetzung. Der Betrieb legt die Richtung mit dem Ausbildungsvertrag fest.
Brauche ich Abitur?
Nein. Viele Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Wichtiger als das Zeugnis ist, dass du dich in ein Problem hineindenken und dranbleiben kannst.
Muss ich vorher programmieren können?
Nein, aber wer schon einmal etwas gebaut hat, hat es im Bewerbungsgespräch leichter. Ein eigenes kleines Projekt sagt mehr als jede Note.
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