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Elektroniker/in – Geräte und Systeme

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Du entwickelst, fertigst, prüfst und reparierst elektronische Geräte und Baugruppen. Das können Messgeräte, Sensoren, medizinische Systeme, Fahrzeugelektronik oder Kommunikationsgeräte sein. Du arbeitest an Hardware, Software und Qualität.

Elektronik, Geräte & Fertigung

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.304–1.373 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Berufsfeld
Elektro
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Schaltungen und Baugruppen nach Unterlagen aufbauen

  • Leiterplatten bestücken, löten und montieren

  • Geräte konfigurieren und Software oder Firmware aufspielen

  • Mess- und Prüfverfahren entwickeln und durchführen

  • Fehler in Hardware, Software und Schnittstellen eingrenzen

  • Fertigungsabläufe überwachen und technische Dokumente erstellen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Du prüfst einen Fertigungs- oder Entwicklungsauftrag und stellst Bauteile und Unterlagen zusammen. Danach bestückst oder montierst du eine Baugruppe und überträgst die passende Software. Mit Oszilloskop, Prüfadapter und Messsoftware kontrollierst du Signale und Funktionen. Bei einem Fehler vergleichst du Soll- und Istwerte, prüfst Leiterplatte, Bauteile und Programmstand und dokumentierst die Ursache. In der Serienfertigung richtest du außerdem Prüfplätze ein und unterstützt die Qualitätssicherung.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Elektronik-, Mess-, Medizin-, Kommunikations-, Fahrzeug- oder Automatisierungsunternehmen sowie bei Elektronikfertigern. Arbeitsorte sind Entwicklung, Produktion, Prüffeld und Service.

Ein Tag als Elektroniker/in – Geräte und Systeme

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:00 Uhr

    Fertigungsauftrag durchgehen: Welche Baugruppe, welche Prüfvorschrift, welche Stückzahl.

  2. 8:30 Uhr

    Baugruppen bestücken und löten.

    Bei feiner Technik unter dem Mikroskop.

  3. 10:30 Uhr

    Funktionsprüfung am Messplatz.

    Werte protokollieren, Abweichungen melden.

  4. 12:30 Uhr

    Fehlersuche an einer Rückläuferbaugruppe.

    Schaltplan lesen, messen, Bauteil tauschen.

  5. 14:30 Uhr

    Software aufspielen und Endprüfung durchführen.

  6. 16:00 Uhr

    Prüfprotokolle abschließen und Material für morgen richten.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Industrie

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Informatik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Einsatzgebiete

    Das Einsatzgebiet bestimmt, welche Geräte, Qualitätsstandards und Fertigungsprozesse du besonders intensiv kennenlernst.

    – Automotive-Systeme

    – Elektronikfertigung

    – Informations- und Kommunikationsgeräte

    – Medizintechnik

    – Mess- und Prüftechnik

    – Systemkomponenten, Sensoren und Aktoren

  • elektronische Schaltungen und Baugruppen herstellen
  • Leiterplatten bestücken, löten und prüfen
  • Geräte und Systeme montieren und konfigurieren
  • Software, Firmware und Schnittstellen handhaben
  • Mess- und Prüfmittel einsetzen und automatisieren
  • Fehler diagnostizieren und Geräte instand setzen
  • Fertigungsprozesse und Qualität dokumentieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

ca. 1.304–1.373 €

2. Ausbildungsjahr

ca. 1.378–1.408 €

3. Ausbildungsjahr

ca. 1.443–1.489 €

4. Ausbildungsjahr

ca. 1.478–1.563 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 3.100–3.700 € brutto im Monat

In Prüftechnik oder mit Meister

ca. 4.000–5.200 € brutto im Monat

Die Elektroindustrie zahlt nach Flächentarif, mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Schichtzulagen kommen dazu, wo in Schichten gefertigt wird. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung.

Regionale Tarifbeispiele der Metall- und Elektroindustrie ab April 2026, brutto pro Monat

Tarifgebiet, Branche und Ausbildungsbetrieb bestimmen die genaue Vergütung.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Feine Arbeit über Stunden, oft unter dem Mikroskop. Das geht auf Augen und Nacken.
  • Ein Teil der Arbeit ist Serie, und Serie heißt Wiederholung.
  • Elektrostatische Entladung zerstört Bauteile unsichtbar. Die Schutzmaßnahmen sind lästig und trotzdem Pflicht.
  • Fehler, die erst beim Kunden auftreten, sind die unangenehmsten.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung gehört zu den höchsten überhaupt.
  • Du verstehst Elektronik bis auf die Bauteilebene, und das können immer weniger.
  • Prüf- und Messtechnik ist ein Feld mit Verantwortung und ohne Monotonie.
  • Der Weg in Entwicklung, Qualitätssicherung und Führung steht offen.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne an kleinen elektronischen Baugruppen arbeitest
  • du Hardware und Software zusammen verstehen möchtest
  • du bei Fehlersuche sehr genau und geduldig bleibst
  • du Messgeräte und digitale Dokumentation magst
  • Technik

Nicht sicher?

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Prüf- und Messtechnik

    Geräte prüfen, Messplätze aufbauen, Fehler eingrenzen. Ein Bereich, in dem Erfahrung unmittelbar zählt.

  • Industriemeister/in Elektrotechnik oder Techniker/in

    Beide Wege führen in Fertigungsplanung, Qualitätssicherung und Führung.

  • Prototypenbau und Entwicklungsbegleitung

    In der Entwicklung werden Muster gebaut und getestet, bevor eine Serie startet. Wer sauber aufbaut und messen kann, ist dort gefragt.

  • Qualitätssicherung

    Fehlerursachen finden, bevor Geräte das Werk verlassen. Eine Rolle mit Verantwortung und wenig Routine.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Eine elektrostatische Entladung kann ein Bauteil zerstören, ohne dass man etwas merkt: Das Gerät funktioniert zunächst und fällt später aus. Deshalb sind Erdungsbänder und leitfähige Unterlagen an jedem Arbeitsplatz Pflicht.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Elektroniker/in für Geräte und Systeme?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Industriebetrieben zwischen rund 1.300 und 1.370 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg deutlich über dem Durchschnitt der dualen Berufe.

Was macht ein/e Elektroniker/in für Geräte und Systeme?

Du fertigst, prüfst und reparierst elektronische Geräte und Komponenten: Baugruppen bestücken und löten, Software aufspielen, Funktionen messen, Fehler suchen und die Ergebnisse dokumentieren.

Was ist der Unterschied zur Betriebstechnik?

Die Betriebstechnik hält eine Anlage in Betrieb. Du stellst das Gerät her, das später irgendwo verbaut wird, und prüfst, ob es die Spezifikation erfüllt.

Löte ich viel?

Ja, vor allem bei Mustern, Reparaturen und Kleinserien. Die Großserie läuft über automatische Bestückung.

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