Agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/in
Naturwissenschaft, Landwirtschaft & Labor
- Dauer
- 3 Jahre
- Finanzierung
- Meist ohne Vergütung
- Ausbildungsart
- Schulische Ausbildung
- Berufsfeld
- Landwirtschaft, Natur & Tiere
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Versuche und Probennahmen vorbereiten
-
Pflanzen, Böden oder Saatgut untersuchen
-
Mess- und Laborgeräte bedienen
-
Versuchsflächen oder Kulturen betreuen
-
Daten erfassen und statistisch auswerten
-
Ergebnisse dokumentieren und mit Fachkräften abstimmen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Pflanzen, Böden, Saatgut und agrarische Versuche, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Versuchsstationen, Laboren, Saatgut- und Pflanzenzüchtungsunternehmen, Hochschulen oder landwirtschaftlichen Untersuchungsstellen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
8:00 Uhr
Agrarchemie: Nährstoffe, Bodenkunde, Düngung.
-
9:45 Uhr
Labor: Bodenproben aufbereiten, Nährstoffgehalte bestimmen, Werte protokollieren.
-
11:30 Uhr
Pflanzenbau und Tierernährung.
Woher die Fragen kommen, die du im Labor beantwortest.
-
13:30 Uhr
Mikroskopie und Mikrobiologie in der Übungseinheit.
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15:00 Uhr
Projektarbeit: einen Feldversuch planen, auswerten und darstellen.
-
In der Praxisphase
Im Betrieb: eine Probenreihe eigenständig durchziehen.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
landesrechtlich geregelt
vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
landes- oder schulabhängig meist 24–36 Monate
Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen
Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig
-
Zugang und Voraussetzungen
Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Gute Noten in den Naturwissenschaften und in Mathematik sind wichtig.
Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.
Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt
-
Ausbildungsvarianten
Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.
- Biologie, Chemie und agrarische Grundlagen anwenden
- Proben fachgerecht entnehmen und vorbereiten
- Labor- und Feldversuche durchführen
- Messgeräte und digitale Erfassungssysteme nutzen
- Pflanzenentwicklung und Umweltbedingungen beobachten
- Daten auswerten und Qualität sichern
- Arbeitsschutz und Dokumentation einhalten
Was die Ausbildung kostet
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
Ämter und Hochschulen zahlen nach öffentlichem Tarif, private Unternehmen unterschiedlich. Wer die Fachhochschulreife mitgenommen hat und studiert, kommt später deutlich höher heraus.
Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein
Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Es gibt keine Ausbildungsvergütung. Zwei bis drei Jahre müssen anders finanziert werden.
- Der Stoff ist chemie- und rechenlastig.
- Der Abschluss ist wenig bekannt und muss im Bewerbungsgespräch erklärt werden.
- Ein großer Teil der späteren Arbeit ist Routineanalytik nach Vorschrift.
Besser als sein Ruf
- Ein Berufsabschluss und häufig die Fachhochschulreife in derselben Zeit.
- Du verbindest Labor und Landwirtschaft. Diese Kombination ist selten.
- Düngerecht und Rückstandsanalytik werden strenger, und damit wächst der Bedarf.
- Der Weg ins Agrarstudium ist kurz und gut vorbereitet.
Passt zu dir, wenn …
- du Naturwissenschaften und praktische Versuche verbinden möchtest
- du sehr genau mit Proben und Daten arbeitest
- du Labor und Außeneinsatz gleichermaßen interessant findest
- du Ergebnisse kritisch prüfst
- Natur
- Analytisches Denken
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Einstieg in Labor und Versuchswesen
Züchtungsunternehmen, Untersuchungsämter und Institute stellen agrarwirtschaftlich-technische Assistenten für Analytik und Versuchsbetreuung ein.
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Boden- und Futtermittelanalytik
Nährstoffe, Rückstände, Inhaltsstoffe: Verfahren mit eigenen Normen, an deren Ergebnissen Düngepläne und Rationen hängen.
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Weiterbildung zum Techniker für Agrarwirtschaft
Der Abschluss wird auf die Fachschule angerechnet und führt in Versuchsleitung und Beratung.
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Studium Agrarwissenschaften
Viele Fachschulen bieten den Bildungsgang zusammen mit der Fachhochschulreife an. Wer sie mitnimmt, kann direkt studieren.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Düngung ist in Deutschland an nachgewiesene Bodenwerte gebunden. Die Zahlen dafür kommen aus Laboren wie dem, in dem dieser Beruf arbeitet. Ein Analysenergebnis entscheidet also mit, was auf den Acker darf.
Was alle wissen wollen
Bekommt man als Agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/in eine Ausbildungsvergütung?
Nein. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt. An staatlichen Schulen fällt in der Regel kein Schulgeld an, private verlangen welches; BAföG ist möglich.
Was macht ein/e Agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/in?
Du untersuchst Boden, Futter, Pflanzen und Erzeugnisse im Labor, betreust Feld- und Gewächshausversuche, nimmst Proben, wertest Daten aus und dokumentierst.
Was ist der Unterschied zum Pflanzentechnologen?
Der Pflanzentechnologe lernt dual im Betrieb, mit Vergütung, und arbeitet stärker im Versuchsfeld. Du lernst schulisch, mit deutlich mehr Labor und Analytik.
Wo arbeite ich danach?
Bei Züchtungsunternehmen, in Untersuchungsämtern, an Hochschulen und Instituten, in der Futtermittel- und Düngemittelindustrie und in der Beratung.
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