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Werkgehilfe/-gehilfin – Schmuckwarenindustrie, Taschen- und Armbanduhren

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Du unterstützt die industrielle Herstellung von Schmuckwaren, Taschen- und Armbanduhren. Kleine Bauteile werden bearbeitet, montiert, geprüft und für weitere Fertigungsschritte vorbereitet.

Schmuck, Uhren & industrielle Feinarbeit

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ab 724 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Kleinteile, Werkstoffe und Fertigungsauftrag vorbereiten

  • Maschinen und Vorrichtungen für Bearbeitung einrichten

  • Metallteile schneiden, formen, schleifen und polieren

  • Schmuck- oder Uhrenteile montieren und verbinden

  • Oberflächen und sichtbare Details nacharbeiten

  • Maße, Funktion, Vollständigkeit und Qualität prüfen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Kleinteile, Werkstoffe und Fertigungsauftrag vorbereiten; Maschinen und Vorrichtungen für Bearbeitung einrichten; Metallteile schneiden, formen, schleifen und polieren. Später kommen hinzu: Schmuck- oder Uhrenteile montieren und verbinden; Oberflächen und sichtbare Details nacharbeiten; Maße, Funktion, Vollständigkeit und Qualität prüfen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in wenigen Betrieben der Schmuckwaren-, Uhren- und metallverarbeitenden Kleinserienindustrie.

Ein Tag als Werkgehilfe/-gehilfin – Schmuckwarenindustrie, Taschen- und Armbanduhren

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:30 Uhr

    Auftrag und Zeichnung prüfen, Werkzeuge rüsten.

  2. 7:30 Uhr

    Teile stanzen, erste Stücke messen und freigeben.

  3. 9:30 Uhr

    Baugruppen löten und richten.

  4. 12:00 Uhr

    Oberflächen schleifen und polieren.

  5. 14:00 Uhr

    Montage: Armband einsetzen, Verschluss prüfen.

  6. 15:30 Uhr

    Endkontrolle und Verpackung.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Schmuckwaren- und Uhrenindustrie

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Kunst/Gestaltung, Physik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Produktprogramm und Betrieb bestimmen Schmuckteile, Uhrenkomponenten, Montage und Oberflächenbearbeitung.

  • Metalle, Werkstoffe und kleine Bauteile unterscheiden
  • Zeichnungen und Fertigungsunterlagen nutzen
  • Maschinen, Werkzeuge und Vorrichtungen bedienen
  • Teile formen, trennen, schleifen und polieren
  • Bauteile montieren und Verbindungen herstellen
  • Oberflächen und Qualität kontrollieren
  • Produktionsabläufe und Arbeitsschutz dokumentieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

mind. 724 €

2. Ausbildungsjahr

mind. 854 €

3. Ausbildungsjahr

mind. 977 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.200–2.700 € brutto im Monat

Mit Maschinenverantwortung oder Zusatzqualifikation

ca. 2.800–3.600 € brutto im Monat

Tarifgebundene Industriebetriebe zahlen deutlich besser als kleine Zulieferer.

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat

Für diesem sehr seltenen Ausbildungsberuf der Schmuckwaren- und Uhrenindustrie liegt derzeit keine belastbare bundesweite typische Vergütungsspanne vor. Tarifverträge oder betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Serienarbeit mit Wiederholung und Stückvorgaben.
  • Poliermittel und Metallstaub verlangen Absaugung.
  • Der Abschluss allein ist ein Einstieg, kein Ziel.
  • Die Branche ist regional stark konzentriert.

Besser als sein Ruf

  • Ein schneller Einstieg in eine hochwertige Fertigung.
  • Anschluss an eine Vollausbildung ist gut möglich.
  • Sauberer Arbeitsplatz mit festen Zeiten.
  • Deutsche Schmuck- und Uhrenfertigung hat international einen guten Ruf.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne mit sehr kleinen Teilen arbeitest
  • du auch bei Serienfertigung aufmerksam bleibst
  • du Maschinen und feine Handarbeit verbinden möchtest
  • du für einen seltenen Ausbildungsplatz flexibel suchst
  • Handwerk

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Vollausbildung anschließen

    Der Beruf ist eine zweijährige Grundstufe. Gold- und Silberschmied oder Uhrmacher sind die passenden Anschlüsse.

  • Maschinenführung

    Stanzen, Pressen und Polieranlagen einzurichten ist eine eigene Qualifikation.

  • Qualitätsprüfung

    Maße, Oberflächen und Funktion prüfen, bevor Ware das Haus verlässt.

  • Montage und Endfertigung

    Uhrwerke einschalen und Armbänder montieren ist Facharbeit mit hoher Genauigkeit.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Poliert wird in mehreren Stufen mit immer feineren Mitteln, und jede Stufe muss vollständig sein. Ein einziger übersehener Kratzer aus der groben Stufe bleibt bis zum Schluss sichtbar, weil die feinen Mittel ihn nicht mehr abtragen.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Werkgehilfe/-gehilfin in der Schmuckwarenindustrie?

Du arbeitest in der Serienfertigung von Schmuck und Uhren: Teile stanzen, biegen, löten und polieren, Baugruppen montieren, Oberflächen behandeln, Werkstücke prüfen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

Wie viel verdient man als Werkgehilfe/-gehilfin in der Schmuckwarenindustrie?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei mindestens rund 724 € im ersten Jahr, in tarifgebundenen Betrieben darüber. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Fertigungsberufe.

Wo gibt es Ausbildungsplätze?

Vor allem in Pforzheim und Umgebung, dem Zentrum der deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie.

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