Verfahrensmechaniker/in - Steine- und Erdenindustrie
Baustoffe, Rohstoffe & Großanlagen
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.051 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Kunststoff, Keramik & Glas
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Rohstoffe annehmen, prüfen und lagern
-
Misch-, Mahl-, Brenn- oder Formanlagen einrichten
-
Rezepturen und Produktionsparameter einstellen
-
Förder-, Wäge- und Fertigungsanlagen überwachen
-
Proben nehmen und Baustoffeigenschaften prüfen
-
Anlagen reinigen, warten und Produkte verladen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Rohstoffe annehmen, prüfen und lagern; Misch-, Mahl-, Brenn- oder Formanlagen einrichten; Rezepturen und Produktionsparameter einstellen. Später kommen hinzu: Förder-, Wäge- und Fertigungsanlagen überwachen; Proben nehmen und Baustoffeigenschaften prüfen; Anlagen reinigen, warten und Produkte verladen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Asphalt-, Zement-, Kalk-, Gips-, Porenbeton-, Kalksandstein-, Transportbeton- und Betonfertigteilwerken.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Schichtübernahme.
Silobestände, Rezepturen, Störungen der Nacht.
-
7:00 Uhr
Rohstoffe prüfen: Feuchte und Kornaufbau entscheiden über die Zugabemenge.
-
9:00 Uhr
Anlage fahren.
Dosierung überwachen, Mischzeiten einhalten, Verladung koordinieren.
-
11:30 Uhr
Probe ziehen und prüfen: Festigkeit, Konsistenz, Rohdichte.
-
13:00 Uhr
Störung am Brecher.
Abschalten, sichern, Ursache beheben, dokumentieren.
-
14:00 Uhr
Übergabe an die Spätschicht.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Steine- und Erdenindustrie
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Chemie, Physik, Mathematik, Geografie/Geologie.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Die sechs Fachrichtungen unterscheiden sich bei Rohstoffen, Anlagen und Produkten. Der Ausbildungsvertrag legt die Fachrichtung fest.
– Asphalttechnik
– Baustoffe
– Gipsplatten oder Faserzement
– Kalksandsteine oder Porenbeton
– Transportbeton
– Vorgefertigte Betonerzeugnisse
- mineralische Rohstoffe und Baustoffe beurteilen
- Förder-, Misch- und Aufbereitungsanlagen bedienen
- Brenn-, Form- oder Verdichtungsverfahren steuern
- Rezepturen und Produktionsdaten anwenden
- Proben nehmen und Werkstoffprüfungen durchführen
- Anlagen warten und Störungen beheben
- eine Fachrichtung vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.051 €
2. Ausbildungsjahr
1.168 €
3. Ausbildungsjahr
1.372 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat inklusive Zuschlägen
Mit Meister oder Anlagenverantwortung
ca. 3.800–4.800 € brutto im Monat
Die Baustoffindustrie ist überwiegend tarifgebunden. Die Auslastung ist saisonal, weil im Winter weniger gebaut wird. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Saisonregelung.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Fachrichtung, Produkt und Tarifgebiet können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Staub und Lärm gehören zum Werk, und Atemschutz ist Pflicht.
- Schichtbetrieb, und im Sommer läuft die Anlage bis in den Abend.
- Die Branche ist saisonal: Im Winter wird weniger gebaut, und das spürst du im Werk.
- Ein Fehler in der Rezeptur wird im Beton erst Tage später sichtbar.
Besser als sein Ruf
- Tarifbindung und Zuschläge heben den Verdienst über den Durchschnitt.
- Du stellst her, woraus danach Häuser, Straßen und Brücken gebaut werden.
- Der Beruf ist technisch: Verfahrenstechnik, Messtechnik, Steuerung.
- Baustoffwerke liegen im ländlichen Raum. Wer dort wohnt, hat den Arbeitsplatz vor der Tür.
Passt zu dir, wenn …
- du mineralische Werkstoffe und große Anlagen magst
- du Rezepturen und Messwerte genau einhältst
- du Schichtarbeit und industrielle Umgebung akzeptierst
- du Maschinen und Baustoffqualität gemeinsam beurteilst
- Maschinen
- Körperliche Arbeit
Nicht sicher?
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Anlagenführung im Werk
Brecher, Mühlen, Mischer, Pressen: Wer die Anlage fährt, verantwortet Durchsatz, Qualität und Verbrauch.
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Industriemeister/in Steine und Erden
Die Aufstiegsfortbildung des Berufs. Danach führst du eine Schicht und planst Personal und Instandhaltung.
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Techniker/in für Verfahrenstechnik
Über eine Fachschule kommst du in Verfahrensplanung, Qualitätsleitung und Projektarbeit.
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Nachhaltige Baustoffe
Zement und Beton stehen unter Druck, ihren Ausstoß zu senken. Wer bei Rezepturen und Ersatzstoffen mitarbeitet, ist an dem Thema, das die Branche bestimmt.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Die Feuchte des Sands entscheidet mit, wie viel Wasser in eine Betonmischung gehört. Deshalb wird sie laufend gemessen und die Zugabe automatisch nachgerechnet, sonst stimmt das Wasser-Zement-Verhältnis nicht, und davon hängt die Festigkeit ab.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Verfahrensmechaniker/in in der Steine- und Erdenindustrie?
In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.050 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst mit Schichtzuschlägen über dem Durchschnitt.
Welche Fachrichtungen gibt es bei Verfahrensmechaniker/in in der Steine- und Erdenindustrie?
Mehrere, unter anderem Transportbeton, Betonerzeugnisse, Kalksandsteine, Baustoffe und Asphalttechnik. Der Betrieb legt die Richtung mit dem Ausbildungsvertrag fest.
Was macht man in diesem Beruf?
Du stellst mineralische Baustoffe her: Rohstoffe aufbereiten, Rezepturen dosieren, Anlagen einrichten und fahren, Proben ziehen, Qualität prüfen und Störungen beheben.
Arbeite ich draußen?
Teilweise. Rohstofflager, Silos und Verladung liegen im Freien, die Steuerung sitzt in der Warte. Im Winter merkst du das.
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