Tiefbaufacharbeiter/in
Tiefbau, Infrastruktur & zweijährige Bauausbildung
- Dauer
- 2 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.122 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Bau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Baustelle, Pläne und Sicherheitsbereiche vorbereiten
-
Boden lösen, transportieren und verdichten
-
Gräben, Baugruben und Untergründe herstellen
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Rohre, Schächte, Gleise oder Straßenschichten einbauen
-
Baumaschinen und Verdichtungsgeräte bedienen
-
Höhen, Maße, Gefälle und Ausführung kontrollieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Baustelle, Pläne und Sicherheitsbereiche vorbereiten; Boden lösen, transportieren und verdichten; Gräben, Baugruben und Untergründe herstellen. Später kommen hinzu: Rohre, Schächte, Gleise oder Straßenschichten einbauen; Baumaschinen und Verdichtungsgeräte bedienen; Höhen, Maße, Gefälle und Ausführung kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest bei Straßen-, Kanal-, Leitungs-, Gleis-, Brunnen- und Spezialtiefbauunternehmen auf wechselnden Baustellen im Freien.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
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6:30 Uhr
Absperrung stellen und Leitungspläne durchgehen.
Unter der Straße liegt mehr, als man sieht.
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7:30 Uhr
Graben ausheben, Verbau setzen, Sohle auf Höhe bringen.
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10:00 Uhr
Bettung herstellen und Rohre verlegen, Gefälle mit dem Laser prüfen.
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12:30 Uhr
Schacht setzen und anschließen, Dichtheit kontrollieren.
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14:30 Uhr
Lagenweise verfüllen und verdichten.
Wer hier schludert, bekommt später eine Setzung.
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16:00 Uhr
Oberfläche provisorisch schließen, Baustelle für die Nacht sichern.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Bauwirtschaft
2 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
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Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Geografie.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
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Schwerpunkte
Die seit 2024 geltende Tiefbauberufeausbildungsverordnung sieht fünf Schwerpunkte vor. Der gewählte Schwerpunkt kann den Übergang in einen passenden dreijährigen Tiefbauberuf erleichtern.
– Straßenbauarbeiten
– Kanalbauarbeiten für Infrastrukturtechnik
– Leitungsbauarbeiten für Infrastrukturtechnik
– Brunnenbau- und Spezialtiefbauarbeiten
– Gleisbauarbeiten
- Baustellen einrichten und vermessen
- Böden und Baustoffe beurteilen
- Erdarbeiten und Verdichtung durchführen
- Bauteile und Leitungen versetzen
- Maschinen und Geräte sicher einsetzen
- Verkehrs-, Arbeits- und Umweltschutz beachten
- einen Schwerpunkt des Tiefbaus vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.122 €
2. Ausbildungsjahr
1.351 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
Nach dem dritten Jahr
ca. 3.000–3.700 € brutto im Monat
Es gilt der Tarifvertrag des Bauhauptgewerbes mit bundesweiten Mindestlöhnen, dazu Wegegeld und Auslöse.
Tarifwerte der Bauwirtschaft ab April 2026, brutto pro Monat
Seit April 2026 gelten für gewerbliche Auszubildende der Bauwirtschaft bundeseinheitliche Werte.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Nasse, kalte und schmutzige Arbeitsplätze gehören dazu.
- Im Graben ist es eng, und Sicherheitsregeln sind keine Formsache.
- Wetter macht den Tag härter, gearbeitet wird trotzdem.
- Zwei Jahre sind ein Grundberuf, das dritte Jahr ist der eigentliche Abschluss.
Besser als sein Ruf
- Bautarif mit Mindestlöhnen, Wegegeld und Auslöse.
- Wasser, Abwasser, Strom und Glasfaser müssen in die Erde. Aufträge gibt es reichlich.
- Von der Grundstufe führen fünf verschiedene Wege weiter.
- Die Arbeit ist technischer, als sie aussieht: Gefälle, Verdichtungsgrade, Dichtheitsprüfungen.
Passt zu dir, wenn …
- du einen praktischen Einstieg in den Tiefbau suchst
- du körperlich belastbar und wetterfest bist
- du Maschinen und Baustellenarbeit magst
- du im Team zuverlässig nach Plan arbeitest
- Maschinen
- Körperliche Arbeit
- Arbeiten draußen
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Drittes Ausbildungsjahr
Der Beruf ist die zweijährige Grundstufe im Tiefbau. Danach wirst du Straßenbauer, Rohrleitungsbauer, Kanalbauer, Brunnenbauer oder Gleisbauer.
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Vorarbeiter und Polier
Wer die Kolonne führt, koordiniert Aushub, Verbau, Rohrverlegung und Verfüllung.
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Verbau und Grabenverbau
Wer den Verbau beherrscht, arbeitet dort, wo es tief wird, und wo es ohne Fachkunde gefährlich wäre.
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Baugeräte
Viele wechseln zusätzlich auf Bagger und Walze. Geräteschein und Praxis zahlen sich aus.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Kanalrohre werden nicht waagerecht verlegt, sondern mit einem genau berechneten Gefälle. Zu flach, und es setzt sich ab; zu steil, und das Wasser läuft dem Feststoff davon. Beides führt zur Verstopfung.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Tiefbaufacharbeiter/in?
Du arbeitest unter der Oberfläche: Gräben ausheben und sichern, Rohre und Leitungen verlegen, Schächte setzen, verfüllen und verdichten, Oberflächen wiederherstellen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter?
Zwei Jahre. Sie ist die gemeinsame Grundstufe der Tiefbauberufe, auf die ein drittes Jahr aufsattelt.
Wie viel verdient man als Tiefbaufacharbeiter/in?
In der Ausbildung gilt der Bautarif mit rund 1.120 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt; das dritte Jahr hebt ihn weiter an.
Ist die Arbeit im Graben gefährlich?
Ohne Verbau ja. Deshalb ist genau geregelt, ab welcher Tiefe wie gesichert wird, und daran hält sich jede ordentliche Kolonne.
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