Textilgestalter/in im Handwerk
Textilkunst, Handwerk & Gestaltung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ab 724 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Textil, Mode & Leder
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Entwürfe, Muster und Farbstellungen entwickeln
-
Garne, Fasern und textile Materialien auswählen
-
Werkzeuge, Rahmen oder Maschinen vorbereiten
-
textile Flächen und Strukturen herstellen
-
Teile veredeln, verbinden und fertigstellen
-
Qualität, Wirkung und Kundenwunsch kontrollieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Entwürfe, Muster und Farbstellungen entwickeln; Garne, Fasern und textile Materialien auswählen; Werkzeuge, Rahmen oder Maschinen vorbereiten. Später kommen hinzu: textile Flächen und Strukturen herstellen; Teile veredeln, verbinden und fertigstellen; Qualität, Wirkung und Kundenwunsch kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Textilgestalterwerkstätten, Kunsthandwerk, Ateliers, Manufakturen, Theater- und Restaurierungsbereichen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
8:00 Uhr
Entwurf mit der Kundschaft besprechen: Material, Muster, Maß.
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9:30 Uhr
Kette berechnen und aufbäumen.
Ein Rechenfehler kostet den ganzen Aufzug.
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11:30 Uhr
Weben, Schuss für Schuss, Musterrapport im Blick.
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13:30 Uhr
Musterstück für einen zweiten Auftrag ansetzen.
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15:00 Uhr
Fertiges Stück waschen und spannen, Maß prüfen.
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17:00 Uhr
Auftragsbuch führen, Materialbestellung aufgeben.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung im Textilgestalter-Handwerk
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Kunst/Gestaltung, Werken/Technik, Mathematik, Deutsch.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Die sechs Fachrichtungen unterscheiden sich deutlich in Werkzeugen, Materialien und Techniken. Zusatzqualifikationen können weitere handwerkliche Kompetenzen ergänzen.
– Filzen
– Klöppeln
– Posamentieren
– Sticken
– Stricken
– Weben
- Gestaltungs- und Farbgrundlagen anwenden
- Textilfasern, Garne und Materialien beurteilen
- Entwürfe und Muster entwickeln
- fachrichtungsspezifische Handwerkstechniken ausführen
- Werkzeuge und Maschinen sicher einsetzen
- Produkte kalkulieren und präsentieren
- eine Fachrichtung und mögliche Zusatzqualifikationen vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
mind. 724 €
2. Ausbildungsjahr
mind. 854 €
3. Ausbildungsjahr
mind. 977 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.100–2.600 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder eigener Werkstatt
ca. 2.700–3.800 € brutto im Monat
Die Spanne ist groß, weil der Markt klein und die Arbeit oft selbstständig ist. Restaurierung und Bühne zahlen am besten.
Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat
Für dem seltenen Textilgestalter-Handwerk liegt derzeit keine belastbare bundesweite typische Vergütungsspanne vor. Tarifverträge oder betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Sehr kleiner Markt mit wenigen Betrieben und wenig Nachfrage.
- Handarbeit dauert, und die Stunden muss jemand bezahlen.
- Ohne Selbstständigkeit sind die Möglichkeiten begrenzt.
- Sitzende Arbeit mit hoher Konzentration.
Besser als sein Ruf
- Ein Handwerk, das nur noch wenige beherrschen, mit entsprechend hohem Ansehen.
- Restaurierung und Museen sichern Aufträge außerhalb des Modemarkts.
- Volle gestalterische Freiheit vom Entwurf bis zum fertigen Stück.
- Der Meisterbrief öffnet die eigene Werkstatt mit überschaubarem Kapital.
Passt zu dir, wenn …
- du textile Gestaltung und Geduld liebst
- du sehr genau an Mustern und Details arbeitest
- du traditionelle Techniken kreativ weiterentwickeln möchtest
- du für einen seltenen Ausbildungsplatz überregional suchst
- Handwerk
- Kreativität
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in im Textilgestalterhandwerk
Der Meisterbrief führt zur eigenen Werkstatt und zur Ausbildungsberechtigung.
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Restaurierung
Historische Textilien und Wandteppiche zu erhalten ist eine kleine, angesehene Nische.
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Bühne und Ausstattung
Theater und Museen brauchen Handweberei, Stickerei und Sonderanfertigungen.
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Eigene Kollektion
Viele Textilgestalter arbeiten selbstständig mit eigenen Stücken und Auftragsarbeiten.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Beim Handweben steht die gesamte Arbeit vor dem ersten Schuss: Die Kette muss berechnet, geschärt und aufgebäumt werden, oft über Tage. Erst danach beginnt das Weben, und ändern lässt sich die Kette dann nicht mehr.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Textilgestalter/in im Handwerk?
Du fertigst Textilien von Hand: entwerfen, Material wählen, weben, stricken, sticken, klöppeln oder filzen, je nach Fachrichtung, und daraus Einzelstücke und Kleinserien herstellen.
Welche Fachrichtungen gibt es?
Weberei, Wirkerei und Strickerei, Stickerei, Klöppelei, Posamentiererei und Filzerei.
Wie viel verdient man als Textilgestalter/in im Handwerk?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei mindestens rund 724 € im ersten Jahr, je nach Betrieb auch darüber. Nach der Ausbildung hängt der Verdienst stark davon ab, ob du angestellt oder selbstständig arbeitest.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre.
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