Raumausstatter/in
Räume, Gestaltung & Ausbau
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 823 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Ausbau & Gebäudetechnik
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Kundenwünsche aufnehmen und Räume ausmessen
-
Farb-, Material- und Gestaltungskonzepte entwickeln
-
Bodenbeläge und Wandbespannungen verlegen
-
Vorhänge und Sicht- oder Sonnenschutz montieren
-
Polsterungen herstellen und Möbel beziehen
-
Arbeiten kontrollieren und Pflege erklären
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Kundenwünsche aufnehmen und Räume ausmessen; Farb-, Material- und Gestaltungskonzepte entwickeln; Bodenbeläge und Wandbespannungen verlegen. Später kommen hinzu: Vorhänge und Sicht- oder Sonnenschutz montieren; Polsterungen herstellen und Möbel beziehen; Arbeiten kontrollieren und Pflege erklären. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Raumausstatterbetrieben, Einrichtungshäusern, Polstereien, Messe- und Objektbau sowie direkt in privaten und gewerblichen Räumen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
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8:00 Uhr
Beratung beim Kunden: Stoffe zeigen, Maße nehmen, Vorschlag machen.
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10:00 Uhr
In der Werkstatt zuschneiden und nähen, Vorhänge konfektionieren.
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12:30 Uhr
Bodenbelag im Nebenauftrag verlegen, Sockelleisten setzen.
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14:00 Uhr
Sonnenschutz montieren, Antrieb einstellen, Endlagen prüfen.
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15:30 Uhr
Sessel neu beziehen: alten Bezug abnehmen, Polster prüfen, neu spannen.
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17:00 Uhr
Aufmaße für den nächsten Auftrag notieren.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung im Raumausstatter-Handwerk
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Kunst/Gestaltung, Werken/Technik, Mathematik, Deutsch.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Schwerpunkte
Ein Schwerpunkt vertieft einen Bereich, die Ausbildung vermittelt trotzdem die gemeinsamen Grundlagen der Raumgestaltung und des Ausbaus.
– Boden
– Polstern
– Raumdekoration sowie Licht-, Sicht- und Sonnenschutz
– Wand- und Deckendekoration
- Räume aufmessen und Gestaltung planen
- Farben, Textilien und Werkstoffe kombinieren
- Bodenbeläge und Wanddekorationen verarbeiten
- Fensterdekoration und Sonnenschutz herstellen
- Polstermöbel beziehen und aufarbeiten
- Kunden beraten und Aufträge kalkulieren
- einen Schwerpunkt vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
823 €
2. Ausbildungsjahr
915 €
3. Ausbildungsjahr
1.006 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.300–2.800 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder eigenem Betrieb
ca. 3.000–4.200 € brutto im Monat
Die Spanne ist groß, weil die Betriebe sehr unterschiedlich arbeiten. Objektausstattung zahlt anders als das kleine Fachgeschäft.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Region, Tarifbindung und Betrieb können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Sehr viele verschiedene Techniken; man lernt nie aus, muss aber auch alles können.
- Arbeit in bewohnten Räumen mit hohen Erwartungen an Sauberkeit.
- Materialkosten sind hoch, Fehler beim Zuschnitt teuer.
- Löhne im Handwerk starten niedrig.
Besser als sein Ruf
- Kaum ein Beruf verbindet Werkstatt, Gestaltung und Kundschaft so direkt.
- Aufarbeiten statt wegwerfen liegt im Trend und bringt Aufträge.
- Der Meisterweg führt zum eigenen Betrieb mit Ladengeschäft.
- Das Ergebnis steht am Ende im Wohnzimmer, und die Kundschaft sagt dir direkt, was sie denkt.
Passt zu dir, wenn …
- du Gestaltung und praktisches Handwerk verbinden möchtest
- du Farben, Stoffe und Raumwirkung sicher einschätzt
- du gerne Kunden berätst und vor Ort montierst
- du bei Mustern, Kanten und Maßen genau arbeitest
- Handwerk
- Kreativität
- Räumliches Denken
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in im Raumausstatterhandwerk
Der Meisterbrief führt zum eigenen Betrieb mit Werkstatt, Beratung und Montage.
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Schwerpunkt Polstern
Möbel neu aufbauen und beziehen ist Handwerk mit langer Tradition und wachsender Nachfrage durch Aufarbeitung statt Neukauf.
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Sonnenschutz und Objektausstattung
Hotels, Praxen und Büros vergeben komplette Ausstattungen. Ein Markt mit größeren Aufträgen.
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Gestaltung und Beratung
Stoffe, Farben, Licht: Wer beraten kann, verkauft mehr als Material.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Vorhänge werden nicht in Fensterbreite genäht, sondern mit Mehrweite: je nach Faltenart das Zwei- bis Dreifache. Wer knapp zuschneidet, bekommt keinen Vorhang, sondern eine gespannte Fläche vor dem Fenster.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Raumausstatter/in?
Du gestaltest Innenräume: Bodenbeläge verlegen, Wände bespannen und tapezieren, Vorhänge und Sonnenschutz anfertigen und montieren, Polstermöbel beziehen.
Wie viel verdient man als Raumausstatter/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 823 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Handwerksberufe; mit eigenem Betrieb deutlich darüber.
Welche Schwerpunkte gibt es?
Boden, Polstern, Raumdekoration und Wand- und Deckendekoration sowie Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen. Der Betrieb legt den Schwerpunkt fest.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Raumausstatter?
Drei Jahre.
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