Notarfachangestellte/r
Recht, Notariat & Verwaltung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.100–1.300 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Recht & Sicherheit
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Mandantinnen und Mandanten empfangen und Vorgänge aufnehmen
-
Urkundenentwürfe und Schriftstücke vorbereiten
-
Register-, Grundbuch- und Behördenanfragen bearbeiten
-
Fristen, Termine und Akten überwachen
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Kostenrechnungen und Zahlungen bearbeiten
-
Beurkundungen organisatorisch vorbereiten und nachbereiten
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Mandantinnen und Mandanten empfangen und Vorgänge aufnehmen; Urkundenentwürfe und Schriftstücke vorbereiten; Register-, Grundbuch- und Behördenanfragen bearbeiten. Später kommen hinzu: Fristen, Termine und Akten überwachen; Kostenrechnungen und Zahlungen bearbeiten; Beurkundungen organisatorisch vorbereiten und nachbereiten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Notariaten und in Rechtsanwaltskanzleien mit Notariat.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
8:00 Uhr
Entwurf eines Grundstückskaufvertrags vorbereiten.
Grundbuchauszug prüfen, Belastungen erfassen.
-
10:00 Uhr
Beurkundungstermin vorbereiten: Beteiligte, Ausweise, Vollmachten, Reihenfolge.
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11:30 Uhr
Nach der Beurkundung: Anträge an Grundbuchamt und Finanzamt auf den Weg bringen.
-
13:30 Uhr
Vollzug überwachen.
Kaufpreisfälligkeit erst, wenn alle Voraussetzungen vorliegen.
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15:00 Uhr
Kostenrechnung nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz erstellen.
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16:30 Uhr
Fristen und Wiedervorlagen für morgen kontrollieren.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung im Notariat
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss oder Hochschulreife ein. Hilfreich sind besonders Deutsch, Wirtschaft/Recht, Mathematik, Informatik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Das Notariat prägt, ob Immobilien-, Gesellschafts-, Familien- oder Erbrecht besonders häufig vorkommt.
- notarielle Rechtsgebiete und Verfahrensabläufe verstehen
- Urkunden und Schriftstücke vorbereiten
- Grundbuch-, Register- und Erbrecht bearbeiten
- Fristen und Akten digital verwalten
- Kosten nach gesetzlichen Regeln berechnen
- mit Gerichten, Behörden und Beteiligten kommunizieren
- Datenschutz und Verschwiegenheit einhalten
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.100–1.300 €
2. Ausbildungsjahr
1.200–1.400 €
3. Ausbildungsjahr
1.300–1.500 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.600–3.100 € brutto im Monat
Mit Notarfachwirt oder Spezialisierung
ca. 3.500–4.600 € brutto im Monat
Notariate finden seit Jahren zu wenige Fachkräfte, und das wirkt sich auf die Gehälter aus. In Ballungsräumen liegt der Verdienst über dem im ländlichen Raum. Frag im Bewerbungsgespräch nach Vergütung und Fortbildungsunterstützung.
Regionale Vergütungsbeispiele der Notarkammern 2026, brutto pro Monat
Die Werte unterscheiden sich nach Kammerbezirk; die zuständige Notarkammer nennt den regionalen Satz.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Genauigkeit ist hier keine Tugend, sondern Bedingung. Ein Zahlendreher im Grundbuchantrag hat Folgen.
- Der Vollzug einer Akte zieht sich über Wochen, und du behältst dabei viele parallele Vorgänge im Kopf.
- Beteiligte sind oft angespannt: Es geht um Haus, Erbe oder Firma.
- Der Beruf ist trocken, wenn man Recht nicht mag. Die Sprache ist förmlich und bleibt es.
Besser als sein Ruf
- Notariate suchen dringend Nachwuchs, und das schlägt sich in Gehalt und Verhandlungsposition nieder.
- Du arbeitest an Vorgängen, die für die Beteiligten die größten ihres Lebens sind.
- Die Arbeitszeiten sind geregelter als in vielen Anwaltskanzleien.
- Grundbuch- und Beurkundungswissen ist auch außerhalb des Notariats gefragt.
Passt zu dir, wenn …
- du Sprache, Recht und Organisation verbinden möchtest
- du Fristen und vertrauliche Daten sehr genau behandelst
- du Menschen bei wichtigen Lebensentscheidungen ruhig begleitest
- du komplexe Vorgänge Schritt für Schritt ordnest
- Organisation
- Sprache
- Genauigkeit
- Analytisches Denken
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Notarfachwirt/in
Die Aufstiegsfortbildung des Berufs. Danach bereitest du komplexe Urkunden eigenverantwortlich vor und verdienst deutlich mehr.
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Spezialisierung auf Grundstücksrecht
Kaufverträge, Grundschulden, Grundbuch: das größte Feld der notariellen Praxis, und wer es beherrscht, ist schwer zu ersetzen.
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Erb- und Gesellschaftsrecht
Testamente, Erbverträge, Gesellschaftsgründungen und Umwandlungen. Anspruchsvolle Vorgänge mit entsprechender Vergütung.
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Wechsel in Bank, Immobilienwirtschaft oder Verwaltung
Wer Grundbuch und Beurkundung kennt, wird bei Banken, Bauträgern und in Grundbuchämtern gesucht.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Ein Notar ist zur Neutralität verpflichtet: Er berät nicht eine Seite, sondern alle Beteiligten gleichermaßen. Das unterscheidet den Arbeitsalltag grundlegend von dem in einer Anwaltskanzlei.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Notarfachangestellte/r?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Bundesland und Notariat meist zwischen rund 1.100 und 1.300 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst häufig über dem in Anwaltskanzleien, weil Fachkräfte knapp sind.
Was macht ein/e Notarfachangestellte/r?
Du bereitest Urkunden vor: Kaufverträge, Grundschulden, Testamente, Gesellschaftsverträge. Dazu kommen Grundbuch- und Registeranträge, Fristen, Kostenrechnung und die Betreuung der Beteiligten.
Was ist der Unterschied zum Rechtsanwaltsfachangestellten?
Der Notar beurkundet und ist zur Neutralität verpflichtet. In der Anwaltskanzlei wird eine Seite vertreten. Der Arbeitsalltag ist entsprechend anders: Vorbereitung und Vollzug statt Streit und Fristen.
Brauche ich Abitur?
Nein. Viele Notariate stellen mit mittlerem Abschluss ein, erwarten aber sehr sorgfältiges Arbeiten und sicheres Deutsch.
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