Medientechnologe/-technologin Druckverarbeitung
Druck, Medien & Weiterverarbeitung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.152 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Medien & Gestaltung
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Produktionsunterlagen und Material prüfen
-
Schneide-, Falz-, Heft- und Bindemaschinen einrichten
-
Druckbogen sammeln, falzen, schneiden und verbinden
-
Produktionsanlagen überwachen und nachregeln
-
Qualität, Reihenfolge und Vollständigkeit kontrollieren
-
Maschinen reinigen, warten und Produktionsdaten dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Produktionsunterlagen und Material prüfen; Schneide-, Falz-, Heft- und Bindemaschinen einrichten; Druckbogen sammeln, falzen, schneiden und verbinden. Später kommen hinzu: Produktionsanlagen überwachen und nachregeln; Qualität, Reihenfolge und Vollständigkeit kontrollieren; Maschinen reinigen, warten und Produktionsdaten dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Druckereien, Buchbindereien, Medienhäusern, Verpackungsbetrieben und industriellen Weiterverarbeitungsunternehmen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
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6:00 Uhr
Schichtübergabe und Auftragsplan prüfen.
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6:30 Uhr
Schneidemaschine rüsten, Formate einstellen.
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8:00 Uhr
Falzmaschine einrichten und Musterbogen prüfen.
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10:00 Uhr
Sammelhefter läuft, Ausschuss beobachten.
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13:00 Uhr
Klebebindung: Leimtemperatur und Rückenbearbeitung prüfen.
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15:00 Uhr
Palettieren, Versand vorbereiten, Übergabe schreiben.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Druck- und Medienindustrie
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Informatik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Wahlqualifikationen
Die Ausbildung bleibt ein gemeinsamer Beruf. Betriebliche Wahlqualifikationen vertiefen die Weiterverarbeitung bestimmter Produktarten und Produktionslinien.
– Zeitungsproduktion
– Akzidenzproduktion
– Buchproduktion
– Mailingproduktion
- Druckprodukte und Weiterverarbeitungsverfahren unterscheiden
- Werkstoffe und Hilfsmittel auswählen
- Maschinen rüsten, bedienen und überwachen
- Schneiden, Falzen, Heften, Kleben und Binden
- Automatisierte Produktionslinien steuern
- Qualität messen und Fehler systematisch beheben
- betriebliche Wahlqualifikationen vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.151,94 €
2. Ausbildungsjahr
1.209,39 €
3. Ausbildungsjahr
1.266,84 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.700–3.100 € brutto im Monat
Mit Anlagenverantwortung oder Schicht
ca. 3.300–4.300 € brutto im Monat
Tarifgebundene Betriebe zahlen Schichtzulagen und Sonderzahlungen.
Tarifwerte der Druckindustrie ab Juli 2025, brutto pro Monat
Die Werte gelten in tarifgebundenen Betrieben der Druckindustrie; andere Medienbetriebe können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Schichtbetrieb ist die Regel.
- Lärm und Papierstaub gehören zur Halle.
- Schwere Stapel und Paletten bewegen.
- Bei Anlagenstörungen steht die ganze Kette.
Besser als sein Ruf
- Große, technisch anspruchsvolle Anlagen mit hoher Eigenverantwortung.
- Verpackung und Veredelung wachsen als Markt.
- Gute Bezahlung mit Zulagen in tarifgebundenen Betrieben.
- Am Ende der Schicht liegt ein fertiges Produkt auf der Palette.
Passt zu dir, wenn …
- du Maschinen und fertige Medienprodukte gleichermaßen interessant findest
- du bei Reihenfolge, Schnitt und Falz sehr genau arbeitest
- du Produktionsstörungen ruhig untersuchst
- du Schichtarbeit in größeren Betrieben akzeptieren kannst
- Maschinen
- Körperliche Arbeit
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Anlagenverantwortung
Sammelhefter, Klebebinder und Falzmaschinen selbstständig fahren.
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Industriemeister Printmedien
Die Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Bereichsleitung.
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Veredelung
Prägen, Lackieren und Kaschieren sind eigene Verfahren mit Zusatzwert.
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Verpackungsproduktion
Ein wachsender Bereich mit anspruchsvollen Anlagen.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Bei einer Klebebindung entscheidet die Vorbereitung des Rückens über die Haltbarkeit: Wird zu wenig abgefräst, hält der Leim nicht; wird zu viel abgetragen, fehlt Papier im Bund. Ein Buch, das nach zwei Wochen auseinanderfällt, ist fast immer dort entstanden.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Medientechnologe/-technologin Druckverarbeitung?
Du machst aus bedruckten Bogen fertige Produkte: schneiden, falzen, heften, binden, veredeln und verpacken, Maschinen einrichten und überwachen, Qualität prüfen.
Wie viel verdient man als Medientechnologe/-technologin Druckverarbeitung?
In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.152 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst in der Druckindustrie tariflich geregelt, mit Schichtzulagen darüber.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre. Der Beruf hieß früher Buchbinder in der Industrie.
Was ist der Unterschied zum Buchbinder?
Der Buchbinder ist ein Handwerksberuf mit Einzelstücken und Reparatur. Die Druckverarbeitung ist industriell: große Anlagen, hohe Auflagen.
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