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Maler/in und Lackierer/in

Bildfläche
Du gestaltest und schützt Wände, Fassaden, Bauteile und Oberflächen. Untergrund, Beschichtung, Farbe, Wärmeschutz und Arbeitssicherheit bestimmen je nach Fachrichtung den Auftrag.

Farbe, Ausbau & Gebäudeschutz

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 868 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Untergründe prüfen und vorbereiten

  • Farben, Lacke, Putze und Beschichtungen auftragen

  • Räume und Fassaden gestalten

  • Dämm- und Schutzsysteme montieren

  • Bauteile instand setzen und vor Korrosion schützen

  • Flächen, Material und Arbeitsergebnisse kontrollieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Untergründe prüfen und vorbereiten; Farben, Lacke, Putze und Beschichtungen auftragen; Räume und Fassaden gestalten. Später kommen hinzu: Dämm- und Schutzsysteme montieren; Bauteile instand setzen und vor Korrosion schützen; Flächen, Material und Arbeitsergebnisse kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Maler- und Lackiererbetrieben, Ausbau-, Fassaden-, Denkmal- oder Korrosionsschutzunternehmen auf Baustellen und in Werkstätten.

Ein Tag als Maler/in und Lackierer/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:00 Uhr

    Baustelle abdecken und abkleben.

    Wer hier spart, putzt später.

  2. 8:00 Uhr

    Untergrund prüfen: trägt der Altanstrich, saugt die Wand, gibt es Risse?

  3. 9:30 Uhr

    Spachteln und schleifen, danach grundieren.

  4. 12:00 Uhr

    Erster Anstrich mit Rolle und Pinsel, Kanten sauber ziehen.

  5. 14:30 Uhr

    Zweiter Anstrich, Farbton bei Tageslicht kontrollieren.

  6. 16:30 Uhr

    Abkleben lösen, Werkzeug auswaschen, Raum besenrein übergeben.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung im Handwerk

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Kunst/Gestaltung, Chemie, Mathematik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Fachrichtungen

    Die fünf Fachrichtungen reichen von klassischer Raum- und Fassadengestaltung über Wärmeschutz und Korrosion bis zu historischen Oberflächen.

    – Ausbautechnik und Oberflächengestaltung

    – Bauten- und Korrosionsschutz

    – Energieeffizienz- und Gestaltungstechnik

    – Gestaltung und Instandhaltung

    – Kirchenmalerei und Denkmalpflege

  • Untergründe beurteilen und vorbereiten
  • Beschichtungsstoffe auswählen und verarbeiten
  • Farb- und Gestaltungskonzepte umsetzen
  • Wärmedämm- und Putzsysteme herstellen
  • Korrosions-, Brand- und Bautenschutz anwenden
  • Gerüste, Maschinen und Spritztechnik nutzen
  • eine der fünf Fachrichtungen vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

868 €

2. Ausbildungsjahr

961 €

3. Ausbildungsjahr

1.127 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.500–2.900 € brutto im Monat

Mit Erfahrung oder Meisterbrief

ca. 3.200–4.300 € brutto im Monat

Es gilt der Tarifvertrag des Maler- und Lackiererhandwerks mit einem bundesweiten Mindestlohn für Gesellen. Ob dein Betrieb tarifgebunden ist, macht den Unterschied.

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Tarifgebiet, Fachrichtung und Betrieb können abweichen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Viel Über-Kopf-Arbeit und viele Stunden auf der Leiter.
  • Lösemittel und Stäube verlangen Schutz, auch wenn es lästig ist.
  • Im Sommer auf der Fassade, im Winter im ungeheizten Rohbau.
  • Löhne im Handwerk starten niedriger als in der Industrie.

Besser als sein Ruf

  • Sichtbares Ergebnis am selben Tag. Das haben wenige Berufe.
  • Gestaltungsanteil: Farbkonzepte und Techniken sind eine echte Fachkunde.
  • Wärmedämmung und Sanierung sichern Aufträge auf Jahre.
  • Der Meisterweg ist klar beschrieben und führt in einen eigenen Betrieb.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du sichtbare Räume und Oberflächen gestalten möchtest
  • du gerne praktisch und häufig draußen arbeitest
  • du Farben und Materialien genau beurteilst
  • du körperlich belastbar und höhentauglich bist
  • Handwerk
  • Körperliche Arbeit

Nicht sicher?

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in im Maler- und Lackiererhandwerk

    Ein meisterpflichtiges Handwerk. Mit dem Meisterbrief führst du einen Betrieb und bildest aus.

  • Energetische Sanierung

    Wärmedämmverbundsysteme sind Teil der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung. Ein Markt, der seit Jahren wächst.

  • Restaurierung im Handwerk

    Historische Oberflächen, Kalktechniken und Vergoldung sind eine Fortbildung mit eigenem Anspruch.

  • Fahrzeuglackierung und Industrie

    Wer in die Lackierung geht, arbeitet mit Spritzverfahren, Farbtonmessung und industriellen Anlagen.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Ein Farbton sieht auf der Wand anders aus als auf der Karte: Große Flächen wirken kräftiger, und Kunstlicht verschiebt den Ton zusätzlich. Deshalb wird bei größeren Aufträgen eine Musterfläche angelegt und bei Tageslicht beurteilt.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Maler/in und Lackierer/in?

Du gestaltest und schützt Oberflächen: Untergründe prüfen und vorbereiten, spachteln, streichen, tapezieren, lackieren, Fassaden beschichten und dämmen.

Wie viel verdient man als Maler/in und Lackierer/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung tariflich bei rund 868 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und steigt mit Erfahrung und Meisterbrief.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Gestaltung und Instandhaltung, Kirchenmalerei und Denkmalpflege sowie Bauten- und Korrosionsschutz. Entschieden wird das im Lauf der Ausbildung.

Ist der Beruf nur Streichen?

Nein. Untergrundbeurteilung, Beschichtungsaufbau, Dämmung und Farbgestaltung machen den größeren Teil aus. Streichen ist der letzte Schritt.

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Fünf Minuten, und du hast eine Richtung. Du kannst es so oft machen, wie du willst, und wir speichern nichts, was auf dich zurückführt.

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